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Kam­pa­gnen­brie­fe zur Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung: neu­es­te Infos, nächs­te Ter­mi­ne und Akti­ons­ide­en

15 Juni 2016

Der Regie­ren­de Bür­ger­meis­ter von Ber­lin hat auf Nach­fra­ge von attac Ber­lin zur Auf­trags­ver­wal­tung der Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft Stel­lung genom­men. In dem Schrei­ben heißt es:

Kon­kre­te Vor­schlä­ge des Bun­des bezüg­lich einer Neu­or­ga­ni­sa­ti­on des Bun­des­fern­stra­ßen­baus lie­gen aller­dings bis­her immer noch nicht vor.

Wenn man die Ankün­di­gung von Staats­se­kre­tär Fer­le­mann ernst nimmt, dann tref­fen sich mor­gen, 16. Juni  die Minis­ter­prä­si­den­ten und sol­len über eine Grund­ge­setz­än­de­rung ent­schei­den, die den Län­dern bis­lang nicht vor­liegt.

Ant­wort des Regie­ren­den Bür­ger­meis­ters von Ber­lin zur Aufrtags­ver­wal­tung der Bun­des­fern­stra­ßen (PDF)

***************************** Kam­pa­gnen­brief Nr. 9 ******************************

***           Die­se Woche: Show­down zur Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung!                     ***

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Lie­be Mit­strei­te­rIn­nen gegen die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung,

unse­re Akti­ons­wo­che hat gezeigt: Über­all in Deutsch­land sind Men­schen dazu bereit, gegen die dro­hen­de Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung auf die Stra­ße zu gehen! Hier Fotos aus 25 Orten: https://www.gemeingut.org/fotos-vom-bundesweiten-protest-gegen-die-autobahnprivatisierung/.

Unser Wider­stand hat es dabei noch nicht in die gro­ßen Medi­en geschafft, das The­ma selbst aber schon: Die Frank­fur­ter Rund­schau berich­te­te über die Plä­ne der Bun­des­re­gie­rung, im Schat­ten der EM eine Vor­ent­schei­dung zur Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung zu errei­chen (http://www.fr-online.de/politik/em-2016-unpopulaere-entscheidungen-im-schatten-der-em,1472596,34340288.html). Sie beleg­ten ihre (und unse­re) Ver­mu­tung mit bedrü­cken­den Bei­spie­len ver­gan­ge­ner Fuß­ball-Groß­ereig­nis­se.

Am Sams­tag (11.06.2016) erschien im Spie­gel eine Dop­pel­sei­te zur Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung. Dar­in wird auch ein Grund­ge­setz­ent­wurf zitiert, der neben der von uns von Anfang an kri­ti­sier­ten Pri­va­ti­sie­rung auf Pro­jekt­ebe­ne und per ÖPP auch den Teil­ver­kauf der gan­zen neu zu grün­den­den Gesell­schaft ent­hält!

Die kom­men­de Woche wird damit zu so etwas wie einem ers­ten Show­down. Am Don­ners­tag wer­den die Minis­ter­prä­si­den­ten ins Kanz­ler­amt fah­ren und dort die Fra­ge Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung ‚hopp oder Top‘ ver­han­deln. Unse­re For­de­rung: Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung run­ter von der Tages­ord­nung! Kein Mensch weiß genau, was die Bun­des­re­gie­rung in die­ser Fra­ge plant, kein Par­la­ment hat je einen die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung befür­wor­ten­den Beschluss gefasst. Die Minis­ter­prä­si­den­ten selbst mögen demo­kra­tisch gewählt sein, aber das Gre­mi­um, das der­art weit­grei­fen­de Ent­schei­dun­gen tref­fen darf, ist der Bun­des­rat, nicht die Minis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz!

Wir kön­nen jetzt noch zwei Din­ge tun:

  1. Schreibt bis Mitt­woch an eure Minis­ter­prä­si­den­ten: „Fin­ger weg von der Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung!“ Eine Lis­te mit den Adres­sen haben wir für euch am Ende der mail zusam­men­ge­stellt.
  1. Kommt am Don­ners­tag zur Akti­on nach Ber­lin. Wir wer­den um 11 h vor der Bre­mer Lan­des­ver­tre­tung und auch um 14:30 h vor dem Kanz­ler­amt unse­ren Pro­test vor der Pres­se ins Bild set­zen.

Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung und Grund­ge­setz­än­de­run­gen sind auch für Minis­ter­prä­si­den­ten hei­ße Eisen. Mit eurer Hil­fe könn­ten sie Sor­ge bekom­men, sich die Fin­ger zu ver­bren­nen!

In die­sem Sin­ne: Anfeu­ern!

Carl Waß­muth, Gemein­gut und attac AG Pri­va­ti­sie­rung

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BADEN-WÜRT­TEM­BERG pressestelle@stm.bwl.de
BAY­ERN staatskanzlei@stk.bayern.de
BER­LIN Der-Regierende-Buergermeister@senatskanzlei.berlin.de
BRAN­DEN­BURG dietmar.woidke@stk.brandenburg.de
BRE­MEN alexandra.albrecht@kultur.bremen.de
HAM­BURG olaf.scholz@sk.hamburg.de
HES­SEN volker.bouffier@stk.hessen.de
MECK­LEN­BURG-VOR­POM­MERN erwin.sellering@stk.mv-regierung.de
NIE­DER­SACH­SEN stephan.weil@stk.niedersachsen.de
NORD­RHEIN-WEST­FA­LEN poststelle@stk.nrw.de
RHEIN­LAND-PFALZ malu.dreyer@stk.rlp.de
SAAR­LAND a.kramp-karrenbauer@staatskanzlei.saarland.de
SACH­SEN ministerpraesident@sk.sachsen.de
SACH­SEN-ANHALT ministerpraesident@stk.sachsen-anhalt.de
SCHLES­WIG-HOL­STEIN torsten.albig@stk.landsh.de
THÜ­RIN­GEN bodo.ramelow@tsk.thueringen.de

 

Staats­mi­nis­te­ri­um Baden-Würt­tem­berg

Minis­ter­prä­si­dent Win­fried Kret­sch­mann

Richard-Wag­ner-Str. 15

70184 Stutt­gart

 

Sehr geehr­ter Herr Kret­sch­mann,

 

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Baye­ri­sche Staats­kanz­lei

Minis­ter­prä­si­dent Horst See­ho­fer

Franz-Josef-Strauß-Ring 1

80539 Mün­chen

 

Sehr geehr­ter Herr See­ho­fer,

 

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Senats­kanz­lei Ber­lin

Der Regie­ren­de Bür­ger­meis­ter von Ber­lin Micha­el Mül­ler

Jüden­stra­ße 1

10178 Ber­lin

 

Sehr geehr­ter Herr Mül­ler,

 

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Staats­kanz­lei des Lan­des Bran­den­burg

Minis­ter­prä­si­dent Dr. Diet­mar Woid­ke

Hein­rich-Mann-Allee 107

14473 Pots­dam

 

Sehr geehr­ter Herr Dr. Woid­ke,

 

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Senats­kanz­lei der Frei­en Han­se­stadt Bre­men

Bür­ger­meis­ter Cars­ten Sie­ling

Am Markt 21

28195 Bre­men

 

Sehr geehr­ter Herr Sie­ling,

 

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Ers­ter Bür­ger­meis­ter der Frei­en und

Han­se­stadt Ham­burg Olaf Scholz

Rat­haus­markt 1

20095 Ham­burg

 

Sehr geehr­ter Herr Scholz,

 

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Hes­si­sche Staats­kanz­lei

Minis­ter­prä­si­dent Vol­ker Bouf­fier

Georg-August-Zinn Str. 1

65183 Wies­ba­den

 

Sehr geehr­ter Herr Bouf­fier,

 

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Staats­kanz­lei Meck­len­burg-Vor­pom­mern

Minis­ter­prä­si­dent Erwin Sel­le­ring

19048 Schwe­rin

 

Sehr geehr­ter Herr Sel­le­ring,

 

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Nie­der­säch­si­sche Staats­kanz­lei

Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil

Planck­stra­ße 2

30169 Han­no­ver

 

Sehr geehr­ter Herr Weil,

 

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Staats­kanz­lei Nord­rhein-West­fa­len

Minis­ter­prä­si­den­tin Han­ne­lo­re Kraft

Stadt­tor 1

40219 Düs­sel­dorf

 

Sehr geehr­te Frau Kraft,

 

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Staats­kanz­lei Rhein­land-Pfalz

Minis­ter­prä­si­den­tin Malu Drey­er

Peter-Alt­mei­er-Allee 1

55116 Mainz

 

Sehr geehr­te Frau Drey­er,

 

