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Schul-GmbH = Pri­va­ti­sie­rung. Demons­tra­ti­on vor Lan­des­par­tei­tag der Par­tei Die Lin­ke

25 November 2017

Pres­se­mit­tei­lung von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB):

In strö­men­dem Regen demons­trier­ten heu­te ca. 25 Akti­ve vor dem Lan­des­par­tei­tag der Par­tei Die Lin­ke in Ber­lin gegen die soge­nann­te Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve. Mit Trans­pa­ren­ten und Sprech­chö­ren wie­sen die Pri­va­ti­sie­rungs­kri­ti­ke­rIn­nen die Dele­gier­ten und Gäs­te des Par­tei­tags dar­auf hin, dass die geplan­te Schul-GmbH der ers­te Schritt einer umfas­sen­den Pri­va­ti­sie­rungs­kas­ka­de ist.Das kom­men­tiert Carl Waß­muth, Spre­cher von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB):

Die Par­tei­füh­rung der Lin­ken wehrt sich vehe­ment dage­gen, die von ihr mit­in­iti­ier­te ‘Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve‚ Pri­va­ti­sie­rung zu nen­nen. Sie möch­te die geplan­ten Akti­vi­tä­ten zur Aus­la­ge­rung von Schul­grund­stü­cken in eine GmbH unbe­dingt als „Öffent­lich-Öffent­li­che Part­ner­schaft“ (ÖÖP) dekla­rie­ren. Aber nicht das Eti­kett ist das Pro­blem, son­dern die Inhal­te und Fol­gen des Vor­ha­bens.“

Die vor­ge­schla­ge­ne Über­tra­gung zahl­rei­cher Schu­len und Grund­stü­cke an eine GmbH stellt eine Rechts­form-Pri­va­ti­sie­rung die­ser Schu­len dar. Die Schul-GmbH soll Erb­bau­ver­trä­ge mit bis zu 30 Jah­ren Lauf­zeit an die GmbH geschenkt bekom­men. Die Bezir­ke müs­sen die Schu­len trotz die­ses Geschenks zurück­mie­ten. Dazu Doro­thea Här­lin von GiB:

Durch die Über­eig­nung von Schul­bau­ten und Grund­stü­cken in eine GmbH gehen die Schu­len aus dem öffent­li­chen Recht ins Pri­vat­recht über. Das ist der Über­gang von einem öffent­li­chen Gut in die Markt­wirt­schaft, es geht im Grun­de also um Markt oder Demo­kra­tie. Dass gera­de die Lin­ke die­sen Para­dig­men­wech­sel mit vor­an­treibt ist empö­rend. Mit unse­rer Kund­ge­bung vor dem Par­tei­tag hof­fen wir auf Dele­gier­te, die die­se Dimen­si­on ihres Vor­ha­bens ver­ste­hen und brem­sen.”

Das eigent­li­che Ziel – schnel­ler zu sanie­ren und zu bau­en – wür­de durch die Grün­dung der GmbH und der Auf­ga­ben­über­tra­gung an die­se neue Struk­tur völ­lig kon­ter­ka­riert. Dazu Carl Waß­muth:

Statt zügi­ger Ent­las­tung sanie­rungs­be­dürf­ti­ger und über­füll­ter Schu­len kom­men mit der Schul-GmbH erst ein­mal drei bis vier Jah­re Still­stand und Selbst­be­fas­sung. Und wozu? Das Geld ist da, sogar viel mehr als ver­baut wer­den kann. Es fehlt an Per­so­nal! Aber statt sofort in gro­ßem Stil ein­zu­stel­len, möch­te die Füh­rung der Lin­ken 2017 einen Kotau vor der Schul­den­brem­se machen, obwohl die erst ab 2020 wirk­sam wird und die Par­tei dazu die Schu­len pri­va­ti­sie­ren und sich völ­lig ver­bie­gen muss. Wir den­ken nicht, dass das die Poli­tik ist, die die Basis und die Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler der Lin­ken gut fin­den.“

Eine detail­lier­te Aus­ein­an­der­set­zung mit der Argu­men­ta­ti­on der Lin­ken ist hier ver­öf­fent­licht: Ant­wort GiB auf Argu­men­te Lin­ke Das 16-sei­ti­ge Papier wur­de auch vor Ort an inter­es­sier­te Dele­gier­te ver­teilt.

 

 

 

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