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GiB-Info­brief Ber­lin: Noch heu­te unter­schrei­ben: Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“

22 Februar 2018

Lie­be Freun­din­nen und Freun­de
der Gemein­gü­ter in Ber­lin,

im Ber­li­ner Schul­bau droht eine (Teil-)Privatisierung. Ein Pro­jekt von ähn­li­cher Grö­ßen­ord­nung wie die Pri­va­ti­sie­rung des Ber­li­ner Was­sers! Vom geplan­ten Schul­neu­bau und den Groß­sa­nie­run­gen sol­len dem­nächst ein gro­ßer Teil über die pri­vat­recht­li­che Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft Howo­ge GmbH abge­wi­ckelt wer­den. Die Bezir­ke wür­den zu Mie­tern ihrer Schu­len. Mit­be­stim­mung von Schü­le­rin­nen und Schü­lern, von Eltern und auch von Leh­re­rin­nen und Leh­rern wäre nicht mehr mög­lich. Es wür­de allein ein Geheim­ver­trag mit der Howo­ge gel­ten, mit 25 Jah­ren Lauf­zeit und 7 Jah­ren Ver­län­ge­rungs­op­ti­on. Und natür­lich müs­sen pri­va­ti­sier­te Schu­len für die Howo­ge Geld ein­brin­gen – die Bil­dung unse­rer Kin­der käme also in eine fata­le Zwick­müh­le.

Das gan­ze Vor­ha­ben wird bis­her von gro­ßer Intrans­pa­renz beglei­tet. Unse­re Fra­gen zum The­ma lässt der Senat seit Mona­ten unbe­ant­wor­tet. Das Abge­ord­ne­ten­haus hat sich mit der The­ma­tik noch nicht ein­mal befasst und lässt Senat und Bezir­ke ein­fach nur machen. Wir sagen: So nicht!  Und haben die Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len” gestar­tet. Und dann den “Ber­li­ner Schul­tisch” mit­ge­grün­det: eine Grup­pe akti­ons­freu­di­ger Men­schen, die sich wöchent­lich tref­fen. Gelingt es uns, inner­halb von sechs Mona­ten 20.000 gül­ti­ge Unter­schrif­ten zu sam­meln, kön­nen wir die die Befas­sung der Aus­schüs­se des Abge­ord­ne­ten­hau­ses mit dem The­ma erzwin­gen.

20.000 gül­ti­ge Unter­schrif­ten sind für uns der­zeit 20 akti­ven Samm­le­rin­nen und Samm­ler eine gro­ße Kraft­an­stren­gung: Daher benö­ti­gen wir Ihre Hil­fe. Das kön­nen Sie tun:

  • Unter­schrei­ben Sie noch heu­te den Auf­ruf und sam­meln Sie nach Mög­lich­keit noch drei wei­te­re Unter­schrif­ten. Beach­ten Sie: Man muss rich­tig mit Stift oder Fül­ler auf Papier unter­zeich­nen! Sen­den Sie die aus­ge­füll­te Lis­te im Ori­gi­nal noch heu­te per Brief­post an uns zurück. Unter­schrei­ben kön­nen alle, die ihren Haupt­wohn­sitz in Ber­lin haben und min­des­tens 16 Jah­re alt sind; Unter­schrif­ten­lis­te bit­te an: GiB e.V., Wei­den­weg 37, 10249 Ber­lin sen­den oder an einer der vie­len Sam­mel­stel­len abge­ben.
  • Legen Sie Lis­ten in Ihrem Lieb­lingsca­fé, im Bio­la­den, in Ihrem Bür­ger­amt, in Ihrer Biblio­thek aus und betreu­en Sie die Lis­ten. Lis­ten betreu­en ist ein­fach: alle zwei, drei Tage Lis­ten abho­len und an GiB e.V. sen­den. Tei­len Sie uns mög­lichst die Aus­le­ge­or­te mit, damit wir ande­re dar­auf hin­wei­sen kön­nen: per Mail an info[at]gemeingut.org. Gern schi­cken wir Ihnen Lis­ten und auch wei­te­res Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al zu. Aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen rund um die Volks­in­itia­ti­ve fin­den Sie auf unse­rer Web­site.
  • Lei­ten Sie die­se Mail an Freun­din­nen und Freun­de mit der Bit­te wei­ter, auch aktiv zu wer­den, zu unter­schrei­ben, Lis­ten aus­zu­le­gen und zu sam­meln.

