Herr Bundeskanzler, die Lösungen liegen auf der Hand. Vorschläge für eine gerechte Gesundheitspolitik

Die aktuelle Erhebung der Deutschen Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA) ergab, dass jede zweite Notaufnahme überlastet ist. Das gefährdet die Patientensicherheit. Diesen Zustand kritisiert das Bündnis Klinikrettung und appelliert an Bundeskanzler Friedrich Merz, das Problem endlich anzugehen.

Laura Valentukeviciute, Sprecherin vom Bündnis Klinikrettung:
„Die Regierung hat zwar einen Reformvorschlag vorgelegt, aber er zielt wie die bisherigen Reformen im Gesundheitsbereich lediglich auf Einsparungen und auf die Umverteilung der zu knappen Ressourcen ab. Das geht zulasten der Beschäftigten und der Patienten.
Herr Bundeskanzler, wenn Sie es mit den Lösungen ernst meinen, müssen sie eine grundlegende Änderung vornehmen: Schaffen Sie die Fallpauschalenfinanzierung ab und führen Sie die Kostendeckung ein. Das würde den Notaufnahmen, aber auch vielen anderen Bereichen, wie zum Beispiel der Kindermedizin, sofort helfen.“

Dr. med. Johannes Wagner (Grevenbroich) regt an:
„Herr Merz will laut seiner gestrigen Rede über die Wahrnehmung der Ungerechtigkeit im Gesundheitssystem reden. Besser wäre es, diese Ungerechtigkeiten und die vorhandenen Fehlanreize wirklich zu beseitigen. Das erfordert die kostendeckende Finanzierung einer bedarfsgerechten medizinischen Versorgung ohne Gewinne für private Investoren.
Eine gerechtere Beteiligung Aller an der Finanzierung eines gemeinwohlorientierten Gesundheitswesens – zum Beispiel in Form einer einheitlichen Bürgerversicherung – würde effektiv und schnell die meisten Probleme der defizitären Bereiche und so auch der Notaufnahmen in den Kliniken lösen. Herr Merz, packen Sie an, was sie angedeutet haben.“

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