Home » Bildung, GiB-Infobrief, Infrastruktur

GiB-Info­brief Ber­lin: Kei­ne Schul­pri­va­ti­sie­rung!

29 November 2018

Lie­be Freun­din­nen und Freun­de der öffent­li­chen Daseins­vor­sor­ge,

das war auch für uns neu: Die­sen Mon­tag haben wir vor dem Lan­des­ver­fas­sungs­ge­richt Ber­lin einen  Antrag auf einst­wei­li­ge Anord­nung gestellt. Es ging dabei um die Pri­va­ti­sie­rung von Schu­len in Ber­lin, wir wol­len die Unter­schrift unter den Pri­va­ti­sie­rungs­ver­trag zu den Ber­li­ner Schu­len noch auf­hal­ten. Dabei kön­nen weni­ge Tage ent­schei­dend sein, die Aus­ein­an­der­set­zung ähnelt inzwi­schen einem Kri­mi.

Aber von vorn: Am 7. Novem­ber fand die von uns im Rah­men einer Volks­in­itia­ti­ve durch­ge­setz­te öffent­li­che Anhö­rung im Haupt­aus­schuss des Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­hau­ses statt. Am Vor­abend – genau­er: am 6. Novem­ber um 18:07 Uhr – hat­te uns der Ber­li­ner Senat den Ent­wurf für den Pri­va­ti­sie­rungs­ver­trag zuge­sandt. Wir bean­trag­ten in der Anhö­rung eine Fort­set­zung der Anhö­rung, da es in weni­gen Stun­den gar nicht mög­lich ist, einen so kom­ple­xen Ver­trag zu prü­fen. In den zwei Wochen danach ging es hin und her: Wir ver­lang­ten wei­ter – jetzt schrift­lich – die Fort­set­zung der Anhö­rung, das Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus schwieg erst lan­ge und lehn­te dann ab. Gleich­zei­tig gab man uns bekannt, dass das Abge­ord­ne­ten­haus selbst den Pri­va­ti­sie­rungs­ver­trag nicht bera­ten müss­te. Es droht nun eine Situa­ti­on wie 1999 vor der Pri­va­ti­sie­rung des Ber­li­ner Was­sers: Das Par­la­ment gibt eine vage Wil­lens­be­kun­dung ab, und der Senat unter­schreibt schnell den Ver­trag – in die­sem Fall mit 37 Jah­ren Bin­dungs­wir­kung, das wären sie­ben Legis­la­tur­pe­ri­oden!

Mit einer Kla­ge auf einst­wei­li­ge Anord­nung ver­such­ten wir, unser Recht auf eine voll­stän­di­ge Anhö­rung gel­tend zu machen, um die dro­hen­den Risi­ken des Pri­va­ti­sie­rungs­ver­trags doch noch im Par­la­ment dar­stel­len zu kön­nen. Das hat nicht geklappt. Ges­tern Nach­mit­tag kam die Ableh­nung: Das Ver­fas­sungs­ge­richt sah kei­ne so gro­ße Bedro­hung für unser Recht auf Anhö­rung, um dem Senat des­we­gen zu unter­sa­gen, den Ver­trag vor­erst zu unter­zeich­nen. Aber unse­re Argu­men­te sind damit nicht ver­lo­ren! Wenn es uns nicht gestat­tet ist, unse­re Kri­tik im Par­la­ment vor­zu­tra­gen, wer­den wir eben die Öffent­lich­keit zu uns ein­la­den.

Außer­halb des Par­la­ments ver­steht kaum noch jemand, wel­che Zie­le drin­nen ver­folgt wer­den. Schließ­lich ist es eine Koali­ti­on aus SPD, Lin­ken und Grü­nen, die die­se Pri­va­ti­sie­rung durch­set­zen will! Mitt­ler­wei­le gibt es bei allen drei betei­lig­ten Par­tei­en Lan­des­par­tei­tags­be­schlüs­se, die dem vor­ge­leg­ten Kon­zept wider­spre­chen – in der Basis rumort es. Die Frak­tio­nen im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus wol­len des­we­gen offen­bar schnell Fak­ten schaf­fen. Heu­te fin­det die Ple­nar­sit­zung statt, in der über den Pri­va­ti­sie­rungs­ver­trag ent­schie­den wer­den kann. Wir rech­nen damit, dass Punkt zur Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len” ab 12:30 Uhr behan­delt wird. Die Pres­se wird da sein. Um den Pres­se­ver­tre­te­rIn­nen noch ein­mal zu zei­gen, wie vie­le die Schul­pri­va­ti­sie­rung ableh­nen, wol­len wir uns vor dem Ber­lin Abge­ord­ne­ten­haus in der Nie­der­kirch­ner­stra­ße 5, tref­fen. Kom­men Sie dazu: heu­te, Don­ners­tag, dem 29.11.2018, um 11.45 Uhr. Wenn Sie ver­fol­gen möch­ten, wie die Abge­ord­ne­ten das The­ma dis­ku­tie­ren, gelan­gen Sie hier zur Live-Über­tra­gung der Ple­nar­sit­zung

