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Bun­des­tag beschließt Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung. Angeb­lich hat­te nie­mand die Absicht zu pri­va­ti­sie­ren

1 Juni 2017

Bild: Tim Reck­mann, flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)

Pres­se­mit­tei­lung von GiB:

Ergeb­nis der nament­li­chen Abstim­mung zur Ände­rung des Art. 90 Grund­ge­setz.

Heu­te hat der Bun­des­tag über die Ände­rung des Grund­ge­set­zes und die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung abge­stimmt. Mit 455 Ja-Stim­men wur­de die Ände­rung von Art. 90 des Grund­ge­set­zes ange­nom­men. Damit wur­de der Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung zuge­stimmt.

Carl Waß­muth, Vor­stand von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand kom­men­tiert das wie folgt:

Wenn wirk­lich nie­mand die Absicht hat, die Auto­bah­nen zu pri­va­ti­sie­ren, war­um wur­de heu­te die Pri­va­ti­sie­rung beschlos­sen? Die Ant­wort lau­tet: Das ist die ers­te Pri­va­ti­sie­rung, die angeb­lich gar kei­ne sein soll. Wir haben das bei kei­ner vor­he­ri­gen Pri­va­ti­sie­rung erlebt — weder Bahn, noch Post, noch Tele­kom oder ande­ren. Noch nie haben die Abge­ord­ne­ten der Regie­rungs­ko­ali­ti­on so dar­auf beharrt, zu leug­nen, dass sie eine Pri­va­ti­sie­rung beschlie­ßen. Ob wider bes­se­ren Wis­sens, oder weil sie blind­lings ihrer Frak­ti­ons­spit­ze ver­traut haben — bei­des ist gefähr­lich und ver­ant­wor­tungs­los. Den Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wird die heu­ti­ge Abstim­mung teu­er zu ste­hen kom­men. Da ist es gut zu wis­sen, wer im Ein­zel­nen die­se Pri­va­ti­sie­rung ermög­licht hat.”

Lau­ra Valen­tu­ke­vici­u­te, Spre­che­rin von GiB sagt dazu:

Das ist eine bit­te­re Erfah­rung. Es konn­te nicht ver­hin­dert wer­den, dass der Bun­des­tag eine der größ­ten Pri­va­ti­sie­run­gen der letz­ten Jah­re beschließt. Ein Erfolg der Pro­test­be­we­gung gegen die­ses Pri­va­ti­sie­rungs­vor­ha­ben war es, das The­ma zum zen­tra­len Gegen­stand der poli­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung zu machen. Unse­re Hoff­nung ruht nun auf den Län­dern und dort ins­be­son­de­re auf den Län­dern, bei der die Grü­nen und die Lin­ken in der Regie­rung sind. Die Rede­bei­trä­ge und das Abstimm­ver­hal­ten im Bun­des­tag heu­te haben gezeigt, dass Lin­ke und Grü­ne auf Bun­des­ebe­ne die­se Pri­va­ti­sie­rung klar ableh­nen.”

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Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung: „Stern­stun­de der Par­la­ments“ ist Kuh­han­del auf Kos­ten des Gemein­wohls

Robin Wood

10 Mil­li­ar­den € hat der Bund den Län­dern für ihre Zustim­mung zur Bun­des­fern­stra­ßen­ge­sell­schaft zuge­sagt.  Doch zu wel­chem Preis wird die­se als „Gesell­schaft pri­va­ten Rechts“ in Art 90 (2) des Grund­ge­set­zes geschrie­ben? Mit 455 Ja-Stim­men hat der Bun­des­tag die Ände­rung heu­te ange­nom­men. Die gro­ße Koali­ti­on hat heu­te buch­stäb­lich auf den letz­ten Drü­cker ihre Bun­des­tags­mehr­heit genutzt, um vor der Bun­des­tags­wahl im Sep­tem­ber der for­ma­len Pri­va­ti­sie­rung von Fern­stra­ßen Ver­fas­sungs­rang zu geben. SPD und CDU loben sich gegen­sei­tig für nach­ran­gi­ge Geset­ze, die trotz Grund­ge­setz­än­de­rung eine mate­ri­el­le Pri­va­ti­sie­rung erschwe­ren sol­len – und die zukünf­tig mit ein­fa­cher Mehr­heit geän­dert wer­den kön­nen.

