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GiB-Info­brief: Star-Öko­no­men: Öffent­li­ches Eigen­tum schwin­det rasant

18 Januar 2018

Jetzt stop­pen: Schu­len mit beschränk­ter Haf­tung. Gra­fik © GIB

Lie­be Freun­din­nen und Freun­de der Gemein­gü­ter,

seit Jah­ren weh­ren wir uns gegen Pri­va­ti­sie­run­gen: mit ein­zel­nen kon­kre­ten Kam­pa­gnen wie zuletzt bei der Auto­bahn oder wie aktu­ell bei den Schu­len in Ber­lin. Und wir kämp­fen auch ganz grund­sätz­lich gegen den Trend an: mit Infor­ma­tio­nen auf gemeingut.org, mit Gast­bei­trä­gen und Inter­views. Wir füh­ren oder beauf­tra­gen Umfra­gen, recher­chie­ren Fak­ten und leis­ten Ver­net­zungs­ar­beit. Mal haben wir Erfolg wie beim Ber­li­ner Was­ser, das rekom­mu­na­li­siert wur­de, oder wie beim Muse­um der Moder­ne, das doch nicht als ÖPP-Pro­jekt umge­setzt wur­de. An ande­rer Stel­le ist die Macht der Lob­by und auch die fak­ti­sche Macht der Regie­run­gen erdrü­ckend – so war es zuletzt bei der Auto­bahn, als für eine Pri­va­ti­sie­rung sogar das Grund­ge­setz geän­dert wur­de.

Eine Schwie­rig­keit, mit der wir oft zu kämp­fen haben, ist die Auf­split­te­rung in die ver­schie­de­nen Sek­to­ren. Was haben Kran­ken­häu­ser mit Schu­len, was Schu­len mit Auto­bah­nen und was Auto­bah­nen mit der Was­ser­ver­sor­gung zu tun? Eine ganz neue Über­sicht lie­fer­ten dazu nun über hun­dert inter­na­tio­na­le For­sche­rin­nen und For­scher. Der span­nen­de Bericht zur welt­wei­ten Ungleich­heit, der mit­in­iti­iert wur­de von dem fran­zö­si­schen Star-Öko­nom Tho­mas Piket­ty, ist für die Ent­wick­lung von öffent­li­chem Ver­mö­gen so etwas wie eine Satel­li­ten­auf­nah­me: Man sieht alles auf einen Blick. Das öffent­li­che Kapi­tal — also alle Ver­mö­gen und Schul­den der öffent­li­chen Hand zusam­men­ge­rech­net — wur­de in vie­len Län­dern der Welt in den letz­ten 40 bis 50 Jah­ren hal­biert. Die­se Ent­wick­lung gab es auch in Deutsch­land: Von 1970 bis 2016 fiel der Wert des öffent­li­chen Net­to­ver­mö­gens im Ver­hält­nis zum jähr­li­chen Natio­nal­ein­kom­men von 28 auf 12 Pro­zent. Was bedeu­ten die­se Zah­len? Die regie­ren­de Poli­tik in Bund, Län­dern und Kom­mu­nen hat Infra­struk­tu­ren ver­kauft, aber dafür viel weni­ger Geld ein­ge­nom­men, als sie wert waren. Sie haben ande­re Ein­rich­tun­gen der Daseins­vor­sor­ge an Pri­va­te abge­ge­ben, per Kon­zes­si­on oder über Öffent­li­chen-Pri­va­ten Part­ner­schaf­ten (ÖPPs). Die “Part­ner” haben zwar das Geld ein­ge­steckt, aber die ihnen anver­trau­ten Ver­sor­gungs­net­ze ver­fal­len las­sen. Und dort, wo pri­va­ti­sier­te Berei­che von der öffent­li­chen Hand zurück­ge­kauft wur­den, muss­te dafür viel mehr bezahlt wer­den, als die­se Ein­rich­tun­gen nach der Pri­va­ti­sie­rungs­pha­se noch wert waren. In der Piket­ty-Stu­die kommt man zu dem Schluss: „Die Kom­bi­na­ti­on aus umfang­rei­cher Pri­va­ti­sie­rung und wach­sen­der Ein­kom­men­sun­gleich­heit inner­halb der Län­der hat den Anstieg von Ver­mö­gensun­gleich­heit unter Indi­vi­du­en ver­stärkt.“