Mit herz­li­chen Grü­ßen

Lau­ra Valen­tu­ke­vici­u­te und Carl Waß­muth

für die Akti­ven von GiB

 

P.S.: Unser Wider­stand gegen einen rot-rot-grü­ner Pri­va­ti­sie­rungs-Prä­ze­denz­fall in dau­ert nun schon zwei Jah­re an. Das Ent­schei­den­de haben wir aber noch nicht erreicht: die Absa­ge des Vor­ha­bens. Hel­fen Sie mit, und machen Sie ande­re auf­merk­sam auf das The­ma, lei­ten Sie die­se mail wei­ter!

***********************************************************************************************

PRES­SE­SCHAU (Aus­wahl!)

Zur Schul­bau­pri­va­ti­sie­rung in Ber­lin erschie­nen in den letz­ten sechs Wochen unter ande­rem fol­gen­de Bei­trä­ge:

27. Novem­ber. Die Ber­li­ner Grü­nen votier­ten am ver­gan­ge­nen Sonn­abend auf ihrer Lan­des­de­le­gier­ten­kon­fe­renz gegen einen kre­dit­fi­nan­zier­ten Schul­bau. Der beschlos­se­ne Leit­an­trag ent­hält unter ande­rem die Pas­sa­ge, dass die Grü­nen “Schul­bau und Schul­sa­nie­rung aus Haus­halts­mit­teln finan­zie­ren” wol­len. Der Beschluss steht damit dem Vor­ha­ben der Ber­li­ner rot-rot-grü­nen Regie­rungs­ko­ali­ti­on, einen Teil der Schul­bau­ten kre­dit­fi­nan­ziert über die Howo­ge Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft mbH zu rea­li­sie­ren, dia­me­tral ent­ge­gen. Das berich­tet Ralf Wurz­ba­cher in der jun­gen Welt. Den­noch sieht Ste­fa­nie Rem­lin­ger für den Senat kei­nen Ände­rungs­be­darf: “Die in der Koali­ti­on getrof­fe­nen Ver­ein­ba­run­gen wer­den wegen des weit fort­ge­schrit­te­nen Pro­zes­ses durch uns nicht mehr in Fra­ge gestellt”, zitiert die jun­ge Welt die Vize­vor­sit­zen­de und Haus­halts­spre­che­rin der Grü­nen-Frak­ti­on. Carl Waß­muth kon­sta­tiert feh­len­de Legi­ti­ma­ti­on durch die Basis für ein sol­ches Vor­ge­hen grü­ner Regie­rungs­ver­tre­te­rIn­nen. Am 26. Novem­ber hat die Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len” nun das Lan­des­ver­fas­sungs­ge­richt ange­ru­fen, um die Unter­zeich­nung des Rah­men­ver­trags zwi­schen Senat und Howo­ge höchst­rich­ter­lich zu stop­pen. Hier geht es zum voll­stän­di­gen jW-Bei­trag mit dem Titel “Beschluss für die Bio­ton­ne”.

22. Novem­ber.Aus­ver­kauf um jeden Preis. Ber­li­ner Grü­ne rücken von ‘Schul­bau­of­fen­si­ve’ ab. Gut­ach­ter spre­chen von Pri­va­ti­sie­rung, Senat drückt aufs Tem­po” heißt es auf Sei­te 4 in der jun­gen Welt. Ralf Wurz­ba­cher berich­tet, wie der Wider­stand gegen die Pri­va­ti­sie­rung im Rah­men der soge­nann­ten Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve wirkt: “Mit Bünd­nis 90/Die Grü­nen rückt erst­mals eine der drei Regie­rungs­par­tei­en von einer zen­tra­len Ziel­stel­lung ab.” Den­noch wol­le der Senat bis jetzt nicht von der Howo­ge Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft mbH als Part­ne­rin abrü­cken. Wurz­ba­cher zitiert eine Spre­che­rin des Finanz­se­na­tors, die den Pri­va­ti­sie­rungs­vor­wurf mit einem Lachen abtut. Carl Waß­muth von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand beklagt im Arti­kel: “Die Eile des Gan­zen” sei ein »Skan­dal ohne­glei­chen und ein Angriff auf die Demo­kra­tie.”

