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Schluss mit Bau- und Pla­nungs­stopp im Schul­bau! Volks­in­itia­ti­ve for­dert sofor­ti­ges Aus­set­zen aller Pri­va­ti­sie­rungs­ak­ti­vi­tä­ten des Senats

11 September 2018

Pres­se­mit­tei­lung von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB):

Die Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len” hat heu­te auf einer Pres­se­kon­fe­renz im Haus der Demo­kra­tie und Men­schen­rech­te ihre Ver­trau­ens­per­so­nen der Öffent­lich­keit vor­ge­stellt. Die Initia­ti­ve for­der­te einen sofor­ti­gen Stopp für die vom Ber­li­ner Senat im Zuge sei­ner “Schul­bau Offen­si­ve” betrie­be­nen Privati­sier­ungs­aktivi­täten — damit der Schul­bau end­lich wei­ter­ge­hen kann.

Dazu Sie­grun Bofin­ger, Ver­trau­ens­per­son der Volks­in­itia­ti­ve:

Die Pri­va­ti­sie­rungs­ak­ti­vi­tä­ten des Senats stel­len einen fak­ti­schen Bau- und Pla­nungs­stopp im Ber­li­ner Schul­bau dar. Schon bereit gestell­te Gel­der für Sanie­run­gen wur­den wie­der zurück­ge­nom­men, und auf die Fer­tig­stel­lung des ers­ten Schul­neu­baus sol­len Eltern wegen der kom­ple­xen Über­tra­gung ins Pri­vat­recht bis 2023 war­ten.”

Ger­lin­de Scher­mer, Ver­trau­ens­per­son der Volks­in­itia­ti­ve, ergänzt:

“Und das alles nur, weil der Senat eine im Kern neo­li­be­ra­le Ideo­lo­gie ver­folgt: Gel­der für die Inves­ti­tio­nen im Schul­bau sol­len unbe­dingt außer­halb des Haus­halts auf­ge­nom­men wer­den. Damit wür­de es teu­er, intrans­pa­rent, hoch­ris­kant und wür­de oben­drein viel län­ger dau­ern.”

Han­ne­lo­re Wei­mar, Ver­trau­ens­per­son der Volks­in­itia­ti­ve, weist auf fol­gen­den Umstand hin:

“Dabei ist das Geld da, es sind sogar jedes Jahr hun­der­te Mil­lio­nen Euro mehr da, als aus­ge­ge­ben wer­den kön­nen. Was uns fehlt, ist näm­lich Per­so­nal. Hier ist der Senat taten­los. Für Eltern, Schü­le­rIn­nen und Leh­re­rIn­nen in der Stadt ist das inak­zep­ta­bel. Der Schul­bau muss wei­ter­ge­hen, dafür muss die Pri­va­ti­sie­rung gestoppt wer­den.”

Am Don­ners­tag wird das Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus erst­mals über die Volks­in­itia­ti­ve bera­ten. Die Volks­in­itia­ti­ve hat in Vor­be­rei­tung der Sit­zung eine Lis­te offe­ner Fra­gen vor­ge­legt, deren Beant­wor­tung man im Vor­feld der Anhö­run­gen erwar­tet. Vie­le der Fra­gen hat­te der Senat in sei­nem letz­ten Papier zur soge­nann­ten Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve vom April selbst als „Prüf­auf­trä­ge” gekenn­zeich­net, die Ant­wor­ten dazu aber bis heu­te nicht gelie­fert.

In der Sit­zung des Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­hau­ses am 13.9. wer­den ver­mut­lich auch ers­te Aus­schüs­se für die Anhö­run­gen fest­ge­legt. Die Volks­in­itia­ti­ve hält ins­ge­samt drei­zehn Aus­schüs­se für zustän­dig.
Neben dem Haupt­aus­schuss und den Aus­schüs­sen für Bil­dung sowie Stadt­ent­wick­lung sind das ins­be­son­de­re die Aus­schüs­se für Rechts­an­ge­le­gen­hei­ten, für Sport, für Umwelt, für Inne­res (und damit für Infor­ma­ti­ons­frei­heit) sowie der Unter­aus­schuss ‚Bezir­ke’ des Haupt­aus­schus­ses.

Pres­se­kon­takt:

Carl Waß­muth.

Ein Kommentar »

  • Jörg Hensel sagt:

    Prof.- Maus­feld – Uni Kiel: „Neo­li­be­ra­lis­mus hat sich staat­li­che Struk­tu­ren zur Beu­te gemacht, um mit den Mit­teln des Staa­tes Kon­zer­ne und Rei­che einer öffent­li­chen Kon­trol­le zu ent­zie­hen und sie von Bei­trä­gen zu Gemein­schafts­auf­ga­ben zu befrei­en.
    Er will den Staat gleich­sam para­si­tär über­neh­men und ihn zu einem Inter­ven­ti­ons- und Sub­ven­ti­ons­staat für die Rei­chen umbau­en.
    Er hat eine Viel­zahl von Mecha­nis­men ent­wi­ckelt, durch die sich öko­no­mi­sche Macht in poli­ti­sche Macht trans­for­mie­ren lässt.“

    Und die Gro­ko ist ein Ver­ein von Kon­zern­ma­rio­net­ten und Schalt­zen­tra­le des Neo­li­be­ra­lis­mus zugleich.

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