Die Bericht­erstat­te­rin der SPD, Bet­ti­na Hage­dorn, sprach im Bun­des­tag von einer „Stern­stun­de des Par­la­ments“. Im nächs­ten Satz offen­bar­te sie den Kuh­han­del mit den Län­dern mit den Wor­ten „es ist ein Paket es ist ein Paket es ist ein Paket“. „Stern­stun­de“? Frak­ti­ons­kol­le­ge Johan­nes Kahrs, SPD, bekennt im Anschluss, „wir Abge­ord­ne­ten“ waren „nicht betei­ligt“.

Moni­ka  Lege, Fach­re­fe­ren­tin Mobi­li­tät bei Robin Wood, kom­men­tiert: „Das Ver­fah­ren passt zum Vor­ha­ben: Eine pri­vat­recht­lich ver­fass­te Auto­bahn­ge­sell­schaft blo­ckiert nicht nur eine inte­grier­te Ver­kehrs­pla­nung zum Schutz von Kli­ma und Umwelt. Sie hebelt auch die jetzt schon unzu­rei­chen­de Bür­ger­be­tei­li­gung beim Fern­stra­ßen­bau aus. Intrans­pa­rent und unde­mo­kra­tisch – die Abge­ord­ne­ten ent­mach­ten die Bürger*innen und sich selbst.“

Mor­gen schon soll in einem ver­kürz­ten Ver­fah­ren der Bun­des­rat der Grund­ge­setz­än­de­rung zustim­men. Unser Bünd­nis gegen Fern­stra­ßen­pri­va­ti­sie­rung ruft zur Kund­ge­bung gegen die­ses bei­spiel­lo­se Eil­ver­fah­ren auf:

Frei­tag, den 2. Juni um 9:00 Uhr, Deut­scher Bun­des­rat, Leip­zi­ger Str. 3–4, Ber­lin

https://www.robinwood.de/blog/autobahnprivatisierung-%E2%80%9Esternstunde-der-parlaments%E2%80%9C-ist-kuhhandel-auf-kosten-des-gemeinwohls

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Pres­se­mit­tei­lung des Ber­li­ner Was­ser­ti­sches, 31.05.2017
http://berliner-wassertisch.net
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Nein” zu  13 Grund­ge­setz­än­de­run­gen und zum Aus­ver­kauf der öffent­li­chen Infra­struk­tur. “Pri­va­ti­sie­rungs­brem­sen”  von CDU und SPD sind wir­kungs­los! Die Pri­va­ti­sie­rung der Auto­bah­nen und
Schu­len soll ins Grund­ge­setz. Ber­li­ner Was­ser­tisch for­dert neue öffent­li­che Anhö­rung zu den Ein­grif­fen ins Grund­ge­setz und eine Ver­ta­gung der Abstim­mung