21. Novem­ber. “Erst­mals rückt eine der drei Ber­li­ner Lan­des­re­gie­rungs­par­tei­en von den koali­ti­ons­in­tern aus­ge­han­del­ten Schul­bau­plä­nen ab. Die Grü­nen wol­len das größ­te Inves­ti­ti­ons­pro­jekt in die­ser Wahl­pe­ri­ode nun doch ger­ne kom­plett aus Haus­halts­mit­teln finan­zie­ren.” berich­tet Mar­tin Kles­mann in der Ber­li­ner Zei­tung. “ ‘Unser Ziel ist es, Schul­bau und Schul­sa­nie­rung aus Haus­halts­mit­teln zu finan­zie­ren’, heißt es in dem vom Grü­nen-Lan­des­vor­stand ein­ge­brach­ten Leit­an­trag …” Pikant: Die Lan­des­de­le­gier­ten­kon­fe­renz, auf der die­ser Antrag zur Abstim­mung steht, ist am 24. Novem­ber; die Haupt­aus­schuss­sit­zung, auf der die Wei­chen für den Rah­men­ver­trag mit der Howo­ge Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft mbH abge­stimmt wer­den soll, hin­ge­gen am 21. Novem­ber. Fin­det die Abstim­mung am 21. Novem­ber wirk­lich statt, dürf­te es inter­es­sant wer­den, wie die grü­nen Haupt­aus­schuss­mit­glie­der abstim­men. Der Arti­kel ist erschie­nen unter der Über­schrift: “Lan­des­mit­tel statt Howoge-Kredit.Grüne wol­len Schul­bau-Plä­ne ändern”. Gleich­falls lesens­wert ist der eben­falls am 21. Novem­ber erschie­ne­ne Kom­men­tar dazu von Mar­tin Kles­mann: “Kom­men­tar zum Ber­li­ner Schul­bau. Zu viel Heim­lich­keit in der Lan­des­re­gie­rung”. Dort geht Kles­mann auch auf den dubio­sen Umstand ein, dass Finanz­se­na­tor Kol­latz zwei Gut­ach­ten erst drei Arbeits­ta­ge nach der Anhö­rung der Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len” dem Par­la­ment zur Kennt­nis gege­ben hat.

20. Novem­ber. Unter der Über­schrift “Volks­in­itia­ti­ve warnt vor Schul­pri­va­ti­sie­rung” berich­tet  rbb24, dass sich die Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len” durch zwei Gut­ach­ten, die der Finanz­se­na­tor zum Ein­be­zog der Howo­ge in die soge­nann­te Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve in ihrer Pri­va­ti­sie­rungs­kri­tik bestä­tigt sieht. Laut rbb24 for­mu­lie­ren die Gut­ach­ter das aller­dings zurück­hal­ten­der, wäh­rend die Finanz­ver­wal­tung die Kri­tik der Volks­in­itia­ti­ve laut dem Sen­der zurück­wei­se.

12. Novem­ber. Ralf Wurz­ba­cher im Gespräch mit Carl Waß­muth von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand. Die jun­ge Welt ver­öf­fent­licht ein aus­führ­li­ches Inter­view, in dem es um die Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve und die Anhö­rung am 7. Novem­ber vor dem Haupt­aus­schuss und dem Aus­schuss für Bil­dung, Jugend und Fami­lie geht. Über­schrie­ben ist das Inter­view mit “Miet­wu­cher mit Unter­stüt­zung des Senats”.