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Staats­kanz­lei Saar­land

Minis­ter­prä­si­den­tin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er

Am Lud­wigs­platz 14

66117 Saar­brü­cken

 

Sehr geehr­te Frau Kramp-Kar­ren­bau­er,

 

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Säch­si­sche Staats­kanz­lei

Minis­ter­prä­si­dent Sta­nis­law Til­lich

01095 Dres­den

 

Sehr geehr­ter Herr Til­lich,

 

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Staats­kanz­lei des Lan­des Sach­sen-Anhalt

Minis­ter­prä­si­dent Dr. Rei­ner Haseloff

Hegel­stra­ße 40 bis 42

39104 Mag­de­burg

 

Sehr geehr­ter Herr Dr. Haseloff,

 

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Staats­kanz­lei Schles­wig-Hol­stein

Minis­ter­prä­si­dent Tors­ten Albig

Düstern­broo­ker Weg 104

24105 Kiel

 

Sehr geehr­ter Herr Albig,

 

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Thü­rin­ger Staats­kanz­lei

Minis­ter­prä­si­dent Bodo Rame­low

Regie­rungs­stra­ße 73

99084 Erfurt

 

Sehr geehr­ter Herr Rame­low,

 

***************************** Kam­pa­gnen­brief Nr. 8 ******************************
***          Bun­des­weit Aktio­nen gegen die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung!            ***
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Lie­be Mit­strei­te­rIn­nen gegen die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung,

in Baden-Baden, Ber­lin, Frank­furt a.M., Eckern­för­de, Mar­burg, Mün­chen, im Kreis Rhein-Sieg, in Rosen­heim, vor der Auto­bahn­meis­te­rei See­sen, in Stol­pe, in einem Ort in Thü­rin­gen sowie in Wies­ba­den haben Men­schen Aktio­nen durch­ge­führt, um gegen die geplan­te Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung zu pro­tes­tie­ren.
Sie haben Trans­pa­ren­te gehal­ten, Kund­ge­bun­gen abge­hal­ten oder ein­fach und selbst­be­wusst ein Schild in die Kame­ra gehal­ten mit ihrer Bot­schaft:
Kei­ne Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung, kei­ne Grund­ge­setz­än­de­rung!

Hier die Fotos: https://www.gemeingut.org/fotos-vom-bundesweiten-protest-gegen-die-autobahnprivatisierung/

Wei­te­re Aktio­nen sind noch geplant bzw. haben mitt­ler­wei­le viel­leicht schon statt­ge­fun­den: in Cel­le, Dort­mund, Stutt­gart und Tübin­gen.

Unser Ziel ist: Bil­der aus 25 Orten in Deutsch­land bis Diens­tag früh zu bekom­men!

Am Diens­tag wer­den wir in Pots­dam, in einem Pres­se­ge­spräch der Platt­form „Kei­ne Fern­stra­ßen­ge­sell­schaft!“, den Pro­test prä­sen­tie­ren. Das Pres­se­ge­spräch fin­det im Vor­feld des Pots­da­mer Forum von ver­di statt, auf dem im Anschluss mit Ver­tre­tern aus Poli­tik und den Spit­zen der öffent­li­chen Ver­wal­tung das The­ma „Infra­struk­tur“ dis­ku­tiert wird.

Also: Wenn ihr es noch nicht geschafft habt, es ist noch etwas Zeit für euer Foto! Ob allein, zu zweit, zu zehnt – schickt uns das Foto an info@ppp-irrweg.de oder info@gemeingut.org !

Wenn vie­le mit­ma­chen, kön­nen wir es schaf­fen, das The­ma vor der Euro­pa­meis­ter­schaft in die Pres­se zu brin­gen.

Carl Waß­muth, Gemein­gut und attac AG Pri­va­ti­sie­rung

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Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung stop­pen: www.gemeingut.org/spenden

***************************** Kam­pa­gnen­brief Nr. 7 ******************************

***    30. Mai bis 5. Juni: Akti­ons­wo­che gegen die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung    *** *********************************************************************************

Lie­be Mit­strei­te­rIn­nen gegen die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung,

jetzt geht es rich­tig los mit der Aus­ein­an­der­set­zung gegen die Grund­ge­setz­än­de­rung zur Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung! Pünkt­lich zu unse­rer Akti­ons­wo­che bricht ein inner­baye­ri­scher Streit zwi­schen dem bay­ri­schen Ver­kehrs­mi­nis­ter Herr­mann und Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Dob­rindt los. Herr­mann will kei­ne Grund­ge­setz­än­de­rung, und das sagt er auch deut­lich. Es könn­te sein, dass eine ers­te Demo in Mün­chen hier schon Wir­kung zeigt! Für uns bedeu­tet das: los­le­gen! Man muss uns sehen, nur das bewirkt etwas. Nach­fol­gend dazu Infos und Hin­wei­se.

** Akti­ons­wo­che 30. Mai bis 5. Juni **

* was ihr min­des­tens machen soll­tet

Macht euch ein klei­nes Schild. Es muss nicht grö­ßer als DIN A 3 sein, zur Not geht auch DIN A 4. Nutzt dazu unse­re Druck­vor­la­gen oder malt es selbst. Schreibt dar­auf: „Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung stop­pen!“ und/oder „Kei­ne Ände­rung GG § 90!“ Stellt euch irgend­wo im öffent­li­chen Raum auf. Lasst euch foto­gra­fie­ren. Schickt uns das Foto (und die Stadt/die gemeinde/die Auto­bahn), in der es gemacht wur­de.

* was ihr auch machen könnt

  • Wenn ihr ein Auto habt: Hängt das Schild innen/hinten ins Fens­ter – und foto­gra­fiert es und schickt es uns an info@gemeingut.org
  • Wenn ihr ein Fahr­rad habt: Hängt das Schild seit­lich vors Hin­ter­rad oder an Fahr­rad­ta­sche oder Fahr­rad­korb – und foto­gra­fiert es und schickt es uns
  • Wenn ihr in einem Haus wohnt: Hängt das Schild ins Fens­ter oder an außen an die Haus­tür – und foto­gra­fiert es und schickt es uns

* wer macht wann wo was

  • Ber­lin: 31. Mai, 11:45 h, Akti­on von GiB zum Son­der­tref­fen der Minis­ter­prä­si­den­ten, Bre­mer Lan­des­ver­tre­tung, Hiro­shi­ma­stra­ße 24
  • Lübeck: 5. Juni: Akti­on von ver­di mit Unter­stüt­zung von attac Lübeck, Ort: ver­mut­lich Bür­ger­haus, nähe­re Infos unter schumacher@verdi.de Anlaß: Tref­fen der CDU-Spit­zen bei der bun­des­wei­te Ver­kehrs­kon­fe­renz der CDU
  • Pots­dam: 7./8. Juni: Pots­da­mer Forum von ver­di, The­ma: Infra­struk­tur, mit Sig­mar Gabri­el
  • Ber­lin: 16./17. Juni: Minis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz

* Die Druck­vor­la­gen für die Schil­der und Pla­ka­te sind da! Hier fin­det ihr Datei­en zum Sel­ber­aus­dru­cken, sel­be­r­aus­ma­len oder für den Aus­druck im Copy-Shop eures Ver­trau­ens. * Ver­brei­tung über web­sei­te der „Akti­ons­ta­ge Nach­hal­tig­keit“ Wenn ihr eure Akti­on ver­brei­ten wollt, könnt ihr dazu auch die „Deut­schen Akti­ons­ta­ge Nach­hal­tig­keit“ des Rats für Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung nut­zen, die zufäl­lig im glei­chen Zeit­raum statt­fin­den ;-) http://www.aktionstage-nachhaltigkeit.de/mitmachen.html. Wir fin­den, es ist öko­lo­gisch nach­hal­tig, die Auto­bah­nen nicht zu pri­va­ti­sie­ren und damit die Mög­lich­keit für eine Ver­kehrs­wen­de wei­ter offen zu hal­ten.

** Ermu­ti­gen­des **

* ers­te Demo gegen die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung In Mün­chen gab es die ers­te Demo gegen die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung! Über 150 Men­schen waren dort, das baye­ri­sche Fern­se­hen hat berich­tet. Mehr Infos hier: https://www.gemeingut.org/bundesweiter-protest-gegen-die-autobahnprivatisierung-und-grundgesetzaenderung-kundegebung-in-muenchen/

* Platt­form gegen eine Fern­stra­ßen­ge­sell­schaft wächst wei­ter Die Platt­form wächst! Mit­glie­der waren bis Ende letz­ter Woche schon:

  • Attac Deutsch­land
  • Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB)
  • Natur­freun­de Deutsch­land
  • Ver­band der Stra­ßen­wär­ter VdS­tra
  • Was­ser­tisch Ber­lin

Der Platt­form sind nun die­se Woche bei­getre­ten:

  • Bahn­ex­per­ten­grup­pe „Bür­ger­bahn statt Bör­sen­bahn“ (BsB)
  • Robin Wood
  • ver.di

Damit ent­wi­ckelt sich die Platt­form zu einem wirk­lich schlag­kräf­ti­gen Bünd­nis!