Nur mit Ihrem Enga­ge­ment wird unse­re Initia­ti­ve erfolg­reich sein.

Set­zen Sie sich zusam­men mit uns dafür ein, dass

  • Schu­len öffent­lich gebaut, erhal­ten, betrie­ben und finan­ziert statt in eine pri­vat­recht­li­che GmbH über­tra­gen oder über oder ÖPP betrie­ben wer­den
  • das Per­so­nal in den Schu­len und Bau­äm­tern in öffent­li­cher Hand auf­ge­stockt wird statt Spar­dik­tat wal­ten zu las­sen und zu erlau­ben, dass die Howo­ge dem Land und den Bezir­ken Fach­kräf­te abwirbt
  • Schul­ge­bäu­de und -grund­stü­cke im Eigen­tum der Bezir­ke ver­blei­ben, statt sie der Howo­ge zur Gewinn­ma­xi­mie­rung zu über­ge­ben und die Bezir­ke zu Mie­tern ihrer – unse­rer! –  Schu­len zu degra­die­ren

Mit herz­li­chen Grü­ßen

Kat­rin Kusche und Carl Waß­muth
für das Gemein­gut-Team

PS: Sie haben im Moment kei­ne Zeit zum Sam­meln? Dann unter­stüt­zen Sie unse­re Initia­ti­ve mit einer Spen­de (Kenn­wort: „Unse­re Schu­len“) . Auch das ist ein wich­ti­ger Bei­trag zum Gelin­gen der Volks­in­itia­ti­ve, denn der Druck und Ver­sand von Lis­ten, Fly­ern, Auf­kle­bern und Pla­ka­ten kos­tet Geld.

 

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PRES­SE­SCHAU (Aus­wahl)

21. Febru­ar. Susan­ne Vieth-Ent­us berich­tet im Tages­spie­gel zu den aktu­el­len Ent­wick­lun­gen unter der Über­schrift „Ber­lins Bezir­ke sol­len künf­tig Schu­len mie­ten“. Die Jour­na­lis­tin beleuch­tet die Rol­le der Ber­li­ner Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft Howo­ge beim Schul­bau. Die CDU krti­siert das Vor­ha­ben wegen „Kne­bel­ver­trä­gen“, die eine “bedin­gungs­lo­se Pri­va­ti­sie­rung von Schul­bau­ten” bedeu­ten wür­den.

21. Febru­ar. In der Ber­li­ner Zei­tung fasst Mar­tin Kles­mann die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen zusam­men. Der Bei­trag ist über­schrie­ben mit: „Ris­kan­te Ent­schei­dung: Howo­ge über­nimmt den Bau von Schu­len nun doch selbst“.

17. Febru­ar. WDR 5 bringt einen Mit­schnitt vom 14. Poli­ti­schen Ascher­mitt­woch (Ber­li­ner Tem­po­drom, 14. Febru­ar). Am Ende sei­nes Auf­tritts war Max Uthoff für die Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“ (ab 01:44 min, Ach­tung, nur sie­ben Tage online nach­hör­bar.)

13. Febru­ar. Inter­view von Radio Dreyeck­land mit Carl Wasß­muth von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand zur dro­hen­den Schul­pri­va­ti­sie­rung in Ber­lin. Link zum Inter­view (Län­ge: 20:47 min) , Link zur Web­site des Radi­os.