7. Novem­ber. Meh­re­re Medi­en berich­ten von der Anhö­rung der Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len ” im Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­haus: Aus­führ­lich beleuch­tet Mar­tin Kles­mann für die Lese­rIn­nen der Ber­li­ner Zei­tung Stim­mung und Argu­men­te der Anhö­rung in sei­nem Bei­trag “Ärger um Ber­li­ner ‘Schul­bau­of­fen­si­ve’. Volks­in­itia­ti­ve sorgt für Tumult im Par­la­ment”. Susan­ne Vieth-Ent­us schreibt im Tages­spie­gel: “Die Anhö­rung der Volks­in­itia­ti­ve […] geriet am Mitt­woch zu einem lei­den­schaft­li­chen Schlag­ab­tausch” und über­schrieb ihren Bei­trag mit “Anhö­rung im Abge­ord­ne­ten­haus Ber­lin. Das Gespenst der Schul­bau-Pri­va­ti­sie­rung”. Auf der Basis einer dpa-Mel­dung berich­te­ten auch RTL (“Schul­bau-Volks­in­itia­ti­ve wird im Abge­ord­ne­ten­haus ange­hört” und Süd­deut­sche Zei­tung (“Abge­ord­ne­ten­haus Ber­lin. Volks­in­itia­ti­ve zu Schu­len blitzt im Par­la­ment ab”) und die Welt (“Schul­bau-Volks­in­itia­ti­ve wird im Abge­ord­ne­ten­haus ange­hört”. Die taz bringt einen Bei­trag mit dem Titel: “Initia­ti­ve Unse­re Schu­len. Volks­in­itia­ti­ve fin­det kein Gehör”. Eben­falls berich­te­ten rbb24 und die rbb-Abend­schau.

6. Novem­ber. Auch die Ber­li­ner Mor­gen­post beri­chet: “Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve wird teu­rer als erwar­tet”. Laut Reto Klar ver­sucht der Senat abzu­wie­geln. Klar erwähnt in sei­nem Bei­trag auch kurz die am 7. Novem­ber statt­fin­den­de Anhö­rung der Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len”. Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand als Trä­ge­rin der Volks­in­itia­ti­ve hat­te die Kos­ten­ex­plo­si­on im Zuge der Recher­chen für die Anhö­rung auf­ge­deckt und publik gemacht und wird dar­auf wäh­rend der Anhö­rung ein­ge­hen.

6. Novem­ber. “Was Sanie­rung und Neu­bau der Ber­li­ner Schu­len kos­ten, steht noch lan­ge nicht fest. Sicher ist nur: Die bis­he­ri­gen Zah­len waren unrea­lis­tisch nied­rig.” schreibt Susan­ne Vieth-Ent­us im Tages­spie­gel. In ihren Bei­trag “5,5 Mil­li­ar­den Euro rei­chen nicht” geht sie auf die Kos­ten­ent­wick­lung, die Erklä­rungs­ver­su­che von Senat und Howo­ge ein sowie auf die kri­ti­schen Stim­men: die Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len” sowie die CDU, die bereits vor einem Jahr ein alter­na­ti­ves Sprin­ter­pa­ket geschnürt hat­te, um den Ber­li­ner Schul­bau zu beschleu­ni­gen.

5. Novem­ber. Die CDU hat die Kos­ten­stei­ge­run­gen bei der soge­nann­ten Schul­bau­of­fen­si­ve, über die die Ber­li­ner Zei­tung am Vor­tag berich­te­te,  am heu­ti­gen Mon­tag kri­ti­siert. Mar­tin Kles­mann zitiert in sei­nem Bei­trag CDU-Frak­ti­ons­vi­ze Mario Cza­ja wie folgt: “Schnel­ler als erwar­tet zeigt sich nun, dass das nicht funk­tio­niert, dass Ver­fah­ren ver­zö­gert und Bau­vor­ha­ben immer teu­rer wer­den.” Die SPD glaubt hin­ge­gen nach wie vor, alles unter Kon­trol­le zu haben. Senat und Howo­ge haben ihren Rah­men­ver­trag über ihre Koope­ra­ti­on der­weil vor­an­ge­trie­ben, der nun per Senats­be­schluss in Kraft tre­ten soll., ohne Zustim­mung des Par­la­ments. (Titel des Arti­kels: “Schul­bau-Ver­zö­ge­run­gen. Oppo­si­ti­on ver­är­gert über Kos­ten­stei­ge­rung”)

5. Novem­ber. Die Fuchs­berg­schu­le in Bies­dorf-Süd ist gera­de fer­tig und doch schon wie­der zu klein. Clau­dia van Laak berich­tet im Deutsch­land­funk von der soge­nann­ten Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve. (“Schul­neu­bau­ten in Ber­lin. Der Sanie­rungs­stau bei Schu­len rächt sich”)