Zusam­men sind wir mehr als die Sum­me der Ein­zel­nen, fin­det, für das Kam­pagn­en­team:

Carl Waß­muth, Gemein­gut und attac AG Pri­va­ti­sie­rung

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** Mini-Pres­se­schau **

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Kam­pa­gnen­brief Nr. 6 “Gemein­gü­ter schüt­zen — Pri­va­ti­sie­rung im Bun­des­fern­stra­ßen­bau ver­hin­dern!”, 22.05.2016
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Lie­be Mit­strei­te­rIn­nen gegen die Pri­va­ti­sie­rung der Auto­bah­nen,

die Minis­ter­prä­si­den­ten sind etwas aus dem Rhyth­mus. Auf der letz­ten Sit­zung ging es nur um das EEG. Ob die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung am 31.5. The­ma sein wird, ist noch unklar. Sicher ist aber wei­ter­hin: Die Bun­des­re­gie­rung will noch vor der Som­mer­pau­se eine Ent­schei­dung erzwin­gen — auf wel­cher Ebe­ne auch immer.

Das Pro­to­koll der Bun­des­tags­an­hö­rung vom 13.4.16 ist da, es ist in die­ser Hin­sicht sehr auf­schluss­reich. Ins­be­son­de­re die Aus­sa­gen der Bun­des­re­gie­rung am Ende bele­gen den her­ge­stell­ten Zusam­men­hang „Flücht­lings­kri­se“ und „Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung“. Zusam­men­ge­fasst steht dort:

1.) “Der Gesetz­ent­wurf zur Grund­ge­setz­än­de­rung ist aus­ge­fer­tigt.”
2.) “Die Län­der wün­schen eine GG-Ände­rung für die schon beschlos­se­nen Gel­der für die Fort­füh­rung der Ent­flech­tungs­mit­tel.”
3.) Die Bun­des­re­gie­rung und die Län­der haben sich im Rah­men des Asyl­kom­pro­mis­ses dar­auf ver­stän­digt, „das Bun­des­pro­gramm der Ent­flech­tungs­mit­tel über 2019 hin­aus fort­zu­füh­ren.“ Die Län­der wün­schen sich für die Fort­füh­rung des Bun­des­pro­gramms und des Län­der­pro­gramms eine Grund­ge­setz­än­de­rung, “die zwin­gend erfor­der­lich ist.”
4.) „do ut des“ – „ich gebe, damit Du gibst“.
5.) “Nun hof­fen wir, dass wir bis zur Som­mer­pau­se die­ses Jah­res die Ver­hand­lun­gen abschlie­ßen kön­nen.”

Der Aus­zug mit dem gan­zen Zitat steht am Ende der mail.

So leicht wol­len wir es ihnen nicht machen. Gut ist: unse­re Akti­ons­wo­che läuft an! Bis­her geplan­te Aktio­nen sind:

  • Bay­ern: Demo gegen Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung!
    Die ver.di-Betriebsgruppe der Auto­bahn­di­rek­ti­on Süd­bay­ern orga­ni­siert eine Demo: Am 24.5.2016, von 8:00 h -8.30 h, Seidl­stra­ße 9, vor der Auto­bahn­di­rek­ti­on Süd­bay­ern. Infos: Wolfgang.Lubrich@verdi.de sowie www.muenchen.verdi.de und www.augsburg.verdi.de — bereits statt­ge­fun­den, mehr Infor­ma­tio­nen dazu hier: www.gemeingut.org/bundesweiter-protest-gegen-die-autobahnprivatisierung-und-grundgesetzaenderung-kundegebung-in-muenchen/
  • Lübeck:  Akti­on zum Tref­fen der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den
    Am 6.6. tref­fen sich die CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den in Lübeck. Ver.di wird vor der Tür des Tref­fens eine Akti­on gegen die Auf­lö­sung der Auf­trags­ver­wal­tung und gegen die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung machen.  Infos: Ant­je Schu­ma­cher-Ber­ge­lin, antje.schumacher@verdi.de
  • Tübin­gen: Ver­an­stal­tung geplant, Refe­ren­tIn gesucht
    Attac Tübin­gen orga­ni­siert eine Ver­an­stal­tung zur Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung. Sie suchen noch eine Refe­ren­tIn aus der Regi­on, die/der den Akti­ven etwas zu dem The­ma erzäh­len kann. Kon­takt: attac-tuebingen@gmx.de
  • Ber­lin: Ober­bür­ger­meis­ter Mül­ler soll Stel­lung bezie­hen
    Von attac Ber­lin sind Brief(e) an den Ober­bür­ger­meis­ter in Vor­be­rei­tung. Hin­ter­grund: Die Ber­li­ner CDU ver­zö­gert einen Antrag gegen die Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft, den die SPD schon seit März in die Koali­ti­on ein­ge­bracht hat­te.

Macht auch mit! Schickt uns eure Akti­ons­ter­mi­ne und -plä­ne — wir wer­den sie bewer­ben, damit auch ande­re zu euch sto­ßen kön­nen.

Für das Kam­pagn­en­team:

Carl Waß­muth, Gemein­gut und attac AG Pri­va­ti­sie­rung

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Ter­mi­ne

24. Mai, Demo gegen Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung, 8:00 h — 8.30 h, Seidl­stra­ße 9, vor der Auto­bahn­di­rek­ti­on Süd­bay­ern

30. Mai bis 5. Juni: Akti­ons­wo­che gegen die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung

31. Mai, Son­der­tref­fen der Minis­ter­prä­si­den­ten

1. Juni, Tagung „Reform­mo­del­le für die Orga­ni­sa­ti­on und Finan­zie­rung der Bun­des­fern­stra­ßen“, TU Ber­lin, Anmel­dung unter: sk@wip.tu-berlin.de, Teil­nah­me­ge­bühr 50 €.

5./6. Juni: Bun­des­wei­te Ver­kehrs­kon­fe­renz der CDU in Schles­wig-Hol­stein

7./8. Juni: Pots­da­mer Forum, The­ma: Infra­struk­tur, mit Sig­mar Gabri­el

16./17. Juni: Minis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz

Mate­ria­li­en

Pro­to­koll der Bun­des­tags­an­hö­rung vom 13.4.16: https://www.bundestag.de/blob/422722/0c8b4c3b43bd68ce09802d9628798c99/064_protokoll-data.pdf

Blog­roll der Kam­pa­gne gegen Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung https://www.gemeingut.org/category/gg-aenderung/

Alle Kam­pa­gnen­brie­fe: https://www.gemeingut.org/kampagnenbriefe-zur-autobahnprivatisierung-neueste-infos-naechste-termine-und-aktionsideen/

Die ASFI­NAG – ein Vor­bild für die deut­sche Auto­bahn­ver­wal­tung?: https://www.gemeingut.org/die-asfinag-ein-vorbild-fuer-die-deutsche-autobahnverwaltung/ (8 Sei­ten)

Schrift­li­che Stel­lung­nah­me zur Bun­des­tags­an­hö­rung April 2016 https://www.gemeingut.org/schriftliche-stellungnahme-zur-bundestagsanhoerung-april-2016/ (16 Sei­ten)

Stu­die zu Pri­va­ti­sie­rung der Auto­bah­nen: https://www.gemeingut.org/studie-zu-privatisierung-der-daseinsvorsorge-in-deutschland-vorgestellt/ (104 Sei­ten)

Brief­vor­la­gen und e-mail­vor­la­gen an Land­tags­ab­ge­ord­ne­te (.doc): https://www.gemeingut.org/wp-content/uploads/2016/05/2016–04 27_Briefvorlage_Abgeordnete.doc

Brief­vor­la­gen und e-mail­vor­la­gen an Land­tags­ab­ge­ord­ne­te (.odt): https://www.gemeingut.org/wp-content/uploads/2016/05/2016–04-27_Briefvorlage_Abgeordnete.odt

Beschlüs­se der Lan­des­par­la­men­te Bay­ern, Baden-Würt­tem­berg, Bran­den­burg, Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Nord­rhein-West­fa­len, Nie­der­sach­sen und
Sach­sen-Anhalt: https://www.gemeingut.org/wp-content/uploads/2016/05/2016–04-26_L%C3%A4nder_Beschlussfassungen_Auftragsverwaltung.pdf

Aus dem Pro­to­koll der Bun­des­tags­an­hö­rung vom 13.4.16:

PSts Enak Fer­le­mann (BMVI): Der Gesetz­ent­wurf zur Grund­ge­setz­än­de­rung ist aus­ge­fer­tigt und der Gesetz­ent­wurf zum Gesell­schafts­grün­dungs­ge­setz ist in Bear­bei­tung. Die Feder­füh­rung für die­se Geset­ze hat das BMVI. Zur Lage: Die Fra­ge der Auf­set­zung des Gesetz­ent­wurfs ist Bestand­teil der Bund-Län­der-Ver­hand­lun­gen zur Finan­zie­rung der Bund-Län­der-Kom­mu­nen ab 2019 und wird in die­sem Rah­men auch von den Minis­ter­prä­si­den­ten mit der Bun­des­re­gie­rung bera­ten. Und weil dies vor­hin Gegen­stand der Dis­kus­si­on war, will ich Fol­gen­des erwäh­nen: Die Län­der sind hier eng ein­ge­bun­den, weil wir für die  Grund­ge­setz­än­de­rung logi­scher­wei­se nicht nur eine Zwei­drit­tel-Mehr­heit im Bun­des­tag, son­dern auch im Bun­des­rat brau­chen und es mit­hin klug ist, die Län­der in die­se Ver­hand­lung ein­zu­be­zie­hen.
Das gilt auch des­halb, weil bei der Grund­ge­setz­än­de­rung die Län­der an uns auch einen Grund­ge­setz­än­de­rungs­wunsch haben. Der betrifft die schon beschlos­se­nen Gel­der für die Fort­füh­rung der Ent­flech­tungs­mit­tel. Was das Bun­des­pro­gramm angeht, haben sich die Bun­des­re­gie­rung und die Län­der im Rah­men des Asyl­kom­pro­mis­ses dar­auf ver­stän­digt, die­ses Pro­gramm über 2019 hin­aus fort­zu­füh­ren. Das Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um hat ein gro­ßes Inter­es­se dar­an, dies mög­lichst bald abzu­schlie­ßen. Denn wir haben vie­le Pro­jek­te, die auf die­se Finan­zie­rungs­zu­sa­ge war­ten, damit wir sie im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes aufs Gleis set­zen kön­nen. Es gibt eine Dis­kus­si­on über das Län­der­pro­gramm. Es gibt auch Län­der, die wün­schen
sich das Län­der­pro­gramm. Das ist damals nicht beschlos­sen wor­den, ent­ge­gen allen media­len Ver­öf­fent­li­chun­gen. Auch dar­über wird in die­ser
Kom­mis­si­on ver­han­delt. Da Sie alle Poli­ti­ker sind, wis­sen Sie um die Berech­ti­gung des alten Latei­ner-Sprich­worts „do ut des“ – „ich gebe, damit Du gibst“. Die Län­der wün­schen sich für die Fort­füh­rung des Bun­des­pro­gramms und des Län­der­pro­gramms eine Grund­ge­setz­än­de­rung, die
zwin­gend erfor­der­lich ist. Das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um, das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um und das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um wün­schen
eine Grund­ge­setz­än­de­rung zur Errich­tung einer Bun­des­au­to­bahn­ge­sell­schaft. Nun muss man abwar­ten, was dort her­aus kommt. Wir hät­ten ger­ne gehabt, dass die­se Ver­hand­lun­gen schon Ende letz­ten Jah­res abge­schlos­sen wor­den wären. Des­we­gen sind wir als BMVI so weit vor­be­rei­tet, wie Sie das von uns zu Recht erwar­ten. Nun hof­fen wir, dass wir bis zur Som­mer­pau­se die­ses Jah­res die Ver­hand­lun­gen abschlie­ßen kön­nen. Sonst wird für ein Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren in die­ser Legis­la­tur­pe­ri­ode – das wir anstre­ben, für die Grund­ge­setz­än­de­rung und auch für die Gesell­schafts­grün­dung brau­chen wir ein Gesetz – die Zeit knapp. Wir möch­ten das in die­ser Legis­la­tur­pe­ri­ode abschlie­ßen, damit dies in der nächs­ten Legis­la­tur­pe­ri­ode – in wel­cher Aus­schuss für Ver­kehr und digi­ta­le Infra­struk­tur poli­ti­schen Kon­stel­la­ti­on auch immer – umge­setzt wer­den kann. Wir den­ken, dass wir das „Scharf­schal­ten“ der Gesell­schaft bis etwa 2020 schaf­fen kön­nen, sodass wir ab dann ab die­sem Zeit­punkt in den neu­en Struk­tu­ren arbei­ten kön­nen – ein­schließ­lich einer Ver­mö­gens­bi­lanz und damit auch aus­ge­wie­se­ner Abschrei­bun­gen der Unter­hal­tungs­not­wen­dig­kei­ten – und viel­leicht eine Leis­tungs- und Finan­zie­rungs­ver­ein­ba­rung haben und unser Auto­bahn­we­sen mus­ter­gül­tig vor­an­brin­gen kön­nen.”

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Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung stop­pen: www.gemeingut.org/spenden
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Kam­pa­gnen­brief Nr. 5 “Gemein­gü­ter schüt­zen — Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung ver­hin­dern!”, 13.05.2016

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Lie­be Mit­strei­te­rIn­nen gegen die Pri­va­ti­sie­rung im Ver­kehrs­sek­tor,

ges­tern tag­ten die Minis­ter­pä­si­den­tIn­nen der Bun­des­län­der mit Ange­la Mer­kel und Sig­mar Gabri­el. Die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung wur­de offen­bar nicht behan­delt. Dafür wur­de für den 31. Mai eine Son­der­sit­zung anbe­raumt. Es ist zu ver­mu­ten, dass dort der „gor­di­sche Kno­ten Bund-Län­der-Finanz­aus­gleich“ durch­schla­gen wer­den soll. Die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung samt zuge­hö­ri­ger Grund­ge­setz­än­de­rung sind ein wich­ti­ger Punkt, den die Bun­des­re­gie­rung – ins­be­son­de­re die Minis­ter Dob­rindt, Schäub­le, Gabri­el — im Gesamt­pa­ket drin haben will.

Das Vor­ge­hen ist aus demo­kra­ti­scher Sicht höchst frag­wür­dig: Bis Anfang Juli soll die Grund­ge­setz­än­de­rung in Sack und Tüten sein – so die Ankün­di­gung von Staats­e­kre­tär Fer­le­mann in einer Anhö­rung. Bis­lang liegt ein Gesetz­ent­wurf jedoch nicht vor. Eine Debat­te über die Grund­ge­setz­än­de­rung soll offen­sicht­lich ver­mie­den wer­den. Ange­la Mer­kel und die Minis­ter­prä­si­den­tIn­nen wer­den wohl mit der Ver­öf­fent­li­chung das Gan­ze als „beschlos­sen“ ver­kün­den und dann die Abge­ord­ne­ten und die Ver­tre­te­rIn­nen der Län­der im Bun­des­rat unter Druck setz­ten: „Ihr wollt doch wohl nicht die­sen Kon­sens kip­pen ?!?“

Wir fin­den: Es ist an der Zeit, die­sen Skan­dal öffent­lich zu machen. Macht mit! Z.B. bei unse­rer Akti­ons­wo­che.

Ihr fin­det in die­sem Kam­pa­gnen­brief:

  • Akti­ons­wo­che!
  • Wie kann man mit­ma­chen?
  • Bonus­punk­te
  • Platt­form gegen Fern­stra­ßen­ge­sell­schaft gegrün­det
  • Ter­mi­ne
  • Mate­ria­li­en

Viel Spaß beim Lesen!   Für das Kam­pagn­en­team:

Carl Waß­muth, Gemein­gut und attac AG Pri­va­ti­sie­rung

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Akti­ons­wo­che!

Vom 30. Mai bis zum 5. Juni wol­len wir in zahl­rei­chen Städ­ten Deutsch­lands ins Bild set­zen, dass eine absur­de, gemein­wohl­schäd­li­che Sache im Gan­ge ist – und dass es Wider­stand dage­gen gibt.

Wie kann man mit­ma­chen?

Mit­ma­chen ist ganz ein­fach:

- Geht wäh­rend der Akti­ons­wo­che zu einem signi­fi­kan­ten Gebäu­de bei euch vor Ort.

- Hal­tet ein Pla­kat mit eurer Bot­schaft in die Höhe.

- Macht Fotos von euch.

- Schickt uns die Fotos.

 

Zu den Orten: Gut sind Rat­häu­ser, Land­ta­ge, Amt­sitz des/der Minis­ter­prä­si­den­tIn, Bau­denk­mä­ler. Und natür­lich Auto­bahn­schil­der und Auto­bahn­brü­cken.

