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Eltern haben den zügi­gen Neu­bau der Schu­le erkämpft – die Howo­ge brauch­ten sie dafür nicht Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve star­tet mit einem teu­ren Eti­ket­ten­schwin­del

27 August 2018

Pres­se­mit­tei­lung von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB)

In Mahls­dorf fin­det heu­te die Grund­stein­le­gung für Schul­neu­bau statt. Der Senat bezeich­net die­sen Vor­gang als “1. Neu­bau­vor­ha­ben der Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve”. Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB) kri­ti­siert die­se Ver­ein­nah­mung des Erfolgs einer Eltern­in­itia­ti­ve. Gleich­zei­tig weist der Ver­ein auf die hohen Kos­ten und Unstim­mig­kei­ten hin.

Dazu Peter Wale­row­ski vom Ber­li­ner Schul­tisch:

Das Bei­spiel in Mahls­dorf zeigt: In Ber­lin geht es dann vor­an, wenn Eltern Druck machen und dann der Bezirk han­delt. Übri­gens haben die Eltern die­sen Neu­bau bereits unter Rot-Schwarz durch­ge­setzt, jetzt wird er vom neu­en Senat ver­ein­nahmt. Wenn bei den ande­ren Neu­bau­vor­ha­ben der Schul­bau­of­fen­si­ve zen­tra­li­sier­te Struk­tu­ren grei­fen und die Howo­ge aus­füh­ren soll, wer­den wir erheb­li­che Ver­zö­ge­run­gen erle­ben.”

Jah­re­lang haben Eltern für die­se Schu­le hart gekämpft. Sie konn­ten mit Mario Cza­ja (CDU) einen ört­li­chen Abge­ord­ne­ten für ihr Vor­ha­ben gewin­nen und erreich­ten, dass das soge­nann­te Schnell­bau­ver­fah­ren ein­ge­rich­tet wur­de.

Carl Waß­muth, Spre­cher von GiB und eine der fünf Ver­trau­ens­per­so­nen der Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­le” hat sich die Details des Schul­baus ange­se­hen. Er nimmt dazu wie folgt Stel­lung:

Für die­se Schu­le hat Ber­lin weder neu­es Per­so­nal ein­ge­stellt noch Pla­nungs­leis­tun­gen erbracht. Man hat ein­fach ein fer­ti­ges Kon­zept aus Frank­furt am Main gekauft und kopiert. Nur dadurch ging es so schnell los. Das lässt sich aber nicht wie­der­ho­len: Es gibt so ein frei­es 25.000-Quadratmeter-Grundstück nicht noch ein­mal in Ber­lin. Die Schu­le erfüllt auch nicht die neu erar­bei­te­ten Stan­dards der AG Schul­raum­qua­li­tät. Und auch finan­zi­ell lässt sich das nicht noch ein­mal machen – der Schul­bau wird in Mahls­dorf dop­pelt so teu­er wie erfor­der­lich: 34,8 Mil­lio­nen Euro für 550 Schul­plät­ze (12 Qua­drat­me­ter pro Schü­le­rIn), das sind Bau­kos­ten von ca. 5.250 Euro pro Qua­drat­me­ter! Zum Ver­gleich: Die Bau­kos­ten in Ham­burg betra­gen nach dor­ti­gen Anga­ben etwa 2.800 Euro pro Qua­drat­me­ter. Statt wie hier den gan­zen Schul­bau an einen Total­über­neh­mer zu geben, soll­ten die Bezir­ke selbst pla­nen und bau­en. Dafür muss drin­gend Per­so­nal ein­ge­stellt wer­den. Dass man mit guten Leu­ten sehr schnell pla­nen und bau­en kann, sieht man ja.”

Für Rück­fra­gen: Carl Waß­muth

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Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB) tritt ein für die Bewah­rung und Demo­kra­ti­sie­rung öffent­li­cher Ein­rich­tun­gen der Daseins­vor­sor­ge. Gemein­gü­ter wie Was­ser, Bil­dung, Mobi­li­tät, Ener­gie, öffent­li­ches Grün und vie­les mehr soll zurück­ge­führt wer­den unter demo­kra­ti­sche Kon­trol­le. Ein inhalt­li­cher Schwer­punkt unse­rer Arbeit gegen Pri­va­ti­sie­rung ist die Auf­klä­rung über ÖPP.

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