Aktionstag zur Weltgesundheit

Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Wir brauchen ein Ende der
Krankenhaus-Schließungen, mehr Kapazitäten bei den Intensivbetten sowie
höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für das Personal! Wir haben aufgerufen, Aktionsfotos anzufertigen und Briefe an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu schreiben. Hier sind die ersten Ergebnisse.

GiB-Infobrief zum Aktionstag zur Weltgesundheit: Ideen zum Mitmachen

Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Wir nehmen das zum Anlass, die Bundesregierung daran zu erinnern, dass Gesundheit keine Ware ist, sondern ein Bereich der Daseinsvorsorge. Unsere Krankenhausversorgung wurde an vielen Stellen kaputtgespart und privatisiert. Damit muss Schluss sein! Wir brauchen ein Ende der Schließungen, mehr Kapazitäten bei den Intensivbetten sowie höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für das Personal! Hier sind Aktionsideen.

Das Gesundheitssystem dauerhaft ertüchtigen

Die Corona-Krise ist eine Krise unseres Gesundheitssystems – wir müssen es schnell ertüchtigen. Die wichtigsten Schritte sind: Verstaatlichung privater Krankenhäuser + Abschaffen der Fallpauschalen-Finanzierung + Produktionsausweitung bei Intensivbetten, Beatmungsgeräten und Schutzkleidung + Tempo-Limits auf den Straßen für weniger Unfallverletzte in den Intensivbetten + 50 Prozent höhere Bezahlung für das Pflegepersonal, volle Anrechnung von Überstunden, verlässliche Kinderbetreuung, sichere und sterile Arbeitsbedingungen + Wiedereröffnung geschlossener Kliniken + europaweite Solidarität der Krankenhäuser.

Deutschland muss seine Krankenhäuser verstaatlichen

Die Organisation Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) fordert die Verstaatlichung privater Krankenhäuser. Angesichts der sich weiter zuspitzenden Corona-Krise muss zudem die Fallpauschalen-Finanzierung abgeschafft werden. Nur so besteht Hoffnung, die Kapazität der Krankenhausversorgung so schnell auszuweiten, dass sie den Anforderungen der kommenden Wochen und Monate noch gewachsen ist.

Demokratie nicht aussperren! Strittige S-Bahn-Ausschreibung aussetzen.

Das Aktionsbündnis Eine S-Bahn für Alle fordert, die Zerschlagung und Privatisierung der Berliner S-Bahn zu stoppen. Wegen der Corona-Krise sind geplante Aktionen und Demonstrationen vorerst nicht möglich. Aktuell ist das Versammlungsrecht außer Kraft gesetzt und öffentliche Treffen untersagt. Im Gegenzug muss auch der Senat umstrittenen Maßnahmen wie die Zerschlagung und Privatisierung der Berliner S-Bahn zurückstellen. Das Aktionsbündnis fordert ein Moratorium für die S-Bahn-Ausschreibung.

Mietendeckel Berlin: Von Basisinitiativen durchgesetzt, von der Landesregierung verstümmelt

Manche sagen, die heutige Sitzung im Berliner Abgeordnetenhaus hätte das Zeug, in die Geschichte einzugehen. Im Laufe ihrer Beratungen entscheiden die ParlamentarierInnen über den Gesetzesentwurf zum Berliner Mietendeckel. Aber gemach! In letzter Minute hat Rot-Rot-Grün noch gravierende Änderungen am Gesetzentwurf vorgenommen. GiB kritisiert diese Änderungen am Mietendeckel in einer Pressemitteilung und geht dabei auch auf rechtliche Aspekte für MieterInnen ein.

Neue Publikation zum Wohnen erschienen

Endlich! Ab dem 13. Januar gibt es  das Lunapark21-Extraheft „Mietenexplosion vs. Daseinsvorsorge“ bundesweit an vielen Bahnhofskiosken zu kaufen. In einer gemeinsamen Presseerklärung geben das die Redaktion Lunapark21 und GiB bekannt. Das von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt geförderte Heft beleuchtet Hintergründe der Mietpreisexplosion ebenso wie Möglichkeiten zur Gegenwehr.  Lunapark21-Chefredaktuer Dr. Winfried Wolf ist sich sicher, dass die Publikation dazu beiträgt, unter anderem Forderungen nach Mietpreisstopp und Mietendeckel  Nachdruck zu verleihen.

Berliner Schulprivatisierung scheitert auch 2019

Die rot-rot-grüne Regierung in Berlin will rund die Hälfte der geplanten 60 Schulneubauten und zehn große Schulsanierungen an die Wohnungsbaugesellschaft Howoge mbH übertragen. GiB war Träger der Volksinitiative „Unsere Schulen“ und setzt sich nach wie vor gegen die Privatisierung der Schulen ein, unter anderem durch Aufdeckung der Mehrkosten durch die Howoge-Einbindung. Auch 2019 ist es dem Senat nicht gelungen, die komplexen Verträge zur Schulprivatisierung unter Dach und Fach zu bringen. Auch ein Erfolg der Arbeit von GiB.

2019: Das Jahr, in dem die Berliner S-Bahn nicht privatisiert wurde

Die Berliner S-Bahn muss besser werden, nicht schlechter. Sie ist ein Kernstück des Berliner öffentlichen Personennahverkehrs und wichtig, um die hauptstädtischen Klimaschutzziele zu erreichen. Umso absurder ist das Vorhaben des rot-rot-grünen Berliner Senats, die S-Bahn in Teilstücke zu zerschlagen und zu privatisieren. Aber noch ist das letzte Wort hierzu nicht gesprochen. Die für 2019 angekündigte Ausschreibung erfolgte nicht – ein Zwischenerfolg, der auf das Konto von Gemeingut in BürgerInnenhand und Bahn für Alle geht. Widerstand wirkt.