Schocktherapie für Griechenland

Das Schuldenmanagment des IWF und der EU zeigt sein wahres Gesicht: Es geht nur um eines: „Ihr sollt uns alles verkaufen was ihr habt, und zwar zu Schleuderpreisen.“ Verkauft wird natürlich nicht Tafelsilber, sondern Griechenlands Einnamen von morgen. Der Athener Flughafen hatte zuletzt Gewinne über 50% ausgeschüttet, die Hälfte davon erhielt bereits Hochtief. Mitverkauft werden sollen viele Unternehmen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Die Daseinsvorsorge heisst so, weil ihre Leistungen für viele Menschen unverzichtbar sind. In Berlin kämpfen viele darum, das teilprivatisierte Wasser zurückzubekommen, in Athen soll es jetzt verschleudert werden. Bei all dem unterscheidet sich Griechenlands Verschuldung noch nicht einmal bedeutend von den Vorjahren, als wegen der griechischen Handelspolitik auf dem Balkan noch von einem kleinen griechischen Wirtschaftswunder die Rede war. Vor allem unterscheidet sich die Verschuldung nicht von der Verschuldung in vielen deutschen Kommunen und Städten. Das deutsche Oberhausen kann das Griechenland von morgen sein. Den anderen Ländern und Regionen soll aber weisgemacht werden, Griechenland würde auf ihre Kosten leben. Die Massivität der Behauptung, Griechenland müsste jetzt und sofort genau wie vom IWF vorschlagen handeln, soll den sich formierenden Widerstand unterbinden. Die Antwort könnte international sein: Die Spanier auf der Puerta del Sol in Madrid machen schon mal einen guten Anfang.

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2 Kommentare

  1. Pingback:Mein Demokratieblog – Zur Diskussion gestellt: Positionspapier von attac zur Plünderung von Griechenland

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