Am 1. Juni 2017 sol­len im Bun­des­tag die Vor­aus­set­zun­gen für eine der größ­ten und wahr­schein­lich fol­gen­reichs­ten Pri­va­ti­sie­run­gen der deut­schen Geschich­te geschaf­fen wer­den. Weit­ge­hend unbe­merkt von der Öffent­lich­keit sol­len nicht weni­ger als 13 Grund­ge­setz­än­de­run­gen beschlos­sen wer­den. Ent­ge­gen anders­lau­ten­der Beteue­run­gen der Regie­rungs­ko­ali­ti­on las­sen auch die unter öffent­li­chem Druck mit heis­ser Nadel ein­ge­flick­ten “Pri­va­ti­sie­rungs­schran­ken” Pri­va­ti­sie­run­gen wei­ter­hin zu. Der Satz, mit dem die Pri­va­ti­sie­rung kom­men soll, ist unmiß­ver­ständ­lich, er lau­tet: “Der Bund kann sich zur Erle­di­gung sei­ner Auf­ga­ben einer Gesell­schaft pri­va­ten Rechts bedie­nen.” Das nennt man for­mel­le Pri­va­ti­sie­rung und es hat erheb­li­che Fol­gen. Erst­ma­lig sol­len “Öffent­lich-Pri­va­te Partnerschaften”(ÖPPs) in den Text des Grund­ge­set­zes auf­ge­nom­men wer­den. ÖPPs sind eine funk­tio­na­le Pri­va­ti­sie­rung, die hin­sicht­lich der Kos­ten und des Steue­rungs­ver­lus­tes durch das Par­la­ment einer mate­ri­el­len Pri­va­ti­sie­rung gleich­kom­men.

Die Öko­no­min Ger­lin­de Scher­mer bezieht Posi­ti­on:

Indus­trie­ver­tre­ter, CDU- und SPD-Spit­zen sagen, das sei kei­ne Pri­va­ti­sie­rung. War­um? Weil die Bevöl­ke­rung zu über 75% eine Pri­va­ti­sie­rung der Daseins­vor­sor­ge ablehnt. Wir vom Ber­li­ner Was­ser­tisch wis­sen aus Erfah­rung mit dem einst gehei­men ÖPP-Ver­trag Ber­li­ner Was­ser: ‘Öffent­lich-pri­va­te Part­ner­schaf­ten’, die jetzt ins Grund­ge­setz kom­men sol­len, sind Pri­va­ti­sie­rung der aller­schlimms­ten Sor­te. Die Pri­va­ten haben dabei Null Risi­ko, der Staat treibt für die Kapi­tal­ge­ber bei ÖPP-Auto­bahn­ab­schnit­ten zukünf­tig für 30 Jah­re die Ren­di­te von den
Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ein. Die Kon­zer­ne machen per Grund­ge­setz­än­de­rung den Staat und die Abge­ord­ne­ten zu Geld­ein­trei­bern. Die ÖPP Ver­trä­ge sind geheim! Es tagen wie­der gehei­me Schieds­ge­rich­te, die Strei­tig­kei­ten für ‘ent­gan­ge­ne Gewin­ne’ zu schlich­ten haben. Gemein­wohl ade!”

Pres­se­spre­che­rin Ulri­ke von Wie­sen­au kom­men­tiert:

Die am 1. Juni zur Abstim­mung ste­hen­den 13 Grund­ge­setz­än­de­run­gen spre­chen unmiss­ver­ständ­lich von Pri­va­ti­sie­rung. ‘Öffent­lich-pri­va­te Part­ner­schaf­ten’ (ÖPPs) wer­den in den Text des Grund­ge­set­zes auf­ge­nom­men und öff­nen Auto­bah­nen und Schu­len sys­te­ma­tisch für pri­va­te Inves­to­ren. Die sog. Pri­va­ti­sie­rungs­schran­ken sind, ent­ge­gen anders­lau­ten­der Beteue­run­gen, wir­kungs­los. Das zen­tra­le Ein­falls­tor für alle dar­aus fol­gen­den Pri­va­ti­sie­run­gen bleibt, dass der Bund sich zur Erle­di­gung sei­ner Auf­ga­ben nun einer Gesell­schaft pri­va­ten Rechts bedie­nen kann. Die Kon­trol­le durch den Bun­des­tag und durch die Lan­des­par­la­men­te wird über pri­vat­recht­li­che Geheim­ver­trä­ge mit ihren Betriebs- und Geschäfts­ge­heim­nis­sen und die Par­al­lel­jus­tiz pri­va­ter Schieds­ge­rich­te abge­schafft.”

