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Attac und GiB liegt Ent­wurf für Grund­ge­setz­än­de­rung vor

14 Juni 2016
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Bild: Attac Grup­pe Rhein -Sieg

Pres­se­mit­tei­lung von Attac Deutsch­land und Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB)

Berlin/Frankfurt am Main, 14. Juni 2016. Die Bun­des­re­gie­rung betreibt die Pri­va­ti­sie­rung des Auto­bahn­baus. Als nächs­ten Schritt plant sie eine Grund­ge­setz­än­de­rung. Bei einem Tref­fen am Don­ners­tag wol­len sich Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel und die Minis­ter­prä­si­den­ten der Bun­des­län­der dar­auf eini­gen, das Grund­ge­setz ent­spre­chend zu ändern.

Attac und Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB) liegt ein ent­spre­chen­der Neu­vor­schlag für Arti­kel 90 des Grund­ge­set­zes im Wort­laut vor. Der Ent­wurf kommt aus einem Bun­des­mi­nis­te­ri­um. Auch das Maga­zin “Der Spie­gel” zitiert in sei­nem Bericht “Schnel­les Geld” vom 11. Juni aus dem Ent­wurf. Danach könn­ten bis zu 49,9 Pro­zent einer Fern­stra­ßen­ge­sell­schaft vom Bund an pri­va­te Inves­to­ren ver­kauft wer­den:

Neu­vor­schlag für Art. 90 (Bun­des­au­to­bah­nen und Bun­des­stra­ßen):

(1) Der Bund ist Eigen­tü­mer der Bun­des­au­to­bah­nen und sons­ti­gen Bun­des­stra­ßen des Fern­ver­kehrs.

(2) Die Bun­des­au­to­bah­nen wer­den in Bun­des­ver­wal­tung geführt. Auf­ga­ben der Pla­nung, des Baus, des Betriebs, der Erhal­tung, der ver­mö­gens­mä­ßi­gen Ver­wal­tung und der Finan­zie­rung der Bun­des­au­to­bah­nen kön­nen durch Bun­des­ge­setz einer Gesell­schaft in pri­vat-recht­li­cher Form über­tra­gen wer­den; durch Bun­des­ge­setz kann die Bau­last für die Bun­des­fern­stra­ßen über­tra­gen wer­den. Soweit eine nach Satz 2 errich­te­te Gesell­schaft hoheit­li­che Auf­ga­ben aus­führt, steht sie im Eigen­tum des Bun­des. Eine Ver­äu­ße­rung von Antei­len des Bun­des an dem Unter­neh­men nach Satz 3 und eine Ände­rung der Rechts­form des Unter­neh­mens nach Satz 3 erfol­gen auf­grund eines Geset­zes; die Mehr­heit der Antei­le an die­sen Unter­neh­men ver­bleibt beim Bund. Das Nähe­re wird durch Bun­des­ge­setz gere­gelt.

(3) Die Län­der oder die nach Lan­des­recht zustän­di­gen Selbst­ver­wal­tungs­kör­per­schaf­ten ver­wal­ten die sons­ti­gen Bun­des­stra­ßen des Fern­ver­kehrs im Auf­tra­ge des Bun­des.

(4) Auf Antrag eines Lan­des kann der Bund sons­ti­ge Bun­des­stra­ßen des Fern­ver­kehrs, soweit sie im Gebiet die­ses Lan­des lie­gen, in bun­des­ei­ge­ne Ver­wal­tung nach Absatz 2 über­neh­men.”

Attac und Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand sind Mit­glie­der der “Platt­form gegen eine Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft” (www.keine-fernstrassengesellschaft.de). Wei­te­re Mit­glie­der sind die
Gewerk­schaft Ver­di, die Natur­freun­de Deutsch­lands, Robin Wood, der Ver­band der Stra­ßen­wär­ter VdS­tra, der Was­ser­tisch Ber­lin sowie die Bahn­ex­per­ten­grup­pe “Bür­ger­bahn statt Bör­sen­bahn” (BsB).

Gegen die geplan­te Grund­ge­setz­än­de­rung zur Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung sind gemein­sam mit Cam­pact am Don­ners­tag öffent­lich­keits­wirk­sa­me Pros­test­ak­tio­nen vor dem Bun­des­kanz­ler­amt und vor der
Minis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz geplant.

Pres­se­kon­tak­te:

Carl Waß­muth, Attac-AG Pri­va­ti­sie­rung / Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand, Tel. 0179 772 4334

Tho­mas Eber­hardt-Kös­ter, Attac-Koor­di­nie­rungs­kreis, Tel. 0152 0291 1257

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