Zu den Pla­ka­ten: Wir wer­den noch Pla­kat­vor­la­gen sen­den (zum Sel­ber­aus­dru­cken auf dem A4-Dru­cker). Dar­un­ter wird ein wie­der­erkenn­ba­res Motiv sein (STOP-Schild mit unse­rer For­de­rung), das ihr in jedem Fall mit­neh­men soll­tet. So wer­den die ver­schie­de­nen Aktio­nen als gemein­sam wahr­ge­nom­men.

Wenn vie­le von euch die­se vier Schrit­te machen, kann die Akti­on Erfolg haben: Rat­haus – ihr mit Pla­kat – Fotos machen – Fotos schi­cken.

 

Bonus­punk­te

Damit könnt ihr eure Akti­on in der Wir­kung noch erhö­hen:

- Ihr ladet die Lokal­pres­se zu eurem Ter­min ein.

- Ihr ver­teilt vor Ort Info­blät­ter (hier zum down­load).

- Ihr pos­tet die Fotos in sozia­len Medi­en (#Gemein­gu­t­org, #Grund­ge­setz, #Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung, #ÖPP, facebook.com/gemeingut, …).

- Ihr ver­ab­re­det euch mit einem Abge­ord­ne­ten zu einer Über­ga­be von For­de­run­gen „Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung stop­pen, kei­ne Grund­ge­setz­än­de­rung“. Hier geht es zu einer Vor­la­ge für Tref­fen mit MdBs.

- Ihr bit­tet euren Minis­ter­prä­si­den­ten / eure Minis­ter­prä­si­den­tin um einen Über­ga­be­ter­min. Hier eine Vor­la­ge für ein Schrei­ben.

Ein Bit­te: Wir wür­den gern sicher gehen, dass in jedem Bun­des­land eine Akti­on statt­fin­det. Gebt uns doch kurz Bescheid, wenn ihr etwas plant. Schreibt uns an info@gemeingut.org

 

Platt­form gegen Fern­stra­ßen­ge­sell­schaft gegrün­det

Am Mitt­woch abend tra­fen sich zahl­rei­che Ertstun­ter­zeich­ne­rIn­nen des Auf­rufs „kei­ne Fern­stra­ßen­ge­sell­schaft“ mit Ver­tre­tern von ver­schie­de­nen Orga­ni­sa­tio­nen in Ber­lin. Sie grün­de­ten die „Platt­form gegen eine Fern­stra­ßen­ge­sell­schaft“. Die ers­ten Mit­glieds­or­ga­ni­sa­tio­nen sind: Attac, Ber­li­ner Was­ser­tisch, GiB, Natur­freun­de Deutsch­lands, Ver­band Deut­scher Stra­ßen­wär­ter (VDS­tra). Wei­te­re Orga­ni­sa­tio­nen prü­fen noch, ob sie dem Bünd­nis bei­tre­ten. Für die Start­pha­se wird GiB die Trä­ger­schaft des Bünd­nis­ses über­neh­men. Ers­tes Ziel des Bünd­nis­ses ist, die geplan­te Grund­ge­setz­än­de­rung zu ver­hin­dern. Wenn ihr als Orga­ni­sa­ti­on bei­tre­ten wollt, schreibt eine mail an: info@gemeingut.org

 

Ter­mi­ne

  • 30. Mai bis 5. Juni: Akti­ons­wo­che gegen die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung
  • 31. Mai, Son­der­tref­fen der Minis­ter­prä­si­den­ten
  • 1. Juni, Tagung „Reform­mo­del­le für die Orga­ni­sa­ti­on und Finan­zie­rung der Bun­des­fern­stra­ßen“, TU Ber­lin, Anmel­dung unter: sk@wip.tu-berlin.de, Teil­nah­me­ge­bühr 50 €.
  • 5./6. Juni: Bun­des­wei­te Ver­kehrs­kon­fe­renz der CDU in Schles­wig-Hol­stein
  • 7./8. Juni: Pots­da­mer Forum, The­ma: Infra­struk­tur, mit Sig­mar Gabri­el

 

Mate­ria­li­en

Blog­roll der Kam­pa­gne gegen Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung

Alle Kam­pa­gnen­brie­fe

Die ASFI­NAG – ein Vor­bild für die deut­sche Auto­bahn­ver­wal­tung? (8 Sei­ten)

Schrift­li­che Stel­lung­nah­me zur Bun­des­tags­an­hö­rung April 2016 (16 Sei­ten)

Stu­die zu Pri­va­ti­sie­rung der Auto­bah­nen (104 Sei­ten)

Brief­vor­la­gen und e-mail­vor­la­gen an Land­tags­ab­ge­ord­ne­te (.doc)

Brief­vor­la­gen und e-mail­vor­la­gen an Land­tags­ab­ge­ord­ne­te (.odt)

Beschlüs­se der Lan­des­par­la­men­te Bay­ern, Baden-Würt­tem­berg, Bran­den­burg, Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Nord­rhein-West­fa­len, Nie­der­sach­sen und Sach­sen-Anhalt 

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Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung stop­pen: www.gemeingut.org/spenden

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Kam­pa­gnen­brief Nr. 4 “Gemein­gü­ter schüt­zen — Pri­va­ti­sie­rung im Bun­des­fern­stra­ßen­bau ver­hin­dern!”, 05.05.2016

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Lie­be Mit­strei­te­rIn­nen gegen die Pri­va­ti­sie­rung im Ver­kehrs­sek­tor,

die Aus­ein­an­der­set­zung um die geplan­te Grund­ge­setz­än­de­rung ist in die hei­ße Pha­se getre­ten. Am 22. April hat­ten sich die Minis­ter­prä­si­den­ten mit der Kanz­le­rin getrof­fen. Im Rah­men der Bund-Län­der-Finanz­aus­gleichs­ver­hand­lun­gen soll­te den Län­dern dabei auch die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung auf­ge­zwun­gen wer­den. Bei die­sem Tref­fen gab es noch kei­ne Eini­gung. Das nächs­te Tref­fen ist jedoch schon am 12. Mai!

Über den Bun­des­tag soll­ten wir uns kei­ne Illu­sio­nen machen: Die gro­ße Koali­ti­on hat dort 80 Pro­zent der Stim­men. Die letz­te gro­ße Koali­ti­on hat uns per Grund­ge­setz­än­de­rung die Schul­den­brem­se beschert. Der aktu­el­le Bun­des­tag wird auch die Auto­bahn-Grund­ge­setz­än­de­rung ver­ab­schie­den. Wir zie­len mit unse­rem Wider­stand daher von vor­ne­her­ein auf den Bun­des­rat, in die­sem Fall auf die Bun­des­rats­sit­zung am 8. Juli. Das ist die letz­te Sit­zung des Bun­des­rats vor der Som­mer­pau­se.

Zwei-Drit­tel-Mehr­heit im Bun­des­rat ver­hin­dern

Eini­ge wich­ti­ge Zah­len: Im Bun­des­rat gibt es 69 Stim­men. Für eine Zwei-Drit­tel-Mehr­heit benö­tigt man also 46 Stim­men. Um eine Zwei-Drit­tel-Mehr­heit zu blo­ckie­ren, benö­tigt man 24 Stim­men. Bis­her haben fol­gen­de Land­ta­ge Beschlüs­se zum Erhalt der Auf­trags­ver­wal­tung gefasst: Baden-Würt­tem­berg (6 Stim­men im Bun­des­rat), Bay­ern (6), Bran­den­burg (4), Meck­len­burg-Vor­pom­mern (3), Nie­der­sach­sen (6), Nord­rhein-West­fa­len (6) und Sach­sen-Anhalt (4). Das allein sind zusam­men schon 35 Stim­men! Dazu kommt ver­mut­lich Thü­rin­gen mit 4 Stim­men. Ent­schei­dend wird also sein, die Lan­des­re­gie­rung dazu zu brin­gen, sich an die Beschlüs­se ihrer Par­la­men­te zu hal­ten! In die­ser Hin­sicht ist es im Moment wich­tig, vie­le Abge­ord­ne­te in den Län­dern anzu­schrei­ben und auf­zu­for­dern, die Grund­ge­setz­än­de­rung öffent­lich abzu­leh­nen. (Wenn ihr das macht, sen­det uns mög­lichst Kopi­en eurer Schrei­ben, damit wir sie auch ande­ren zur Kennt­nis geben kön­nen.)

Den engen Zeit­plan skan­da­li­sie­ren

Vor der Som­mer­pau­se“ soll das Gan­ze noch durch­ge­bracht wer­den, sag­te Staats­se­kre­tär Fer­le­mann im Bun­des­tag. Was heißt das kon­kret? Der erhoff­te Fahr­plan von Schäub­le, Gabri­el und Dob­rindt wäre dem­nach fol­gen­der:

- 12. Mai: Mer­kel und die Minis­ter­prä­si­den­ten eini­gen sich am.