5. Febru­ar. Wer­ner Rüge­mer bringt für die Aus­ga­be 01/2018 von ver.di-publik das Ber­li­ner Schul­pri­va­ti­sie­rungs­de­sas­ter auf den Punkt. Sein Bei­trag trägt den Titel: “Und noch eine Schul-GmbH”.

3. Febru­ar. „Pri­vat oder staat­lich? – Wie sol­len die Ber­li­ner Schu­len saniert wer­den?“, Radi­ode­bat­te am 3.2.2018  im Kul­tur­ra­dio rbb (17:04, Zeit­punkt, Län­ge: 56:49 min.). Es dis­ku­tie­ren: Klaus Fei­ler, Staats­se­kre­tär Senats­ver­wal­tung für Finan­zen, Doro­thea Här­lin, Gemein­gut in Bürgerinnenhand/Berliner Schul­tisch, Prof. Dr. Robert Knap­pe, Hoch­schu­le für Wirt­schaft und Recht Ber­lin (HWR Ber­lin).

28. Janu­ar. „Pri­vat oder staat­lich? – Wie sol­len die Ber­li­ner Schu­len saniert wer­den?“, Sofie Czil­wik berich­tet, u.a. mit O-Tönen von Doro­thea Här­lin (Gemein­gut in Bür­ge­rIn­ne­hand), Finanz­se­na­tor Mat­thi­as Kol­latz-Ahnen und Buch­au­tor Patrick Schrei­ner. Sen­dung vom 28.1.2018  auf Kul­tur­ra­dio rbb (17:04, Zeit­punk­te, Län­ge: 6:31 Min.)

11. Janu­ar. Die taz macht sich lus­tig über Men­schen, die sich mit ple­bis­zi­tä­ren Mit­teln im demo­kra­ti­schen Raum enga­gie­ren. Dabei bringt sie auch die ver­schie­de­nen Mit­tel – Volks­ent­scheid, Volks­be­geh­ren, Volks­in­itia­ti­ve – durch­ein­an­der. Erik Peter und Anna Klöp­per zeich­nen dafür unter dem Titel „Ber­lin begehrt“ ver­ant­wort­lich.

Am 5. Janu­ar leg­te die jun­ge Welt zum The­ma nach und ver­öf­fent­lich­te ein Inter­view mit Her­bert Storn, einem der Podi­ums­teil­neh­mer unse­rer Pres­se­kon­fe­renz. Das Inter­view führ­te Jana Frie­ling­haus. Titel: „Das Pri­vat­recht ver­hin­dert Demo­kra­tie“.

4. Janu­ar. Mit dem Start der Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“ schaff­te es GiB auf die Sei­te 1 der jun­gen Welt. Unter dem Titel „Kein Zucker für Spe­ku­lan­ten“ berich­te­ten  Jana Frie­ling­haus und Marc Beben­roth über die Akti­vi­tä­ten von GiB gegen die Über­tra­gung von Schul­im­mo­bi­li­en in das Pri­vat­recht.

4. Janu­ar. Die Schlag­zei­le im neu­en deutsch­land lau­te­te:Kri­tik an ‚stil­ler Pri­va­ti­sie­rung‘. Eine Volks­in­itia­ti­ve will gegen die Schul­bau­of­fen­si­ve des Senats mobil machen“. Jérô­me Lom­bard zitier­te in sei­nem Arti­kel auch die Reak­ti­on des Finanz­se­na­tors Mat­thi­as Kol­latz-Ahnen (SPD) auf die Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“. Nun ja, „still“ hat­ten wir die Pri­va­ti­sie­rung nicht genannt …

3. Janu­ar. Ralf Schön­ball berich­te­te in sei­nem Arti­kel im Tages­spie­gel aus­führ­lich über die Pres­se­kon­fe­renz und ging auf die Refe­ra­te der Podi­ums­teil­neh­me­rIn­nen Doro­thea Här­lin, Her­bert Storn, Wer­ner Rüge­mer sowie Carl Waß­muth ein. Etwas irre­füh­rend war lei­der die Über­schrift des Bei­trags: „Neue Volks­in­itia­ti­ve will Plan zur Schul­sa­nie­rung kip­pen“. Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand ist aus­drück­lich für eine Sanie­rung der Schu­len, aller­dings nicht unter dem Dach einer GmbH.

