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Schul­pri­va­ti­sie­rung: Gemein­gut star­tet dage­gen eine Peti­ti­on

17 November 2017

Aus­schnitt GiB-Flug­blatt gegen Schul­pri­va­ti­sie­rung

Pres­se­mit­tei­lung von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB):
Im Abge­ord­ne­ten­haus Ber­lin wur­de am Don­ners­tag, dem 16. Novem­ber, kurz­fris­tig eine aktu­el­le Stun­de über die vom Senat so genann­te “Schul­bau­of­fen­si­ve” abge­hal­ten. Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB) kri­ti­siert das Pro­jekt, weil damit Schu­len und Schul­bau pri­va­ti­siert und Öffent­lich-Pri­va­ten Part­ner­schaf­ten (ÖPP) mas­si­ver Vor­schub geleis­tet wer­de. GiB des­halb hat eine Peti­ti­on gegen die Schul­pri­va­ti­sie­rung gestar­tet. Hier kann online unter­zeich­net wer­den.

Die aktu­el­le Stun­de im Abge­ord­ne­ten­haus Ber­lin kom­men­tiert Doro­thea Här­lin, Vor­stand von GiB:    
“Die­se Debat­te hat gezeigt, dass die Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner im Moment nicht auf ihr Par­la­ment set­zen kön­nen, wenn sie die dro­hen­de Schul­pri­va­ti­sie­rung abwen­det sehen wol­len. Rot-Rot-Grün kann sich der­zeit dar­auf ver­las­sen, dass CDU und FDP die Lan­des­re­gie­rung wohl­wol­lend gewäh­ren las­sen und kei­ne kri­ti­schen Fra­gen stel­len. CDU und FDP for­dern die glei­che Sache, nur mit schär­fe­ren Wor­ten – wie ges­tern mit dem FDP-Antrag, der sich vom aktu­el­len Senats­ent­wurf nur in der Über­schrift unter­schei­det.”
In all­ge­mei­nen Phra­sen wur­de von den Red­ne­rIn­nen von Rot-Rot-Grün ges­tern geleug­net, dass eine Pri­va­ti­sie­rung im Schul­be­reich dro­he – in der Sache wur­de die Pri­va­ti­sie­rung zuge­ge­ben und das Vor­ha­ben der Aus­la­ge­rung in eine GmbH bestä­tigt. Kri­tik kam allein von der AfD, die ver­such­te, sich an Posi­tio­nen von Bür­ger­initia­ti­ven in der Stadt anzu­hän­gen. Dazu GiB-Spre­cher Carl Waß­muth:
 “Gemein­sam mit dem Ber­li­ner Was­ser­tisch und Attac Ber­lin haben wir vor zwei Wochen eine Pres­se­kon­fe­renz zum Schul­bau Ber­lin gege­ben. Wir for­der­ten, dass schnell öffent­li­ches Per­so­nal für den Schul­bau ein­ge­stellt wird. Dafür soll alles aus­ge­schöpft wer­den, was die öffent­li­che Hand als gute Arbeit­ge­be­rin kenn­zeich­nen kann: Gute Bezah­lung, sicher Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­se, fami­li­en­freund­li­che Arbeits­be­din­gun­gen. Die AfD hat sich ges­tern im Abge­ord­ne­ten­haus ähn­lich geäu­ßert. Dazu sagen wir: Unse­re Posi­tio­nen wer­den nicht dadurch falsch, dass die AfD sie teilt. Und die AfD wirft ihre ras­sis­ti­sche, chau­vi­nis­ti­sche Aus­rich­tung nicht dadurch ab, dass sie sich mit unse­ren For­de­run­gen schmückt.”
In ganz Euro­pa kommt es in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer wie­der dazu, dass Par­tei­en und Bewe­gun­gen vom rech­ten Rand ver­su­chen, Bür­ger­initia­ti­ven zu “umar­men”. Dabei geht es manch­mal dar­um die­se Initia­ti­ven zu dele­gi­ti­mie­ren und ihnen die Spit­ze zu bre­chen, in ande­ren Fäl­len wird ver­sucht, sich so als “rech­te Mit­te” dazu­stel­len. Doro­thea Här­lin:
“Auch für die AfD gilt: Nein heisst Nein. Wir haben die­se Nähe nicht erbe­ten und benö­ti­gen sie auch nicht zur Durch­set­zung unse­rer poli­ti­schen For­de­run­gen.”
 Die Peti­ti­on von GiB gegen die Schul­pri­va­ti­sie­rung adres­siert sich an den Regie­ren­den Bür­ger­meis­ter Mül­ler und die Sena­to­rin­nen und Sena­to­ren Kol­latz-Ahnen, Lomp­scher, Schee­res und Beh­rendt. Unter­schrif­ten­lis­ten und Flug­blät­ter kön­nen auch zuge­schickt wer­den. Dazu eine E-Mail schrei­ben an das GiB-Büro, Stich­wort: Unter­schrif­ten­lis­ten.
Für Rück­fra­gen:    Carl Waß­muth    
Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB) tritt ein für die Bewah­rung und Demo­kra­ti­sie­rung öffent­li­cher Ein­rich­tun­gen der Daseins­vor­sor­ge. Gemein­gü­ter wie Was­ser, Bil­dung, Mobi­li­tät,  Ener­gie, öffent­li­ches Grün und vie­les mehr soll zurück­ge­führt  wer­den unter demo­kra­ti­sche Kon­trol­le. Ein inhalt­li­cher Schwer­punkt  unse­rer Arbeit gegen Pri­va­ti­sie­rung ist die Auf­klä­rung über ÖPP.

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