- Die Län­der bekom­men eine Grund­ge­setz­än­de­rung, die ihnen mehr Geld und die Ein­hal­tung der Schul­den­brem­se 2020 ver­schafft. Der Bund bekommt die Grund­ge­setz­än­de­rung für die Abschaf­fung der Auf­trags­ver­wal­tung der Län­der, d.h. die Lizenz zur Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung.

- Bis Ende Mai: Kabi­nett ver­ab­schie­det die Grundgesetzänderung(en)

- Juni und 8. Juni: Bun­des­tag debat­tiert die Grundgesetzänderung(en) par­al­lel in den Aus­schüs­sen Wirt­schaft, Finan­zen und Ver­kehr

- 10. Juni: Ers­te Lesung im Bun­des­tag

- 17. Juni: Bun­des­rat debat­tiert die GG-Ände­rung

- 22. Juni: noch­mal die Bun­des­tags-Aus­schüs­se für even­tu­el­le Ände­rungs­an­trä­ge

- 24. Juni: Zwei­te und drit­te Lesung: Bun­des­tag ver­ab­schie­det die GG-Ände­rung

- 8. Juli: Bun­des­rat ver­ab­schie­det die GG-Ände­rung

Das gan­ze wäre frag­los ein gran­di­os unde­mo­kra­ti­scher Schweins­ga­lopp. Für uns kommt es mit Blick auf Bun­des­tag und Bun­des­rat auch dar­auf an, den gesam­ten Pro­zess zu ver­zö­gern. Wird der Ent­wurf von den Län­dern nicht am 8. Juli ver­ab­schie­det, ist die nächs­te regu­lä­re Bun­des­rats-Sit­zung erst am 23. Sep­tem­ber, wir wür­den also zwei­ein­halb Mona­te gewin­nen. Je län­ger es dau­ert, des­to mehr Wider­stand lässt sich mobi­li­sie­ren. In die­sem Sin­ne: Schreibt Brie­fe und E-Mails, ver­an­stal­tet Tref­fen zum The­ma, baut den Druck auf!

Kam­pag­n­en­tref­fen am 11.05. 14:00 h – 17:00 h im GiB-Büro

Die „Platt­form gegen eine Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft“ wird sich kom­men­den Mitt­woch ab 18:00 h for­mell als Bünd­nis kon­sti­tu­ie­ren. Attac und GiB sind eben­falls dort Mit­glied. Wir wol­len im Vor­feld bespre­chen, wie wir uns in das Bünd­nis ein­brin­gen kön­nen, aber auch, wel­che eige­nen Aktio­nen wir noch unter­neh­men kön­nen. Wenn ihr kom­men könnt, schickt uns eine kur­ze mail, damit wir wis­sen, wie­vie­le wir sein wer­den.

Für das Kam­pagn­en­team:

Carl Waß­muth,

Gemein­gut und attac AG Pri­va­ti­sie­rung

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Ter­mi­ne

11. Mai, 14:00 h, Kam­pag­n­en­tref­fen im GiB-Büro, Wei­den­weg 37, 10249 Ber­lin, Anmel­dung unter: Carl@gemeingut.org

1. Juni, Tagung „Reform­mo­del­le für die Orga­ni­sa­ti­on und Finan­zie­rung der Bun­des­fern­stra­ßen“, TU Ber­lin, Anmel­dung unter: sk@wip.tu-berlin.de, Teil­nah­me­ge­bühr 50 €.

Mini-Pres­se­schau

Nicht brand­neu, aber ent­lar­vend ist die­ses Video aus der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz: https://www.youtube.com/watch?v=E2fm_IXOgIg [1]

Ganz offen wird über den Deal mit Grund­ge­setz­pa­ra­gra­phen im Tages­spie­gel berich­tet: http://www.tagesspiegel.de/politik/streit-um-finanzausgleich-anderer-weg-gleiches-ergebnis/13517672.html [2]

Ein Aus­zug: “Bleibt noch die For­de­rung des Bun­des [im Zuge der Bund-Län­der-Finanz­aus­gleichs­ver­hand­lun­gen] nach einer Bun­des­au­to­bahn­ge­sell­schaft. Die hat Schäub­le ulti­ma­tiv mit einem Ent­ge­gen­kom­men beim Finanz­aus­gleich ver­knüpft. Der Bund möch­te gern die Auto­bah­nen selbst bau­en und unter­hal­ten, bis­lang tun das die Län­der im Auf­trag des Bun­des mit des­sen Geld. In einer Bun­des­au­to­bahn­ge­sell­schaft könn­te aber auch die Finan­zie­rung der Bun­des­fern­stra­ßen gebün­delt wer­den, eine Art Neben­haus­halt, in den zu den regu­lä­ren Haus­halts­mit­teln auch pri­va­te Gel­der und nicht zuletzt die Maut­ein­nah­men kom­men könn­ten. Das Pro­jekt wird auch von Wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Gabri­el und Ver­kehrs­mi­nis­ter Alex­an­der Dob­rindt unter­stützt. Die Län­der hät­ten nichts gegen eine Finan­zie­rungs­ge­sell­schaft auf Bun­des­ebe­ne, aber die Stra­ßen­bau­pla­nung und -ver­wal­tung wol­len sie nicht abge­ben, weil sie dar­in eher Nach­tei­le sehen. Ein Kom­pro­miss­mo­dell der Län­der­ver­kehrs­mi­nis­ter liegt auf dem Tisch. In den Län­dern setzt man noch immer auf eine Eini­gung beim Finanz­aus­gleich. Mit dem Modell der Minis­ter­prä­si­den­ten bestehe „eine gute Chan­ce, die Schul­den­re­gel ab 2020 ein­zu­hal­ten ohne unver­träg­li­che Kahl­schlä­ge“, sagt der nie­der­säch­si­sche Finanz­mi­nis­ter Peter-Jür­gen Schnei­der (SPD). Bei einer finanz­po­li­ti­schen Ver­an­stal­tung vor eini­gen Tagen in Ber­lin sag­te er mit Blick dar­auf, dass die Neu­re­ge­lung auf Basis des Län­der­vor­schlags eine Grund­ge­setz­än­de­rung not­wen­dig macht: „Wer halb­wegs bei Trost ist, der been­det die Gesprä­che beim Finanz­aus­gleich jetzt zügig vor der Wahl 2017, denn wel­che Mehr­hei­ten der Bun­des­tag dann hat, ist unklar.“

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Links:

[1] https://www.youtube.com/watch?v=E2fm_IXOgIg

[2] http://www.tagesspiegel.de/politik/streit-um-finanzausgleich-anderer-weg-gleiches-ergebnis/13517672.html [3] https://www.gemeingut.org/spenden

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Gemein­gü­ter schüt­zen – mit Ihrer Spen­de: www.gemeingut.org/spenden

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Kam­pa­gnen­brief Nr. 3 “Gemein­gü­ter schüt­zen — Pri­va­ti­sie­rung im Bun­des­fern­stra­ßen­bau ver­hin­dern!”, 27.04.2016

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Lie­be Mit­strei­te­rIn­nen gegen die Pri­va­ti­sie­rung,

seit der Bun­des­tags­an­hö­rung zur Fern­stra­ßen­ge­sell­schaft vom 13.4. wis­sen wir:

Die Bun­des­re­gie­rung will das Grund­ge­setz ändern, um Pri­va­ti­sie­rung zu ermög­li­chen, und vor allem: Der zuge­hö­ri­ge Ent­wurf liegt schon fer­tig in der Schub­la­de. Die­se Ände­rung soll nun noch vor der Som­mer­pau­se durch­ge­peitscht wer­den.

Wie genau die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung dann ablau­fen soll, wird danach dis­ku­tiert. Das soll wohl einer (Privatisierungs-)Debatte die Spit­ze bre­chen. Beson­ders infam ist die Ver­knüp­fung mit den For­de­run­gen der Län­der in der Unter­stüt­zung der Flücht­lings­un­ter­brin­gung. Dazu ist even­tu­ell auch eine GG-Ände­rung nötig – die der Bund nur gewährt, wenn die Län­der der GG-Ände­rung zur Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung zustim­men.

Auf dem Tref­fen der Minis­ter­prä­si­den­ten mit Ange­la Mer­kel am ver­gan­ge­nen Frei­tag gab es dazu noch kei­ne Eini­gung, aber das nächs­te Tref­fen ist schon am 12. Mai. Von dort aus könn­te ver­kün­det wer­den: „Finan­zie­rung Flücht­lings­un­ter­brin­gung gesi­chert! (+ klei­ne tech­ni­sche Ände­rung im Bereich der Auto­bahn­ver­wal­tung)”.

