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Senats­gut­ach­ten bestä­ti­gen die Befürch­tun­gen der Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len”

20 November 2018

Foto: Peter Wale­row­ski / Ber­li­ner Schul­tisch

Pres­se­mit­tei­lung von GiB

Seit Sep­tem­ber lie­gen dem Senat zwei von ihm in Auf­trag gege­be­ne Gut­ach­ten zur Ein­bin­dung der HOWO­GE GmbH in die Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve (BSO) vor. Darin bestä­ti­gen die Gut­ach­ter die zen­tra­len Kri­tik­punk­te von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­ne­hand (GiB) hin­sicht­lich der Ein­bin­dung HOWO­GE in die BSO.  Die Gut­ach­ter, denen auch der Ent­wurf des Rah­men­ver­trags vor­lag, kom­men zu fol­gen­den Schlüs­sen:
- Es han­delt sich um eine Pri­va­ti­sie­rung.
- Es besteht für die Schu­len kein Schutz bei Wei­ter­ver­kauf oder Insol­venz der HOWO­GE.
- Es besteht kein Schutz davor, dass die HOWO­GE schlicht den gesam­ten wei­te­ren Betrieb der Schu­len voll­stän­dig auf einen pri­va­ten Drit­ten über­tra­gen kann.
Genau davor war­nen GiB und die Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len” seit elf Mona­ten. 
Von den Gut­ach­ten hat der Finanz­se­na­tor in der Anhö­rung am 7. Novem­ber nichts gesagt. Dabei lie­gen ihm die Gut­ach­ten seit Sep­tem­ber vor. Der Ent­wurf des Rah­men­ver­trags, auf den sich die Gut­ach­ter bezie­hen, ist sogar vom August 2018. Die­sen Ent­wurf hat der Sena­tor Kol­latz den Abge­ord­ne­ten und der Volks­in­itia­ti­ve erst am Abend vor der Anhö­rung bekannt­ge­ge­ben (am 6. Novem­ber, 18:07 Uhr).
Dazu sagt Doro­thea Här­lin, eine der fünf Ver­trau­ens­per­so­nen der Volks­in­itia­ti­ve: 
“Das ist eine unglaub­li­che Miss­ach­tung des Infor­ma­ti­ons­rechts der Abge­ord­ne­ten und eine kla­re Behin­de­rung der Volks­in­itia­ti­ve und damit der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger Ber­lins.”
GiB hat dem Abge­ord­ne­ten­haus, ver­tre­ten durch den Prä­si­den­ten Ralf Wie­land, vor die­sem Hin­ter­grund heu­te per Schrei­ben eine Frist von vier Wochen gesetzt, inner­halb derer die Anhö­rung der Volks­in­itia­ti­ve im zustän­di­gen Haupt­aus­schuss fort­zu­set­zen ist.
Carl Waß­muth erläu­tert:
“28.000 Bür­ge­rin­nen und Bür­ger haben der Volks­in­itia­ti­ve das Recht erstrit­ten, in den zustän­di­gen Aus­schüs­sen ange­hört zu wer­den. Der Finanz­se­na­tor hat die­ses Recht durch sei­ne Geheim­nis­krä­me­rei aus­ge­höhlt. Das darf in einer funk­tio­nie­ren­den Demo­kra­tie nicht hin­ge­nom­men wer­den. Wenn die Anhö­rung nicht fort­ge­setzt wird, wer­den wir die­se Fort­set­zung vor dem Lan­des­ver­fas­sungs­ge­richt ein­kla­gen.”
Kurz­dar­stel­lung zu den bei­den Gut­ach­ten ist hier zu fin­den.

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