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Zur Ver­fas­sung — Recher­chen, Doku­men­te 1989–2017

24 November 2017

Soeben erschien die Aus­ga­be 5 der Ber­li­ner Hef­te zu Geschich­te und Gegen­wart der Stadt: “Zur Ver­fas­sung — Recher­chen, Doku­men­te 1989–2017”, her­aus­ge­ge­ben von Els­ke Rosen­feld, Kers­tin Mey­er und Joerg Franz­be­cker.

1990 galt in Ost-Ber­lin für ein hal­bes Jahr eine Ver­fas­sung, die weit­rei­chen­de poli­ti­sche Bür­ger­rech­te ent­hielt. Die­se waren aus den Erfah­run­gen der Revo­lu­ti­on 1989 von den Bür­ger­be­we­gun­gen und der Oppo­si­ti­on am Zen­tra­len Run­den Tisch der DDR for­mu­liert wor­den. Die Ver­an­ke­rung der erwei­ter­ten poli­ti­schen Rech­te in der gemein­sa­men Lan­des­ver­fas­sung schei­ter­te jedoch im ers­ten Gesamt­ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus – ein­zig die Volks­ge­setz­ge­bung wur­de über­nom­men. Damit ist es in Ber­lin mög­lich, Geset­ze durch Volks­ent­scheid und ohne das Par­la­ment direkt zu beschlie­ßen. Das gelang bis­her mit den Volks­ent­schei­den zur Offen­le­gung der Was­ser­ver­trä­ge und zum Erhalt des Tem­pel­ho­fer Fel­des. Für letz­te­ren stimm­te im Mai 2014 eine Mehr­heit in allen Bezir­ken. Den­noch ver­such­ten die Regie­rungs­par­tei­en, das “Tem­pel­ho­fer Feld”-Gesetz wie­der zu kip­pen. In Reak­ti­on dar­auf wur­de 2016 das Volks­be­geh­ren “Volks­ent­scheid Ret­ten” ein­ge­lei­tet, um die Volks­ge­setz­ge­bung in der Ver­fas­sung zu stär­ken. Bei­de Vor­gän­ge, 1989/90 und 2016, hat­ten zum Ziel, dass alle Ber­li­ne­rIn­nen an der Aus­ge­stal­tung der Ver­fas­sung teil­ha­ben kön­nen. Sie bil­den die Klam­mer für das erschie­ne­ne Heft.

Aus  Anlass der Heft­her­aus­ga­be fin­den die fol­gen­den Ver­an­stal­tun­gen statt:

Volk, wir sind das? Die Ber­li­ner Ver­fas­sung und das (Nicht-)Erbe der DDR-Demo­kra­tie­be­we­gung”;
Sams­tag, 25. Novem­ber 2017, 18 Uhr, Herbst­sa­lon im Maxim Gor­ki Thea­ter. Palais am Fes­tungs­gra­ben, Am Fes­tungs­gra­ben 1, 10117 Ber­lin

Ver­fas­sen, nicht ver­fasst wer­den — 1989–2017. Vom Run­den Tisch zur Volks­ge­setz­ge­bung in Ber­lin”;
Mon­tag, 27. Novem­ber 2017, 19 Uhr, Aqua­ri­um, Ska­lit­zer Stra­ße 6, 10999 Ber­lin

Im offe­nen Gespräch brin­gen die Her­aus­ge­be­rIn­nen die Ver­su­che, die Ber­li­ner Ver­fas­sung zu gestal­ten, in Erin­ne­rung. Gemein­sam mit Rechts­wis­sen­schaft­le­rin Rose­ma­rie Will, Mit­au­torin des Ver­fas­sungs­ent­wurfs des Run­den Tisches, und der Demo­kra­tie-Exper­tin und GiB-Akti­vis­tin Ulri­ke von Wie­sen­au gehen sie der Fra­ge nach, wie sich in der aktu­el­len stadt­po­li­ti­schen Situa­ti­on an die­se Erfah­rung anknüp­fen lässt. Die Dis­kus­si­on wird von den Her­aus­ge­be­rIn­nen mode­riert.

 

http://ngbk.de/de/programm/542-berliner-hefte

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