Was wir pla­nen und was ihr kon­kret tun könnt:

Ande­re infor­mie­ren, Abge­ord­ne­te anschrei­ben, den dezen­tra­len Akti­ons­tag mit­or­ga­ni­sie­ren

Attac und GiB hat­ten bereits ver­gan­ge­nen Okto­ber beschlos­sen, zu ver­su­chen, das Pri­va­ti­sie­rungs­vor­ha­ben in einer eige­nen Kam­pa­gne zu ver­hin­dern. Die­se Kam­pa­gne soll nun in die Grup­pen getra­gen wer­den. Die zen­tra­len Kam­pa­gnen­zie­le sind:

  1. Die GG-Ände­rung im Bun­des­RAT ver­hin­dern.
  2. Die GG-Ände­rung im Bun­des­TAG (und evtl. mit­hil­fe des Euro­pa­par­la­ments) ver­zö­gern.

Für die Ver­hin­de­rung im Bun­des­rat wol­len wir eine Brief­ak­ti­on an Land­tags­ab­ge­ord­ne­te star­ten. Dafür ent­wi­ckeln wir gera­de eine Brief­vor­la­ge und einen Kurz-Fly­er. Für den 1. Juni pla­nen wir einen dezen­tra­len Akti­ons­tag.

Ab jetzt kön­nen (und soll­ten) wir Fra­gen auf abgeordnetenwatch.de star­ten: Ein­fach die Web-Adres­se ein­ge­ben und los­tip­pen. Damit sehen die MdLs schnell, dass das The­ma ihre Wäh­le­rIn­nen auf­regt, auch wenn sie sich sicher Zeit las­sen wer­den mit den Ant­wor­ten.

Setzt das The­ma für euer nächs­tes oder über­nächs­tes Grup­pen­tref­fen an! Poli­tisch Akti­ve haben zumeist zu Recht das Bedürf­nis, über die Fra­gen erst zu dis­ku­tie­ren, bevor sie aktiv wer­den — auch wenn sie dann spä­ter auch allein aktiv wer­den kön­nen (z.B. mit einem Brief, einer E-Mail oder über abge­ord­ne­ten­watch). Zudem benö­ti­gen gemein­sa­me Aktio­nen (Info-Stän­de, Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung, Teil­nah­me am Akti­ons­tag am 1. Juni) etwas Vor­lauf, sie soll­ten wenn irgend mög­lich bald von euren Grup­pen beschlos­sen wer­den.

Zur Abstim­mung fin­den Tele­fon­kon­fe­ren­zen statt: mitt­woch­abends alle 2 Wochen, die nächs­te ist heu­te (sie­he geson­der­te Ein­la­dung). Der sons­ti­ge Aus­tausch läuft über die Lis­te ppp@listen.attac.de.

Platt­form gegen eine Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft”

Ende Febru­ar hat­ten wir die Platt­form gegrün­det, zunächst als Per­so­nen­bünd­nis. Hin­ter­grund war und ist, dass eine GG-Ände­rung ohne Fra­ge ein brei­tes Bünd­nis benö­tigt, um ver­hin­dert zu wer­den. In die­sem Sin­ne lau­fen gera­de Anfra­gen an Orga­ni­sa­tio­nen, die sich bis­her schon gegen eine BFG posi­tio­niert haben, dar­un­ter attac und ver.di. Ein Tref­fen in Ber­lin ist Anfang/Mitte Mai geplant.

Für das Kam­pagn­en­team:

Carl Waß­muth,

Gemein­gut und attac AG Pri­va­ti­sie­rung

Hin­ter­grund­in­fos zum Wei­ter­le­sen

Wir wer­den in den kom­men­den bei­den Wochen zahl­rei­che Infor­ma­tio­nen zu dem The­ma auf­be­rei­ten und rum­schi­cken. Es gibt aber auch bereits eini­ges. Hier vier zur Aus­wahl:

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Gemein­gü­ter schüt­zen – mit Ihrer Spen­de: www.gemeingut.org/spenden

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Kam­pa­gnen­brief zur Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft Nr. 2

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Lie­be Inter­es­sier­te / Akti­ve / Pri­va­ti­sie­rungs­kri­ti­ke­rIn­nen,

in unse­rem heu­ti­gen Kam­pa­gnen­brief neh­men wir uns eine poli­ti­sche Figur vor, die hin­sicht­lich ÖPP einen Schlüs­sel­rol­le in der gegen­wär­ti­gen Poli­tik spielt – Alex­an­der Dob­rindt, CSU, Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter. Dob­rindt ist natür­lich auch eine trei­ben­de Kraft hin­ter der Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft. Aber wie genau?

Im ein­zel­nen infor­mie­ren wir also heu­te …

1. zu einer Aus­ein­an­der­set­zung ‘Dob­rindt vs Bun­des­rech­nungs­hof’

2. zu einem wich­ti­gen Dob­rindt-Papier zur Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft

3. zur Fra­ge, ob Dob­rindt ein ÖPP-Fana­ti­ker ist

4. zum Zusam­men­hang zwi­schen Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft und ÖPP

Los geht’s:

1. Aus­ein­an­der­set­zung Dob­rindt vs Bun­des­rech­nungs­hof

Vor gut einem Jahr – Ende 2014 – leg­te der Bun­des­rech­nungs­hof (BRH) einen Bericht mit ver­nich­ten­dem Urteil zu ÖPP vor. Der BRH spricht von Mehr­kos­ten von 1,9 Mil­li­ar­den bei fünf Auto­bahn-ÖPP-Pro­jek­ten. Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Ver­kehr und digi­ta­le Infra­struk­tur (BMVI) wider­sprach die­sem Bericht – nicht ver­wun­der­lich, schließ­lich ist es Ver­ur­sa­cher der Mehr­kos­ten. Der Rech­nungs­prü­fungs­aus­schuss des Bun­des­ta­ges for­der­te nach die­sem Schlag­ab­tausch einen gemein­sa­men Bericht. Die­ser „gemein­sa­me“ Bericht liegt seit Dezem­ber 2015 vor. Der Bun­des­rech­nungs­hof ist nicht ein­ge­knickt und posi­tio­niert sich noch immer an ent­schei­den­den Stel­len gegen Dob­rindt und sein Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um. Eine aus­führ­li­che Dar­stel­lung der Dif­fe­ren­zen fin­det ihr auf der Gemein­gut-Web­sei­te: www.gemeingut.org/oepp-bleibt-teuer-und-unsicher.

2. Dob­rindt zur Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft

Im Dezem­ber 2015 gab Dob­rindt einen sie­ben­sei­ti­gen Bericht zur Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft Bericht zur Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft her­aus. Die­ses Papier ist hoch­in­ter­es­sant. Zum einen ist es die ers­te offi­zi­el­le Ver­laut­ba­rung der Regie­rung in der Fra­ge Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft. Das Papier soll mit Sch äub­le und Gabri­el abge­stimmt wor­den sein. Vor allem aber ent­hält das Papier schon vie­le Hin­wei­se, wohin die Rei­se gehen soll:

- die Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft soll eine GmbH wer­den, es ist also die for­mel­le Pri­va­ti­sie­rung des Bereichs vor­ge­se­hen,

- das Grund­ge­setz muss geän­dert wer­den,

- die Netz­be­wirt­schaf­tung soll nach betriebs­wirt­schaft­li­chen Grund­sät­zen erfol­gen

- dafür soll die neue GmbH „not­wen­di­ge Ent­schei­dungs­spiel­räu­me“ erhal­ten,

- die neue GmbH soll selbst ÖPPs machen dür­fen

- die neue GmbH soll selbst Kre­di­te auf­neh­men dür­fen

Und ver­mut­lich steckt in dem Text noch eini­ges mehr, wenn man die ein­zel­nen For­mu­lie­run­gen genau­er ansieht. So heisst es an einer Stel­le:

Der Bund gewähr­leis­tet, dass dem Wohl der All­ge­mein­heit, ins­be­son­de­re den Ver­kehrs­be­dürf­nis­sen bei dem Aus­bau und Erhalt des vor­han­de­nen Net­zes Rech­nung getra­gen wird.”

Nun ist das zufäl­lig haar­ge­nau die For­mu­lie­rung, die ins GG ein­ge­fügt wur­de, als 1994 die Bahn pri­va­ti­siert wur­de: “Der Bund gewähr­leis­tet, daß dem Wohl der All­ge­mein­heit, ins­be­son­de­re den Ver­kehrs­be­dürf­nis­sen, beim Aus­bau und Erhalt des Schie­nen­net­zes der Eisen­bah­nen des Bun­des sowie bei deren Ver­kehrs­an­ge­bo­ten auf die­sem Schie­nen­netz, soweit die­se nicht den Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr betref­fen, Rech­nung getra­gen wird.[…].”

