Am 7. April fand der siebte Runde Tisch zum SEZ (Sport- und Erholungszentrum) statt. Der Runde Tisch begrüßte, dass der Senat den Erhalt und die Nutzung bestehender Bauten, Infrastrukturen und Freiräume in den Mittelpunkt der anstehenden Internationalen Bauausstellung Berlin 2034-37 stellt. Dafür werden einige Modellprojekte ausgesucht. In Bezug darauf hat der Runde Tisch folgende Erklärung verabschiedet:
Siebter Runder Tisch SEZ | 7. April 2026
Erklärung zur Internationalen Bauausstellung Berlin 2034-37
- Der Runde Tisch SEZ stellt fest, dass der Abriss des Berliner Sport- und Erholungszentrums (SEZ) vorerst gestoppt ist: Auf unbestimmte Zeit müssen die Bagger ruhen. Das gibt der Stadtgesellschaft die Möglichkeit, die Positionen der Parteien zum SEZ im Wahlkampf abzufragen. Angesichts des erwirkten Abrissstopps erneuert der Runde Tisch SEZ sein Angebot an den Senat, in einen konstruktiven Dialog einzutreten.
- Der Runde Tisch SEZ begrüßt, dass der Senat für die Internationale Bauausstellung Berlin 2034-37 (IBA 34-37) die gewachsene und bestehende Stadt mit ihren Gebäuden und Infrastrukturen als Ausgangspunkt sieht. Bei der Bestandsertüchtigung sollen vor allem sogenannte schlafende Riesen *) in den Blick genommen werden. Die urbane Transformation der Metropole soll im Hinblick auf Klimaschutz, -anpassung und einen nachhaltigen Umgang mit städtischem Grund und Boden erfolgen. Dafür eignet sich das SEZ als Modellprojekt.
- Der Runde Tisch SEZ sieht im Umgang mit dem SEZ eine enorme Chance, im Zuge eines Modellprojekts für die IBA 34-37 die bestehende Infrastruktur des SEZ zu sanieren und weiterzuentwickeln. Dieser Prozess muss schon jetzt beginnen: Das proklamierte Motto der Internationalen Bauausstellung kann beim SEZ sofort in Bewegung gesetzt, strukturiert und beispielhaft erprobt werden. Dazu ist sofort eine unabhängige Bestandsanalyse pro Erhalt zu beauftragen, mit einem validen Kostenvergleich Erhalt versus Abriss und Neubau.
*) Zitat aus dem Senatsbeschluss: https://www.parlament-berlin.de/ados/19/IIIPlen/vorgang/d19-3097.pdf
Gemeingut setzt sich gegen den Abriss des SEZ ein. Dazu werden Aktionen und Veranstaltungen organisiert sowie Infomaterialien erstellt. Für zwei Petitionen werden Unterschriften gesammelt.