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PPP: was ist das eigent­lich? Ein Video­clip

29 August 2013

Bei der Som­mer­aka­de­mie von attac Ende Juli haben wir die Men­schen gefragt, was sie unter Public Pri­va­te Part­nership ver­ste­hen (PPP, auf deutsch Öffent­lich pri­va­te Part­ner­schaf­ten, ÖPP). Die dabei ent­stan­de­nen Auf­nah­men bele­gen auf eine unter­halt­sa­me Wei­se und in einer bild­li­chen Spra­che die Sinn­lo­sig­keit und die ver­hee­ren­den Fol­gen des Pri­va­ti­sie­rungs­mo­dels PPP.

Wir dan­ken allen, die mit­ge­macht haben, und wün­schen viel Spaß beim schau­en!

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Ja, ich will den Offe­nen Brief gegen Pri­va­ti­sie­rung und PPP unter­zeich­nen!

 

2 Kommentare »

  • Dominik sagt:

    Pri­va­ti­sie­rung kommt von “pri­va­re”, berau­ben. Wenn Din­ge des All­tags pri­va­ti­siert wer­den, wer­den die Gewin­ne, der Ertrag des Kapi­tals pri­va­ti­siert. Wobei Pri­va­ti­sie­rung bei genau­em Hin­se­hen ein Trug­schluss ist. Die Pro­duk­ti­on erfolgt auch im radi­kals­ten Kapi­ta­lis­mus gemein­schaft­lich, nur wer­den hier die Gewin­ne an eini­ge Weni­ge ver­teilt, wäh­rend Mil­lio­nen um einen Groß­teil des von ihnen geschaf­fe­nen Mehr­werts gebracht wer­den. Der Kapi­ta­lis­mus ist so gese­hen nur eine Vari­an­te des Sozia­lis­mus. Denn ohne Sozia­lis­mus funk­tio­niert kei­ne Gesell­schaft, erst durch Arbeits­tei­lung wird unser Wohl­stand mög­lich. Ohne Kom­mu­nis­mus ist kei­ne Gemein­schaft im All­tag nicht mög­lich. Wenn alles zum Han­dels­gut wür­de, wäre die Gesell­schaft am Ende. Stel­len Sie sich vor, jeder wür­de für eine Weg­aus­kunft Geld ver­lan­gen und so die Infor­ma­ti­on so zur Ware machen. Wer wür­de i so einer Gesell­schaft noch leben wol­len? Erst die gesell­schaft­li­che Kon­sens, gewis­se Din­ge wie eine Weg­aus­kunft o.ä. in Erwar­tung glei­cher Behand­lung durch ande­re zu erhal­ten, macht vie­le Din­ge des All­tags ein­fa­cher. Ohne Kom­mu­nis­mus im All­tag funk­tio­niert kei­ne Gesell­schaft. Wir sehen an die­sen ein­fa­chen Bei­spiel, dass eine Gesell­schaft, in der ein Groß­teil der all­täg­li­chen Din­ge zur Ware gewor­den ist, kei­ne lebens­wer­te Gesell­schaft sein kann. War­um über­tra­gen wir die­ses Prin­zip nicht auf die Tei­le der Wirt­schaft die der Daseins­vor­sor­ge die­nen? Wenn alle Zugang zur Bil­dung, Zah­lungs­mit­teln wie Kon­to und Geld, zu Was­ser, Wohn­raum, Mobi­li­tät, Gesund­heits­ver­sor­gung, Nah­rung, Klei­dung und ande­ren not­wen­di­gen Din­gen des All­tags haben, bleibt viel mehr Raum für Krea­ti­ves im Leben. Wer dan­hn noch eini­ge Zusatz­ex­tras will, kann mehr arbei­ten. Dann wäre eine gemein­schaft­li­che Pro­duk­ti­on die­ser Basis­gü­ter sinn­vol­ler, statt sie der Gewinn­gier eini­ger sog. Untern­he­mer zu über­las­sen. Ande­re Berei­che wie der Dienst­leis­tungs­sek­tor kön­nen mit einem Min­dest­lohn, ohne Sub­ven­tio­nen und Min­dest­so­zi­al­stan­dards ger­ne pri­vat orga­ni­siert sein. Aller­dings mit einem star­ken Staat als Wäch­ter. Oder wer glaubt den Apo­lo­ge­ten des frei­en Mark­tes heu­te noch? Deren Argu­men­ta­ti­on ist so schlüs­sig wie die des Trai­ners einer Tre­ter­trup­pe, der behaup­tet, ohne Schieds­rich­ter lie­fe das Spiel am bes­ten. Nur weiß jeder Ver­nünf­ti­ge, dass dann nicht Edel­tech­ni­ker Mes­si son­dern der Bru­ta­lo­tre­ter gewinnt… Auf die Wirt­schaft über­tra­gen: wer kann schon in so einem Sys­tem leben wol­len. Frei­han­del fürht zu mafiö­sen Ver­hält­nis­sen. Anders aus­ge­drückt: “In der Bezie­hung des Star­ken zum Schwa­chen ist es die Frei­heit, die unter­drückt und das Gesetz befreit.” Arbei­ten wir dar­an, die Pro­fi­teu­re des Pri­va­ti­sie­rungs­wahns der letz­ten Deka­den an die Lei­ne zu legen und uns durch Regu­lie­rung des frei­en Mark­tes zu befrei­en.