Wir den­ken daher: Pri­va­ti­sie­rung und ihre Ver­hin­de­rung bzw. Rück­ab­wick­lung wird eines der gro­ßen The­men der nächs­ten Jahr­zehn­te wer­den. Wenn das öffent­li­che Ver­mö­gen noch ein­mal hal­biert wird, dann wird die öffent­li­che Hand weit­ge­hend macht­los. Dann spielt es kei­ne Rol­le mehr, wer regiert, dann ist nahe­zu alles pri­vat­wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen unter­wor­fen. Soweit wol­len wir es nicht kom­men las­sen! Was in unse­rer Macht steht, wol­len wir tun. Dazu gehört die Ver­net­zung pri­va­ti­sie­rungs­kri­ti­scher Stim­men: Auf unse­rem bun­des­wei­ten Tref­fen am 27./28. Janu­ar in Leip­zig wol­len wir neue Stra­te­gi­en schmie­den, wie wir der pri­va­ti­sie­rungs­trei­ben­den Schul­den­brem­se Herr wer­den – die ja den Ver­lust des öffent­li­chen Ver­mö­gens gera­de nicht bremst. Und wir wol­len über­le­gen, ob man nicht den unse­li­gen ÖPPs – die außer eini­gen in der CDU/CSU/FDP nie­mand mehr will — ein für alle Mal los­wer­den kann, zum Bei­spiel durch ein Ver­bot. Wenn Sie Zeit und Lust haben – kom­men Sie doch dazu! Infor­ma­tio­nen zum Tref­fen fin­den Sie auch auf unse­rer Web­site. Wir freu­en uns selbst­ver­ständ­lich über wei­te­re Ide­en und Anre­gun­gen!

 

Kat­rin Kusche und Carl Waß­muth
für das Gemein­gut-Team

PS: Unse­ren letz­ten Unter­schrif­ten­auf­ruf konn­ten vie­le von Ihnen nicht unter­schrei­ben. Dafür ent­schul­di­gen wir uns! Wir müs­sen bei der Hard- und Soft­ware für unse­re Web­site drin­gend nach­rüs­ten. Wenn Sie möch­ten, kön­nen Sie uns dabei mit einer Spen­de unter­stüt­zen, Stich­wort: Web­site

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PRES­SE­SCHAU (Aus­wahl!)

Unse­re gut zwei­stün­di­ge Pres­se­kon­fe­renz „Unse­re Schu­len.  Volks­in­itia­ti­ve in Ber­lin gegen Schul­pri­va­ti­sie­rung gestar­tet“ stieß in der Pres­se auf aus­ge­zeich­ne­te Reso­nanz.  Das „Kater­früh­stück“ am 3. Janu­ar 2018 war eine Koope­ra­ti­on mit Attac Ber­lin und der AG Pri­va­ti­sie­rung von Attac. Es gab fol­gen­de Bei­trä­ge:

3. Janu­ar. Ralf Schön­ball berich­te­te in sei­nem Arti­kel im Tages­spie­gel aus­führ­lich über die Pres­se­kon­fe­renz und ging auf die Refe­ra­te der Podi­ums­teil­neh­me­rIn­nen Doro­thea Här­lin, Her­bert Storn, Wer­ner Rüge­mer sowie Carl Waß­muth ein. Etwas irre­füh­rend war lei­der die Über­schrift des Bei­trags: „Neue Volks­in­itia­ti­ve will Plan zur Schul­sa­nie­rung kip­pen“. Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand ist aus­drück­lich für eine Sanie­rung der Schu­len, aller­dings nicht unter dem Dach einer GmbH.