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Beob­ach­tet wer­den kann auch ein Kurs­wech­sel in der Argu­men­ta­ti­on:

- Ver­schwun­den ist das Argu­ment von den maro­den Infra­struk­tu­ren, für die es Inves­ti­tio­nen braucht. Damit gera­ten auch die Ver­si­che­rungs­kon­zer­ne, um deren Ren­di­te es geht, aus dem Blick­feld. Die Argu­men­ta­ti­on hat sich stra­te­gisch auf die Auf­trags­ver­wal­tung der Län­der ver­la­gert. Aktu­ell finan­ziert der Bund, die Län­der sind im Auf­trag des Bun­des für Erhalt und Bau der Stra­ßen ver­ant­wort­lich. An der Auf­trags­ver­wal­tung ent­zün­det sich nun die Kri­tik – zu inef­fi­zi­ent; als Lösung zum Pro­blem wird die Zen­tra­li­sie­rung der Bun­des­fern­stra­ßen, vor­ran­gig Auto­bah­nen in einer Infra­struk­tur­ge­sell­schaft ein­ge­bracht – die Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft. In vie­len Ohren mag Zen­tra­li­sie­rung gut klin­gen, des­halb bie­tet sie sich auch so gut als Schlag­wort feil. Wir spre­chen hier aber von einem Stra­ßen­netz, aus dem Bun­des­fern­stra­ßen her­aus­ge­löst und in eine Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft gege­ben wer­den sol­len, heißt: es braucht zwar kei­ner Koor­di­na­ti­on mehr zwi­schen Bund und Län­der, dafür zwi­schen den ver­schie­de­nen Kate­go­ri­en von Stra­ßen. Hin­zu kommt: Man zer­schlägt kei­ne Ver­wal­tung, nur weil ein­zel­ne Pro­zes­se nicht so lau­fen wie sie sol­len. Das ist weder ratio­nal noch effi­zi­ent. Letzt­lich geht es aber auch nicht um die Pro­ble­me in der Auf­trags­ver­wal­tung und das zeigt sich auch im Bericht des BMVI.

- Es soll „kei­nen Schat­ten­haus­halt“ geben. Aber: Was ist denn ein Schat­ten­haus­halt? Eine Defi­ni­ti­on dafür gibt es nicht. Bei der der Vor­stel­lung des Papiers im Ver­kehrs­aus­schuss wur­de offen zuge­ge­ben, dass eine Umge­hung der Maas­tricht-Kri­te­ri­en ange­strebt wird. Vor allem aber behaup­tet Dob­rindts Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um wei­ter­hin, alle ÖPPs wären voll­stän­dig und trans­pa­rent im Haus­halt dar­ge­stellt – wobei offen­sicht­lich ist, dass die sich dar­aus erge­ben­den Ver­bind­lich­kei­ten nicht als Schul­den gerech­net wer­den und somit auch die deut­sche Schul­den­brem­se umge­hen.

Wir möch­ten euch ermun­tern: Lest die­ses Dob­rindt-Papier, helft mit, die Vor­ha­ben und die Argu­men­te her­aus­zu­ar­bei­ten!

3. Dob­rindt, ein ÖPP-Fana­ti­ker?

Dob­rindt hat im Mai 2015 die bis­her größ­te ÖPP-Wel­le in der Geschich­te Deutsch­lands gestar­tet. Das bis­he­ri­ge Volu­men soll mit einem Schlag ver­dop­pelt wer­den. Zuvor hat­te er durch das rechts­si­che­re Durch­ex­er­zie­ren einer Minis­ter-Wei­sung an das Land Nie­der­sach­sen gezeigt, dass nie­mand ihn dar­an hin­dern kann, ÖPPs-Ver­trä­ge “zu befeh­len”. Der nie­der­säch­si­sche Minis­ter Olaf Lies muss nun ÖPP machen, obwohl er sich zuvor dage­gen gesperrt hat­te. Übri­gens scheint auch der Bun­des­tag im Moment kei­ne Hand­ha­be zu haben, den Minis­ter von ÖPP abzu­hal­ten. Für die Abge­ord­ne­ten der Regie­rungs­frak­tio­nen und für Lan­des­ver­kehrs­mi­nis­ter ist das eine will­kom­me­ne Situa­ti­on, sich hin­ter dem „ÖPP-Fan“ Dob­rindt zu ver­ste­cken. Dass Dob­rindt per­sön­lich ein ÖPP-Fana­ti­ker ist, ist aller­dings womög­lich nur ein poli­ti­sches Kon­strukt. Ihm selbst ist ÖPP ver­mut­lich mehr oder weni­ger gleich­gül­tig. Aber Dob­rindts Amt hat in die­ser Fra­ge frag­los eine Schlüs­sel­rol­le, für sei­ne Kar­rie­re ist ÖPP sicher inter­es­sant. Dafür legt er sich unter Umstän­den auch mit sei­ner eige­nen Par­tei, der CSU an. Den­noch: Es war Gabri­el, der die Fratz­scher-Kom­mis­si­on ein­be­ru­fen hat­te, nicht Dob­rindt. Und Schäub­le hat schon 2014 ange­kün­digt, eine Grund­ge­setz­än­de­rung zur Ein­rich­tung einer Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft vor­zu­be­rei­ten. Zu die­sem Zeit­punkt hat­te Dob­rindt noch nie über sowas gespro­chen.

4. Die Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft = ÖPP hoch zwei

Es aller­dings gibt tat­säch­li­che ÖPP-Fana­ti­ker, die Dob­rindt ver­mut­lich in den Schat­ten stel­len. Die gan­ze Kon­struk­ti­on der Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft hat offen­bar genau das zum Ziel: deut­lich mehr ÖPPs zu machen. Dazu ein paar Zita­te: Haupt­ver­band der Deut­schen Bau­in­dus­trie in einer gemein­sa­men Pres­se­mit­tei­lung mit dem Zen­tral­ver­band der Ver­si­che­rungs­wirt­schaft :

«Eine Betei­li­gung pri­va­ter Part­ner an der Gesell­schaft leh­nen GDV und HDB ab. Eine sol­che Gesell­schaft böte jedoch auf Pro­jekt­ebe­ne vie­le Mög­lich­kei­ten, pri­va­tes Kapi­tal zu betei­li­gen. “Öffent­lich-pri­va­te Part­ner­schaf­ten haben sich bewährt. Alle bis­he­ri­gen Pro­jek­te waren im Kos­ten- und Zeit­rah­men, Mehr­kos­ten gab es nicht”, betont Knip­per. Inves­to­ren könn­ten mit der Über­nah­me von Pro­jekt­ri­si­ken höhe­re Ren­di­ten erzie­len als etwa mit Bun­des­an­lei­hen. Im Gegen­zug wer­de der Staat von Risi­ken ent­las­tet. “Bei ÖPP gilt, Ren­di­te gegen die Über­nah­me von Risi­ken. Das ist ein fai­rer Deal”, so Knip­per.»

Fratz­scher-Bericht: „[Es] müss­te ein Mecha­nis­mus gefun­den wer­den, um die […] Risi­ken min­des­tens teil­wei­se auf pri­va­te Inves­to­ren zu über­tra­gen. Dafür kämen […] in Fra­ge: Koin­ves­ti­tio­nen auf Pro­jekt­ebe­ne mit Infra­struk­tur­fonds oder ande­ren insti­tu­tio­nel­len Inves­to­ren“

Dob­rindt-Papier: “Sofern zusätz­lich pri­va­tes Kapi­tal in Infra­struk­tur­maß­nah­men flie­ßen soll, wäre dies, wenn die Wirt­schaft­lich­keit gege­ben ist, für Pro­jek­te der Gesell­schaft mög­lich. Dadurch soll die Mög­lich­keit geschaf­fen wer­den, dass sich Pri­va­te am Netz­aus­bau und -erhalt betei­li­gen kön­nen, so dass die Inves­ti­ti­ons­stra­te­gie der Bun­des­re­gie­rung in ihrer Wir­kung noch ver­stärkt wer­den kann.”

Klar ist: „Pri­va­tes Kapi­tal auf Pro­jekt­ebe­ne“ ist ÖPP. Eine ande­re Form der Direkt­in­ves­ti­ti­on gibt es nicht. Hof­fen wir, dass wir gemein­sam die­ses Pri­va­ti­sie­rungs­pro­jekt auf­hal­ten kön­nen!

In die­sem Sin­ne vie­le Grü­ße in die Run­de:

Carl Waß­muth und Jana Mat­tert

PS: Am 30. Janu­ar ist unser bun­des­wei­tes Stra­te­gie­tref­fen in Braun­schweig. Prüft doch noch mal, ob ihr nicht Gele­gen­heit habt hin­zu­kom­men! Anmel­den könnt ihr euch unter: info@gemeingut.org

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Jetzt gegen die Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft unter­schrei­ben: www.gemeingut.org/bundesfernstrassengesellschaft-verhindern

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