4. Novem­ber. Mar­tin Kles­mann gibt für die Ber­li­ner Zei­tung einen ers­ten Aus­blick, auf das, was die Ver­trau­ens­leu­te der Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len” bei der Anhö­rung am 7.11.2018 unter ande­rem auf­de­cken wer­den: eine uner­hör­te Kos­ten­ex­plo­si­on. Kles­mann schreibt unter ande­rem: “Inner­halb weni­ger Mona­te sind die geplan­ten Kos­ten für die mil­li­ar­den­schwe­re „Schul­bau­of­fen­si­ve“ des Ber­li­ner Senats außer Kon­trol­le gera­ten. Vor allem die lan­des­ei­ge­ne Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft Howo­ge benö­tigt nach der­zei­ti­gem Pla­nungs­stand gut 40 Pro­zent mehr Geld als ursprüng­lich geplant.” […] Wei­ter berich­tet Kles­mann: “Carl Waß­muth von der Volks­in­itia­ti­ve ‘Unse­re Schu­len’ sieht ‘immense Kos­ten­ri­si­ken durch die Ein­bin­dung der Howo­ge’. Er und sei­ne Mit­strei­ter haben die Kos­ten­stei­ge­run­gen genau berech­net. Die Volks­in­itia­ti­ve, die am Mitt­woch eine Son­der­sit­zung im Abge­ord­ne­ten­haus zum The­ma erwirkt hat, wer­de die Zah­len dort ‘haar­klein prä­sen­tie­ren’“, kün­dig­te Waß­muth an.” Online trägt der Arti­kel die Über­schrift: “Finanz­de­ba­kel beim Schul­neu­bau Kos­ten für die Schul­bau­of­fen­si­ve explo­die­ren”.

4. Novem­ber. Auch der Ber­li­ner Kurier bringt einen Bei­trag von Mar­tin Kles­mann zur Kos­ten­stei­ge­rung im Ber­li­ner Schul­bau: “Preis­ex­plo­si­on. Schul­bau­ten kos­ten hal­be Mil­li­ar­de mehr”.

2. Novem­ber. Auf der Web­site www.haufe.de geht Chris­ti­an Hun­zi­ker der Fra­ge nach, war­um sich ein Woh­nungs­bau­un­ter­neh­men wie die Howo­ge plötz­lich dem Schul­bau wid­met und bringt in sei­nem Arti­kel ähn­lich gela­ger­te Bei­spie­le aus dem Bun­des­ge­biet. Der Bei­trag “Wenn Woh­nungs­un­ter­neh­men Schu­len bau­en” wird ergänzt durch ein Inter­view, dass Hun­zi­ker mit der Howo­ge-Geschäfts­füh­re­rin Ste­fa­nie Frensch geführt hat, die die Mit­ar­bei­te­rIn­nen der Howo­ge als “Erfül­lungs­ge­hil­fen des Lan­des Ber­lin und als Stüt­ze der Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung und Bau­en sowie der Bezir­ke” sieht.

31. Okto­ber.Rot-Rot-Grün betreibt Pri­va­ti­sie­rung der Ber­li­ner Schu­len” lau­tet die Über­schrift eines Arti­kels auf den Nach­denk­sei­ten. Tobi­as Rie­gel erör­tet die ver­schie­de­nen Facet­ten der mil­li­ar­den­schwe­ren “Schul­bau­of­fen­si­ve”, die der rot-rot-grü­ne Senat Ber­lins als gro­ßen Wurf ange­kün­digt. Und er geht auch auf die Beden­ken der Kri­ti­ker ein.

GiB ver­öf­fent­lich­te fol­gen­de Pres­se­mit­tei­lun­gen zum The­ma Schul­pri­va­ti­sie­rung:

27. Novem­ber. R2G ver­spielt mit der Schul­pri­va­ti­sie­rung die Glaub­wür­dig­keit

22. Novem­ber. Ber­li­ner Haupt­aus­schuss wei­ter auf Pri­va­ti­sie­rungs­kurs in Sachen Schu­len

20. Novem­ber. Senats­gut­ach­ten bestä­ti­gen die Befürch­tun­gen der Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len”

7. Novem­ber. Ver­trau­ens­per­so­nen der Volks­in­itia­ti­ve for­dern: Öffent­li­che Schu­len in öffent­li­cher Hand!

 

Kommentar hinterlassen:

Hinterlasse dein Kommentar. Du kannst die Kommentare auch via RSS abonnieren.

Sei freundlich. Bleib beim Thema. Kein Spam.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.