4. Janu­ar. Die Schlag­zei­le im neu­en deutsch­land lau­te­te:Kri­tik an ‚stil­ler Pri­va­ti­sie­rung‘. Eine Volks­in­itia­ti­ve will gegen die Schul­bau­of­fen­si­ve des Senats mobil machen“. Jérô­me Lom­bard zitier­te in sei­nem Arti­kel auch die Reak­ti­on des Finanz­se­na­tors Mat­thi­as Kol­latz-Ahnen (SPD) auf die Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“. Nun ja, „still“ hat­ten wir die Pri­va­ti­sie­rung nicht genannt …

3. Janu­ar. Die Lese­rIn­nen der Ber­li­ner Zei­tung infor­mier­te Mar­tin Kles­mann nicht nur über die von GiB befürch­te­ten Fol­gen der Schul-GmbH, son­dern auch über das von GiB nun genutz­te Instru­ment einer Volks­in­itia­ti­ve. Etwas irre­füh­rend aller­dings auch hier die Über­schrift: „Neue Volks­in­itia­ti­ve will Schul­bau-Plä­ne des Senats ver­hin­dern“.

3. Janu­ar. Für den Ber­li­ner Kurier berich­te­te gleich­falls Mar­tin Kles­mann. Die Schlag­zei­le dort: „‘Unse­re Schu­le‘. Volks­in­itia­ti­ve will Pri­va­ti­sie­rung der Schu­len ver­hin­dern“.

3. Janu­ar. Sechs Kom­men­ta­re gab es zu  Kirs­ten Buch­manns Online-Bei­trag auf www.rbb24.de, der auch im Radio­sen­der 88,8 gebracht wur­de: „Unter­schrif­ten­samm­lung gestar­tet. Ber­li­ner Initia­ti­ve will geplan­te Schul­bau-GmbH ver­hin­dern“.

4. Janu­ar. Mit dem Start der Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“ schaff­te es GiB auf die Sei­te 1 der jun­gen Welt. Unter dem Titel „Kein Zucker für Spe­ku­lan­ten“ berich­te­ten  Jana Frie­ling­haus und Marc Beben­roth über die Akti­vi­tä­ten von GiB gegen die Über­tra­gung von Schul­im­mo­bi­li­en in das Pri­vat­recht.

5. Janu­ar. Am 5. Janu­ar leg­te die jun­ge Welt zum The­ma nach und ver­öf­fent­lich­te ein Inter­view mit Her­bert Storn, einem der Podi­ums­teil­neh­mer unse­rer Pres­se­kon­fe­renz. Das Inter­view führ­te Jana Frie­ling­haus. Titel: „Das Pri­vat­recht ver­hin­dert Demo­kra­tie“.

11. Janu­ar. Die taz macht sich lus­tig über Men­schen, die sich mit ple­bis­zi­tä­ren Mit­teln im demo­kra­ti­schen Raum enga­gie­ren. Dabei bringt sie auch die ver­schie­de­nen Mit­tel – Volks­ent­scheid, Volks­be­geh­ren, Volks­in­itia­ti­ve – durch­ein­an­der. Erik Peter und Anni­ka Klöp­per zeich­nen dafür unter dem Titel „Ber­lin begehrt“ ver­ant­wort­lich.

Unse­re Pres­se­mel­dung und Bil­der von der Pres­se­kon­fe­renz:

https://www.gemeingut.org/volksinitiative-gegen-schulprivatisierung-in-berlin-gestartet/

Mehr Infor­ma­tio­nen gibt es unter der Über­schrift: „Volks­in­itia­ti­ve ‘Unse­re Schu­len‘ unter­schrei­ben. Wie geht das?