3. Janu­ar. Die Lese­rIn­nen der Ber­li­ner Zei­tung infor­mier­te Mar­tin Kles­mann nicht nur über die von GiB befürch­te­ten Fol­gen der Schul-GmbH, son­dern auch über das von GiB nun genutz­te Instru­ment einer Volks­in­itia­ti­ve. Etwas irre­füh­rend aller­dings auch hier die Über­schrift: „Neue Volks­in­itia­ti­ve will Schul­bau-Plä­ne des Senats ver­hin­dern“.

3. Janu­ar. Für den Ber­li­ner Kurier berich­te­te gleich­falls Mar­tin Kles­mann. Die Schlag­zei­le dort: „‘Unse­re Schu­le‘. Volks­in­itia­ti­ve will Pri­va­ti­sie­rung der Schu­len ver­hin­dern“.

3. Janu­ar. Sechs Kom­men­ta­re gab es zu  Kirs­ten Buch­manns Online-Bei­trag auf www.rbb24.de, der auch im Radio­sen­der 88,8 gebracht wur­de: „Unter­schrif­ten­samm­lung gestar­tet. Ber­li­ner Initia­ti­ve will geplan­te Schul­bau-GmbH ver­hin­dern“.

Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand ver­öf­fent­lich­te im Jahr 2018 bis­her fol­gen­de Pres­se­mel­dun­gen:

19. Febru­ar. „Kon­stan­tin Wecker und Lena Sto­ehr­fak­tor gegen Schul­pri­va­ti­sie­run­gen

8. Febru­ar. „Frisch aus­ge­packt: Lun­a­par­k21-Extra­heft zu ÖPP erschie­nen

7. Febru­ar. „Senats­ver­tre­ter bestä­tigt: Schu­len sol­len Mie­te an Howo­ge zah­len

1. Febru­ar. „Koali­ti­ons­ver­trag: CDU, CSU und SPD sol­len ÖPP stop­pen

31. Janu­ar. „Ber­li­ner Schul­tisch gegrün­det: direk­te Demo­kra­tie statt „Bei­ra­ti­tis“ der Schul­se­na­to­rin Schee­res

7. Janu­ar. „Finanz­se­na­tor Kol­latz-Ahnen bril­liert mit Unwis­sen und Fehl­schlüs­sen

3. Janu­ar. „Volks­in­itia­ti­ve gegen Schul­pri­va­ti­sie­rung in Ber­lin gestar­tet

Ein Kommentar »

  • Gerd Krämer sagt:

    Es ist mir total unverständlich,wie eine Regie­rung R2G in die­ser Wei­se han­delt. Es ist doch hin­läng­lich bewiesen,dass die soge­nann­ten ÖPP‘s
    nicht zum Vor­teil unse­rer Gesell­schaft sind. Dafür gibt es doch in unse­rem Land jede Men­ge Bei­spie­le.
    Was “dem Fass den Boden raushaut”,ist dann auch noch die arro­gan­te und unde­mo­kra­ti­sche Wei­se, wie der Senat (also SPD, Lin­ke und Grüne)mit der GiB umgeht.

    Die poli­tisch Ver­ant­wort­li­chen, haben die Zei­chen der Zeit ein­fach nicht ver­stan­den.

    Ich wer­de kei­ne der drei Patei­en wäh­len, wenn das so wei­ter­geht.

    Mit freund­li­chen Grü­ßen
    GERD KRÄ­MER

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