  • Dominik sagt:

    In der ers­ten Ver­si­on waren ein paar klei­ne Feh­ler drin, hier noch­mal:

    Pri­va­ti­sie­rung kommt von “pri­va­re”, berau­ben. Wenn Din­ge des All­tags pri­va­ti­siert wer­den, wer­den die Gewin­ne, der Ertrag des Kapi­tals pri­va­ti­siert. Wobei Pri­va­ti­sie­rung bei genau­em Hin­se­hen ein Trug­schluss ist. Die Pro­duk­ti­on erfolgt auch im radi­kals­ten Kapi­ta­lis­mus gemein­schaft­lich, nur wer­den hier die Gewin­ne an eini­ge Weni­ge ver­teilt, wäh­rend Mil­lio­nen um einen Groß­teil des von ihnen geschaf­fe­nen Mehr­werts gebracht wer­den. Der Kapi­ta­lis­mus ist so gese­hen nur eine Vari­an­te des Sozia­lis­mus. Denn ohne Sozia­lis­mus funk­tio­niert kei­ne Gesell­schaft, erst durch Arbeits­tei­lung wird unser Wohl­stand mög­lich. Ohne Kom­mu­nis­mus ist Gemein­schaft im All­tag nicht mög­lich. Wenn alles zum Han­dels­gut wür­de, wäre die Gesell­schaft am Ende. Stel­len Sie sich vor, jeder wür­de für eine Weg­aus­kunft oder Feu­er für eien Ziga­ret­te Geld ver­lan­gen und so die Information/den Gefal­len so zur Ware machen. Wer wür­de in so einer Gesell­schaft noch leben wol­len? Erst die gesell­schaft­li­che Kon­sens, gewis­se Din­ge wie eine Weg­aus­kunft o.ä. in Erwar­tung spä­te­rer glei­cher Behand­lung durch ande­re gra­tis zu erhal­ten, macht vie­le Din­ge des All­tags ein­fa­cher. Ohne Kom­mu­nis­mus im All­tag funk­tio­niert kei­ne Gesell­schaft.

    Wir sehen an die­sen ein­fa­chen Bei­spiel, dass eine Gesell­schaft, in der ein Groß­teil der all­täg­li­chen Din­ge zur Ware gewor­den ist, kei­ne lebens­wer­te Gesell­schaft sein kann. Nie­mand stört sich an die­sem Teil­prin­zip des All­tags. War­um über­tra­gen wir die­ses Prin­zip nicht auf die Tei­le der Wirt­schaft, die der Daseins­vor­sor­ge die­nen? Wenn alle Zugang zur Bil­dung, Zah­lungs­mit­teln wie Kon­to und Geld, zu Was­ser, Wohn­raum, Mobi­li­tät, Gesund­heits­ver­sor­gung, Nah­rung, Klei­dung und ande­ren not­wen­di­gen Din­gen des All­tags haben, bleibt viel mehr Raum für Krea­ti­ves im Leben. Wer dann noch eini­ge Zusatz­ex­tras will, kann mehr arbei­ten. Nur bräuch­tern wir dann kei­ne Unter­neh­mer mehr. Dann wäre eine gemein­schaft­li­che Pro­duk­ti­on die­ser Basis­gü­ter sinn­vol­ler, statt sie der Gewinn­gier eini­ger sog. Untern­he­mer zu über­las­sen. Ande­re Berei­che wie der Dienst­leis­tungs­sek­tor kön­nen mit einem Min­dest­lohn, ohne Sub­ven­tio­nen und Min­dest­so­zi­al­stan­dards ger­ne pri­vat orga­ni­siert sein. Aller­dings mit einem star­ken Staat als Wäch­ter. Nur funk­tio­niert bei fai­rer Gewinn­tei­lung kein sog. Pri­vat­sek­tor…

    Wer glaubt den Apo­lo­ge­ten des frei­en Mark­tes heu­te noch? Deren Argu­men­ta­ti­on ist so schlüs­sig wie die des Trai­ners einer Tre­ter­trup­pe, der behaup­tet, ohne Schieds­rich­ter lie­fe das Spiel am bes­ten. Nur weiß jeder Ver­nünf­ti­ge, dass dann nicht Edel­tech­ni­ker Mes­si son­dern der Bru­ta­lo­tre­ter gewinnt… Auf die Wirt­schaft über­tra­gen: wer kann schon in so einem Sys­tem leben wol­len. Frei­han­del fürht zu mafiö­sen Ver­hält­nis­sen. Anders aus­ge­drückt: “In der Bezie­hung des Star­ken zum Schwa­chen ist es die Frei­heit, die unter­drückt und das Gesetz befreit.” Arbei­ten wir dar­an, die Pro­fi­teu­re des Pri­va­ti­sie­rungs­wahns der letz­ten Deka­den an die Lei­ne zu legen und uns durch Regu­lie­rung des frei­en Mark­tes zu befrei­en.

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