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Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung: Dem Gro­Ko-Kro­ko fällt die Mas­ke her­un­ter

28 Februar 2017
Bild: Matlachu, pixabay.com, CC0 Public Domain

Bild: Mat­la­chu, pixabay.com, CC0 Public Domain

Pres­se­mit­tei­lung von GiB

Die Bun­des­re­gie­rung hat eine Stel­lung­nah­me des Bun­des­rats voll­stän­dig zurück­ge­wie­sen. Die Län­der hat­ten zu den vor­ge­schla­ge­nen Grund­ge­setz­än­de­run­gen sieb­zig Ände­run­gen ein­ge­for­dert. Dar­in geht es an zen­tra­ler Stel­le um eine Reform der Auto­bahn­ver­wal­tung.
Das kom­men­tiert Lau­ra Valen­tu­ke­vici­u­te, Spre­che­rin von GiB:
„Die Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung soll jetzt durch­ge­boxt wer­den, kos­te was es wol­le. Betei­li­gung Bun­des­rat? For­mal ja, inhalt­lich: kei­ne Zeit mehr! Die Bun­des­re­gie­rung setzt dar­auf, dass am Ende die Minis­ter­prä­si­dentInnen ein Macht­wort spre­chen. Anhö­run­gen im Bun­des­tag? For­mal ja, aber bevor die Anhö­run­gen gelau­fen sind, ent­schei­det schon der Koali­ti­ons­aus­schuss, was her­aus­kom­men soll. Mit Demo­kra­tie hat das nichts mehr zu tun.“
In ihrer Stel­lung­nah­me behaup­tet die Bun­des­re­gie­rung, die Gesetz­ent­wür­fe ent­sprä­chen den Beschlüs­sen der Minis­ter­prä­si­dentInnen der Län­der und der Bun­des­re­gie­rung. Die Län­der sagen das Gegen­teil. Der Bun­des­rat hat­te am 10.02.17 betont, dass zwar das zivil­recht­li­che Eigen­tum nach Arti­kel 90 des Grund­ge­set­zes im Ent­wurf dem Bund zuge­ord­net wird und somit die Ver­äu­ße­rung von Gesell­schafts­an­tei­len an der Gesell­schaft an Pri­va­te aus­ge­schlos­sen bleibt. Aber er wies dar­auf hin, dass damit die Mög­lich­keit nicht aus­ge­schlos­sen wird, Nut­zungs­rech­te in gro­ßem Umfang auf die Gesell­schaft zu über­tra­gen.
Es gibt gar kei­ne Zeit­not. Die der­zei­ti­ge Vereinba­rung zum Bund-Län­der-Finanz­aus­gleich läuft noch fast drei Jah­re — genug Zeit, sich zu eini­gen, ohne dabei gleich­zei­tig die Auto­bah­nen zu pri­va­ti­sie­ren. Das kom­men­tiert Carl Waß­muth, Infra­struk­tur­ex­per­te von GiB:
„Die Angst vor dem Ende der Legis­la­tur­pe­ri­ode reißt dem Gro­Ko-Kro­ko die Mas­ke her­un­ter. Schnell schnell das Grund­ge­setz ändern!  Die For­de­rung des Bun­des­rats war aber wört­lich: „alle Fra­gen der Betei­li­gung Pri­va­ter an der künf­ti­gen Finan­zie­rung von Bun­des­fern­stra­ßen im Gesetz klar zu regeln.“ Genau das will die Bun­des­re­gie­rung offen­bar nicht. Pri­va­te sol­len betei­ligt wer­den, aber ohne, dass es bemerkt wird. Nimmt man die Län­der beim Wort, folgt aus die­ser Situa­ti­on, dass sie im Bun­des­rat der Grund­ge­setz­än­de­rung nicht zustim­men dür­fen.“
Druck­sa­chen­num­mern:
Stel­lung­nah­me des Bun­des­rats zu den geplan­ten Grund­ge­setz­än­de­run­gen (18/11131)
Gegen­äu­ße­rung der Bun­des­re­gie­rung (18/11186
Grund­ge­setz­än­de­run­gen und beglei­ten­des Gesetz­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung (18/11135, 18/11185)

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