Für Pres­se­an­fra­gen:
Ger­lin­de Scher­mer  Tel.: +49(0)178 6344985
Ulri­ke von Wie­sen­au Tel.: +49(0)30 781 4604

11 Kommentare »

  • Roland Kopanka sagt:

    Die Sozi­al­de­mo­kra­tie steu­ert auf den Abgrund zu und fragt sich war­um?
    Wei­ter mit eurem Kopf­ni­cken zur Privatisierung.Helft nur denen die das Eigen­tum der Bür­ger verscherbeln,ohne die­se zu fragen.Die Rech­nung wird euch hof­fent­lich bei der nächs­ten Wahl prä­sen­tiert.

    Die SPD ist alt und schwach und mit sol­chen Par­la­men­ta­ri­ern zum Tode.
    ver­ur­teilt.
    Aber viel­leicht gibt es für die­se Genos­sen ja noch lukra­ti­ve Stel­len bei Inves­to­ren aus den ÖPP Bereich

  • Werner Faust sagt:

    Wie war doch gleich das Wahl“versprechen”:
    “Mit mir wird es kei­ne Maut geben!”

    HA, HA, HA — sel­ten so gelacht, Frau Mer­kel!

  • Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website sagt:

    […] Bun­des­tag beschließt Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung. Angeb­lich hat­te nie­mand die Absicht zu pri­va­ti­sie­ren „Wenn wirk­lich nie­mand die Absicht hat, die Auto­bah­nen zu pri­va­ti­sie­ren, war­um wur­de heu­te die Pri­va­ti­sie­rung beschlos­sen? Die Ant­wort lau­tet: Das ist die ers­te Pri­va­ti­sie­rung, die angeb­lich gar kei­ne sein soll. Wir haben das bei kei­ner vor­he­ri­gen Pri­va­ti­sie­rung erlebt – weder Bahn, noch Post, noch Tele­kom oder ande­ren. Noch nie haben die Abge­ord­ne­ten der Regie­rungs­ko­ali­ti­on so dar­auf beharrt, zu leug­nen, dass sie eine Pri­va­ti­sie­rung beschlie­ßen. Ob wider bes­se­ren Wis­sens, oder weil sie blind­lings ihrer Frak­ti­ons­spit­ze ver­traut haben – bei­des ist gefähr­lich und ver­ant­wor­tungs­los. Den Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wird die heu­ti­ge Abstim­mung teu­er zu ste­hen kom­men. Da ist es gut zu wis­sen, wer im Ein­zel­nen die­se Pri­va­ti­sie­rung ermög­licht hat.“ Quel­le: Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand […]

  • Wolfgang H. Müller sagt:

    Nur so eine Idee…
    wie wäre es denn, wenn die nament­lich bekannt gewor­de­nen Befür­wor­ter der Auto­bahn-ÖPP eben­so jen­seits des Grund­ge­set­zes “pri­vat ent­eig­net” wür­den?
    Wenn Unrecht zu Recht (gebo­gen) wird, gegen die berech­tig­ten Inter­es­sen der Bür­ger-Öffent­lich­keit, könn­te doch auch eine “pri­va­te Son­der­maß­nah­me” deut­lich machen, wel­che Fol­gen der­ar­ti­ge Ver­ant­wor­tungs­lo­sig­keit zei­ti­gen kann. Gäbe viel­leicht eine inter­es­san­te Gerichts­ver­hand­lung. Nur so als Idee. Natür­lich hat “nie­mand die Absicht…” — bis sie Fakt (gewor­den) ist.
    Wolf­gang H. Mül­ler

  • Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website - Das Pressebüro sagt:

    […] Bun­des­tag beschließt Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung. Angeb­lich hat­te nie­mand die Absicht zu privatisieren„Wenn wirk­lich nie­mand die Absicht hat, die Auto­bah­nen zu pri­va­ti­sie­ren, war­um wur­de heu­te die Pri­va­ti­sie­rung beschlos­sen? Die Ant­wort lau­tet: Das ist die ers­te Pri­va­ti­sie­rung, die angeb­lich gar kei­ne sein soll. Wir haben das bei kei­ner vor­he­ri­gen Pri­va­ti­sie­rung erlebt – weder Bahn, noch Post, noch Tele­kom oder ande­ren. Noch nie haben die Abge­ord­ne­ten der Regie­rungs­ko­ali­ti­on so dar­auf beharrt, zu leug­nen, dass sie eine Pri­va­ti­sie­rung beschlie­ßen. Ob wider bes­se­ren Wis­sens, oder weil sie blind­lings ihrer Frak­ti­ons­spit­ze ver­traut haben – bei­des ist gefähr­lich und ver­ant­wor­tungs­los. Den Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wird die heu­ti­ge Abstim­mung teu­er zu ste­hen kom­men. Da ist es gut zu wis­sen, wer im Ein­zel­nen die­se Pri­va­ti­sie­rung ermög­licht hat.“Quelle: Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand […]

  • Hinweise der Woche | NachDenkSeiten – Die kritische Website sagt:

    […] Pri­va­ti­sie­rung der Auto­bah­nen Bun­des­tag beschließt Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung. Angeb­lich hat­te nie­mand die Absicht zu pri­va­ti­sie­ren „Wenn wirk­lich nie­mand die Absicht hat, die Auto­bah­nen zu pri­va­ti­sie­ren, war­um wur­de heu­te die Pri­va­ti­sie­rung beschlos­sen? Die Ant­wort lau­tet: Das ist die ers­te Pri­va­ti­sie­rung, die angeb­lich gar kei­ne sein soll. Wir haben das bei kei­ner vor­he­ri­gen Pri­va­ti­sie­rung erlebt – weder Bahn, noch Post, noch Tele­kom oder ande­ren. Noch nie haben die Abge­ord­ne­ten der Regie­rungs­ko­ali­ti­on so dar­auf beharrt, zu leug­nen, dass sie eine Pri­va­ti­sie­rung beschlie­ßen. Ob wider bes­se­ren Wis­sens, oder weil sie blind­lings ihrer Frak­ti­ons­spit­ze ver­traut haben – bei­des ist gefähr­lich und ver­ant­wor­tungs­los. Den Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wird die heu­ti­ge Abstim­mung teu­er zu ste­hen kom­men. Da ist es gut zu wis­sen, wer im Ein­zel­nen die­se Pri­va­ti­sie­rung ermög­licht hat.“ Quel­le: Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand […]

  • U.AHalim sagt:

    Dafür müs­sen sie auch das Grund­ge­setz ändern

    Aus­zug aus einer mail

    …TiSA – Tra­de in Ser­vices Agree­ment – ist das der­zeit größ­te Frei­han­dels­ab­kom­men welt­weit. 50 Staa­ten betei­li­gen sich dar­an, dar­un­ter sowohl die EU als auch die USA. Ver­han­delt wird seit 2013 unter strengs­ter Geheim­hal­tung. 2017 steht es zur Ent­schei­dung an. TiSA betrifft zwar “nur” Dienst­leis­tun­gen, aber 70% des Brut­to­in­lands­pro­dukt sind mitt­ler­wei­le Dienst­leis­tun­gen. Dazu gehört auch die öffent­li­che Daseins­vor­sor­ge (u.a. Was­ser­ver­sor­gung, Schu­len, Kran­ken­häu­ser), die libe­ra­li­siert und pri­va­ti­siert wer­den soll.

    Der Vor­trag stellt den Stand der Geheim­ver­hand­lun­gen dar, soweit sie durch gele­ak­te Doku­men­te der Öffent­lich­keit bekannt gewor­den sind, und geht ins­be­son­de­re auf die demo­kra­tie­po­li­ti­schen Gefah­ren von TiSA ein.