Wei­te­re Arti­kel zu ÖPP (Aus­wahl):

13. Janu­ar. Chris­ti­an Hun­zi­ker berich­te­te für Die Welt, wie sich pri­va­tes Kapi­tal bun­des­weit im Schul­be­reich breit macht und wel­che Fol­gen dar­aus erwach­sen. Über­schrie­ben ist der Bei­trag, der vor allem auch auf die Rol­le des schwe­di­schen  Immo­bi­li­en­in­ves­tors Hem­sö ein­geht, mit „Die Schu­le als Ren­di­te­ob­jekt“.

17. Janu­ar. Clau­dia Wan­ner, eben­falls Die Welt, schreibt über die Caril­li­on-Plei­te: „Groß­bri­tan­ni­en erlebt sei­nen „Lehman-Brothers“-Moment.“ Tat­säch­lich ist (war) Caril­li­on ein gigan­ti­scher ÖPP-Kon­zern. Tau­sen­de Ver­trä­ge mit der öffent­li­chen Hand wer­den jetzt in den Abgrund geris­sen. Der neue „Lehman-Brothers“-Moment ist auch ein Offen­ba­rungs­eid Öffent­lich-Pri­va­ter Part­ner­schaf­ten!

27. Dezem­ber. In der jun­gen Welt erscheint ein Gespräch mit Carl Waß­muth unter dem Titel: “Nichts unter­liegt mehr öffent­li­cher Kon­trol­le”. Das Inter­view zum Pri­va­ti­sie­rungs­mo­tor Schul­den­brem­se führ­te Git­ta Düper­thal.

30. Dezem­ber. Kat­rin Kusche: „Durch­marsch“. Jah­res­rück­blick 2017: Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung. Noch ver­blei­ben die Fern­stra­ßen beim Bund, aber ÖPP-Inves­to­ren wur­den die Tore bereits weit geöff­net.

2. Janu­ar: Auch im neu­en Jahr geht es wei­ter mit der Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung. „Ber­li­ner Auto­bahn: DLA-Man­dan­tin BAM sichert sich mil­li­ar­den­schwe­res ÖPP-Pro­jekt“ lau­tet die Schlag­zei­ge auf www.juve.de. Das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um hat den Auf­trag für Aus­bau, Instand­set­zung und Betrieb der A10/A24 in Bran­den­burg an ein Kon­sor­ti­um um die nie­der­län­di­sche BAM PPP und die öster­rei­chi­sche Habau-Grup­pe ver­ge­ben.

2. Janu­ar. Susan­ne Vieth-Ent­us: „ Wenn Retor­ten­schu­len zum Alb­traum wer­den“. Vor 45 Jah­ren mach­te Ber­lin gro­ße Feh­ler mit einem Mil­li­ar­den­pro­gramm für den Schul­bau. Man­che Kom­po­nen­ten tau­chen jetzt wie­der auf.

 

3 Kommentare »

  • Hinweise des Tages II | NachDenkSeiten – Die kritische Website sagt:

    […] GiB-Info­brief: Star-Öko­no­men: Öffent­li­ches Eigen­tum schwin­det rasant Der span­nen­de Bericht zur welt­wei­ten Ungleich­heit, der mit­in­iti­iert wur­de von dem fran­zö­si­schen Star-Öko­nom Tho­mas Piket­ty, ist für die Ent­wick­lung von öffent­li­chem Ver­mö­gen so etwas wie eine Satel­li­ten­auf­nah­me: Man sieht alles auf einen Blick. Das öffent­li­che Kapi­tal – also alle Ver­mö­gen und Schul­den der öffent­li­chen Hand zusam­men­ge­rech­net – wur­de in vie­len Län­dern der Welt in den letz­ten 40 bis 50 Jah­ren hal­biert. Die­se Ent­wick­lung gab es auch in Deutsch­land: Von 1970 bis 2016 fiel der Wert des öffent­li­chen Net­to­ver­mö­gens im Ver­hält­nis zum jähr­li­chen Natio­nal­ein­kom­men von 28 auf 12 Pro­zent. Was bedeu­ten die­se Zah­len? Die regie­ren­de Poli­tik in Bund, Län­dern und Kom­mu­nen hat Infra­struk­tu­ren ver­kauft, aber dafür viel weni­ger Geld ein­ge­nom­men, als sie wert waren. Sie haben ande­re Ein­rich­tun­gen der Daseins­vor­sor­ge an Pri­va­te abge­ge­ben, per Kon­zes­si­on oder über Öffent­li­chen-Pri­va­ten Part­ner­schaf­ten (ÖPPs). Die „Part­ner“ haben zwar das Geld ein­ge­steckt, aber die ihnen anver­trau­ten Ver­sor­gungs­net­ze ver­fal­len las­sen. Und dort, wo pri­va­ti­sier­te Berei­che von der öffent­li­chen Hand zurück­ge­kauft wur­den, muss­te dafür viel mehr bezahlt wer­den, als die­se Ein­rich­tun­gen nach der Pri­va­ti­sie­rungs­pha­se noch wert waren. In der Piket­ty-Stu­die kommt man zu dem Schluss: „Die Kom­bi­na­ti­on aus umfang­rei­cher Pri­va­ti­sie­rung und wach­sen­der Ein­kom­men­sun­gleich­heit inner­halb der Län­der hat den Anstieg von Ver­mö­gensun­gleich­heit unter Indi­vi­du­en ver­stärkt.“ Quel­le: Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand […]

  • Habnix sagt:

    ” Was bedeu­ten die­se Zah­len? Die regie­ren­de Poli­tik in Bund, Län­dern und Kom­mu­nen hat Infra­struk­tu­ren ver­kauft, aber dafür viel weni­ger Geld ein­ge­nom­men, als sie wert waren. ”

    Die Infra­struk­tur, an der die Infra­struk­tur­ab­hän­gi­gen und Lohn­ab­hän­gi­gen Bür­ger hin­gen, ist die Macht eines Staa­tes. Im End­ef­fekt heißt das, dass der Staat/Regierung sei­ne Macht teil­wei­se an Kon­zer­ne abge­ge­ben hat.

    Hier folgt die Bestä­ti­gung, dass mei­ne Über­le­gun­gen rich­tig sind.

    Wir den­ken daher: Pri­va­ti­sie­rung und ihre Ver­hin­de­rung bzw. Rück­ab­wick­lung wird eines der gro­ßen The­men der nächs­ten Jahr­zehn­te wer­den. Wenn das öffent­li­che Ver­mö­gen noch ein­mal hal­biert wird, dann wird die öffent­li­che Hand weit­ge­hend macht­los. Dann spielt es kei­ne Rol­le mehr, wer regiert, dann ist nahe­zu alles pri­vat­wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen unter­wor­fen. ”

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    Je mehr jemand ver­dient, um so mehr Anwäl­te kann er sich leis­ten, um sich aus der Ver­ant­wor­tung gegen über 80 Mil­lio­nen oder noch mehr Men­schen zu kau­fen und das obwohl sehr vie­le behaup­ten sie müss­ten so viel ver­die­nen wegen der Ver­ant­wor­tung die sie haben. Der Anwalt steht aber an stel­le des Schwer­tes und es ist gera­de so das jemand der viel ver­dient, dann auch vie­le Waffen(Anwälte) zu sei­nem Ego hält. Die Anwäl­te bewah­ren dem­je­ni­gen der viel Geld ver­dient Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men.

    Die Gegen­maß­nah­me könn­te wie folgt aus­se­hen.

    Die bes­te Demo gegen Kern­kraft ist, wenn man sich den Strom mit Solar oder/und Wind oder Bach­lauf, wenn mög­lich selbst macht. Der bes­te Wider­stand gegen eine Dik­ta­tur ist es, wenn man sich so viel wie mög­lich das nöti­ge zum Leben selbst macht.