  • U.AH sagt:

    Sind nur die Vor­brei­tung für die größ­te Sauer­rei aller Zei­ten
    sie nennt sich TiSA!

  • EGartner sagt:

    wir schaf­fen das’- Mer­kel: „Mit mir wird es kei­ne Maut geben!“
    Also ist sie gar­nicht BK — ah-ha, ihr Klon?

    Jede Regie­rung lügt” — und wer­den des­halb wie­der­ge­wa­ehlt !
    http://programm.ard.de/TV/Programm/Sender/?sendung=2872419552418821

    Die Anstalt” vom 4.4.2017
    https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/die-anstalt-vom-4-april-2017–100.html

    Es begab sich zu einer Gro­KO, da einig­te ‘man’ sich als Kompromis(t),
    zwi­schen MwSt-Erhoehung 2% und 0%, auf “logi­sche” 3%
    Das Wahl­vieh mecker­te, aber nahm es nicht uebel, waehl­te wie­der die­se .….

  • EGartner sagt:

    War­um wird pri­va­ti­siert?:
    22.04.2017
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/bundesrechnungshof-keine-autobahn-privatisierung-durch-die-hintertuer-14982755.html
    Bun­des­rech­nungs­hof:
    Kei­ne Auto­bahn-Pri­va­ti­sie­rung durch die Hin­ter­tür
    Dass Auto­bah­nen doch nicht pri­va­ti­siert wer­den dür­fen, steht schon län­ger fest. Kri­ti­ker befürch­ten trotz­dem eine Pri­va­ti­sie­rung über Umwe­ge. Der Bun­des­rech­nungs­hof will dem nun offen­bar einen Rie­gel vor­schie­ben.
    Der Bun­des­rech­nungs­hof schreibt nun, dass sol­che Part­ner­schaf­ten nur aus­nahms­wei­se erlaubt wer­den soll­ten und nur für kur­ze Auto­bahn­ab­schnit­te – sol­che von weni­ger als 100 Kilo­me­tern Län­ge. Der Rech­nungs­hof hat­te schon frü­her ÖPP-Pro­jek­te als inef­fi­zi­ent und zu teu­er für den Steu­er­zah­ler kri­ti­siert. Die „funk­tio­na­le Pri­va­ti­sie­rung“ gan­zer Teil­net­ze sei „grund­ge­setz­lich aus­zu­schlie­ßen“, schreibt der Rech­nungs­hof.

    UND

    Umfra­ge
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundesbuerger-gegen-autobahn-privatisierung-a-1121877.html
    Bun­des­bür­ger leh­nen Auto­bahn-Pri­va­ti­sie­rung ab
    Mit sei­ner Idee, die Auto­bah­nen zu pri­va­ti­sie­ren, stößt Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Schäub­le auf brei­ten Wider­stand. Nicht nur die Län­der sind dage­gen, son­dern auch eine Mehr­heit der Bür­ger.
    In einer Umfra­ge spra­chen sich 74 Pro­zent der Befrag­ten gegen eine Pri­va­ti­sie­rung aus, wie sie am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de wie­der in die Dis­kus­si­on gekom­men war. Das teil­te das ARD-Mor­gen­ma­ga­zin als Auf­trag­ge­ber der Umfra­ge am Don­ners­tag mit. Nur 21 Pro­zent fan­den es rich­tig, pri­va­te Inves­to­ren ein­zu­be­zie­hen. Das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut Infra­test dimap hat­te die­se Woche 1014 Bun­des­bür­ger dazu befragt.

    Der muen­di­ge wahl­be­rech­tig­te Bue­r­ger hat sich sei­ne Repra­e­sen­tan­ten erwa­ehlt, ach­so, wer ist denn nun real der “Sou­ver­a­en” ??

  • Autobahn-Tafelsilber wird 100-km-weise teilprivatisiert – Forum DL21 e.V. sagt:

    […] Infor­ma­tio­nen zur Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung […]

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