    Dadurch könn­te jeder ein­zel­ne von uns die Macht wie­der zurück bekom­men, die er vor­her durch Abhän­gig­keit an die Regie­rung abge­ge­ben hat.

    Wo wir auch immer die Infra­struk­tur gebrau­chen müs­sen, oder glau­ben sie gebrau­chen zu müs­sen, ob für eine Demo oder den Weg zur Arbeit, sind wir in Ohn­macht der Macht der Poli­ti­ker und ihrer Draht­zie­her aus­ge­lie­fert. Die Infra­struk­tur der Macht, die heu­te mit­tels Han­dy durch die Über­wa­chung von dem sel­ben, bis ins Pri­va­te hin­ein reicht, ist die Macht die alles durch­dringt.

    Nicht die Regie­rung muss das Volk regie­ren, son­dern das Volk die Regie­rung regie­ren.

    Wenn die Demo­kra­tie führt, brau­chen wir kei­ne Füh­rer.

  • LabourNet Germany Star-Ökonomen: Öffentliches Eigentum schwindet rasant » LabourNet Germany sagt:

    […] “… Was haben Kran­ken­häu­ser mit Schu­len, was Schu­len mit Auto­bah­nen und was Auto­bah­nen mit der Was­ser­ver­sor­gung zu tun? Eine ganz neue Über­sicht lie­fer­ten dazu nun über hun­dert inter­na­tio­na­le For­sche­rin­nen und For­scher. Der span­nen­de Bericht zur welt­wei­ten Ungleich­heit, der mit­in­iti­iert wur­de von dem fran­zö­si­schen Star-Öko­nom Tho­mas Piket­ty, ist für die Ent­wick­lung von öffent­li­chem Ver­mö­gen so etwas wie eine Satel­li­ten­auf­nah­me: Man sieht alles auf einen Blick. Das öffent­li­che Kapi­tal – also alle Ver­mö­gen und Schul­den der öffent­li­chen Hand zusam­men­ge­rech­net – wur­de in vie­len Län­dern der Welt in den letz­ten 40 bis 50 Jah­ren hal­biert. Die­se Ent­wick­lung gab es auch in Deutsch­land: Von 1970 bis 2016 fiel der Wert des öffent­li­chen Net­to­ver­mö­gens im Ver­hält­nis zum jähr­li­chen Natio­nal­ein­kom­men von 28 auf 12 Pro­zent. Was bedeu­ten die­se Zah­len? Die regie­ren­de Poli­tik in Bund, Län­dern und Kom­mu­nen hat Infra­struk­tu­ren ver­kauft, aber dafür viel weni­ger Geld ein­ge­nom­men, als sie wert waren. Sie haben ande­re Ein­rich­tun­gen der Daseins­vor­sor­ge an Pri­va­te abge­ge­ben, per Kon­zes­si­on oder über Öffent­li­chen-Pri­va­ten Part­ner­schaf­ten (ÖPPs). Die „Part­ner“ haben zwar das Geld ein­ge­steckt, aber die ihnen anver­trau­ten Ver­sor­gungs­net­ze ver­fal­len las­sen. Und dort, wo pri­va­ti­sier­te Berei­che von der öffent­li­chen Hand zurück­ge­kauft wur­den, muss­te dafür viel mehr bezahlt wer­den, als die­se Ein­rich­tun­gen nach der Pri­va­ti­sie­rungs­pha­se noch wert waren. In der Piket­ty-Stu­die kommt man zu dem Schluss: „Die Kom­bi­na­ti­on aus umfang­rei­cher Pri­va­ti­sie­rung und wach­sen­der Ein­kom­men­sun­gleich­heit inner­halb der Län­der hat den Anstieg von Ver­mö­gensun­gleich­heit unter Indi­vi­du­en ver­stärkt.“…” GiB-Info­brief von Kat­rin Kusche und Carl Waß­muth vom 18. Janu­ar 2018 […]

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