Einsteigen bitte: unser „ring frei!“-Podcast nimmt Fahrt auf

Newsletter Berlin autofrei

Liebe Autofrei-Begeisterte,

Ferienzeit ist Lese-Zeit … oooder … Podcast-Zeit!! Seit ein paar Wochen ist er online, und hier wollen wir ihn noch einmal gebührend feiern: unseren „ring frei!“-Podcast.

Der Podcast macht Lust aufs Leben ohne Auto und liefert Tipps und gute Ideen für den Wandel zu einer sicheren, klimagerechten und lebenswerten Stadt. Mittlerweile sind fünf Folgen mit unterschiedlichen Gästen aus Wissenschaft, Stadtplanung und der Verkehrswendeszene online. Weitere stehen in den Startlöchern.

Alle Infos und Links findet ihr auf unserer Homepage.

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Mit JASON KRÜGER, Gründer der überparteilichen Initiative #autofreiberlin, wollen wir „die Verkehrswende erlebbar machen, wir wollen zeigen, dass die Bürger:Innen dieser Stadt schon viel weiter sind als die Politik“.

Wenn VOLKER QUASCHNING über den Entschluss des Bundesverfassungsgerichts sagt: „Wir müssen die Anzahl der Autos halbieren, wenn wir alle Klimaschutzziele einhalten wollen,“ dann bedeutet das für RODA VERHEYEN „nicht mehr und nicht weniger als einen Ausstieg aus dem Verbrennermotor, Ausstieg aus Straßenneubau“.

Und wenn KATJA DIEHL, die außerdem konstatiert, dass wir in der Mobilitätsbranche „weniger Frauen in Führung [haben] als die Katholische Kirche,“ von „unsichtbarer Carework“ spricht, die „natürlich auch für unsichtbare Wege“ sorgt, die dringend mehr Aufmerksamkeit brauchen und darauf abgestimmte, progressive Verkehrspolitik, dann schlussfolgern wir gemeinsam: „Es ist allmählich an der Zeit, dass Menschen die sich klima- und sozialgerecht verhalten, dass die auch belohnt werden.“

Dazu nochmals RODA VERHEYEN: „Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist ja letztlich ein Umdrehen des Rechtfertigungsdrucks. Im Prinzip muss sich der, der am Alten und Emittierenden festhalten will, rechtfertigen gegenüber denen, die auch noch in 30 oder 50 Jahren hier leben wollen. … Es gab noch nie rechtlich eine ‚freie Fahrt für freie Bürger‘. Es gab auch noch nie ein Recht auf geschwindigkeitsbegrenzungsfreies Fahren auf Autobahnen. Das ist ein Missverständnis, das aber natürlich von Medien und auch Politik gehyped wird.“

Dass sich so viel Veränderung erst mal sehr schmerzhaft anfühlt, aber oft bei genauerer Betrachtung dann plötzlich doch funktioniert, beziehungsweise sogar als Befreiung empfunden werden kann, schilderte uns zum Beispiel SARKIS BISANZ in der Radmesser-Folge (demnächst online): „Früher konnte man sich das ja nicht vorstellen, eine vierköpfige Familie ohne Auto in der Stadt: ‚wie geht das denn, wir brauchen ja das Auto?!‘ – Nein, brauchen wir nicht.“

DESWEGEN AUSSTEIGEN BITTE, DENN BERLINS ZUKUNFT IST AUTOFREI – BESSER SO, FÜR UNS ALLE!

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Ihr möchtet inspiriert und motiviert werden?
Bitte hier einsteigen: Den Podcast „Ring frei!“ findet ihr auf allen großen Streaming-Plattformen, unter anderem bei Spotify und Apple Podcast sowie bei anchor.fm

  • RSS-Feed: https://anchor.fm/s/4ceb4474/podcast/rss
  • Spotify: https://open.spotify.com/show/5TnhOsKtNN5Dn3v74lP9XZ
  • Apple Podcast: https://podcasts.apple.com/de/podcast/ring-frei/id1564666412

Schreibt uns über Social Media (@VBerlinautofrei), wir freuen uns immer über eure Rückmeldung, Ideen und Anregungen.

Autofreie Grüße und schöne Ferien wünschen wir Euch.

Team Volksentscheid Berlin autofrei


Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) unterstützt als Trägerverein den Volksentscheid Berlin autofrei.

Schließung von 700 Krankenhäusern gefordert – angeblich wegen Corona

Grundgesetzänderung, um lokalen Widerstand gegen Schließungen auszuhebeln?

Pressemitteilung vom Bündnis Klinkrettung

Berlin, den 6. Juli 2021: Das Bündnis Klinikrettung weist die Forderung zur Schließung von 700 Krankenhäusern in Deutschland scharf zurück. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Krankenkassen, Ärzten und Kliniken hatte diesen Vorschlag in die Debatte eingebracht, der Spitzenverband der Krankenkassen sieht ebenfalls Reformbedarf und verweist dabei auf die Corona-Krise.

Um die Schließungswelle umsetzen zu können, soll das Grundgesetz geändert werden: Die Zuständigkeit für Krankenhäuser soll den Bundeländern weggenommen und beim Bund konzentriert werden. Das Bündnis Klinikrettung befürchtet, dass so Schließungen erleichtert werden sollen, weil die Zentralisierung  lokalen Widerstand aushebelt. In immer mehr Regionen wehren sich die Menschen gegen den zunehmenden Abbau der stationären Versorgung.

Carl Waßmuth, Sprecher Bündnis Klinikrettung und Vorstand Gemeingut in BürgerInnenhand:

„An alle die behaupten, durch die Corona-Krise sei deutlich geworden, dass Deutschland in Zukunft weniger Klinikstandorte brauche: Erklärt uns dann mal, warum wir alle zu Hause bleiben mussten und fast die ganze Wirtschaft runtergefahren wurde. Gesundheitsminister Jens Spahn und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben gesagt, das sei nötig, damit das Gesundheitssystem nicht überfordert wird. Und wir wissen ja: Die kleinen  Krankenhäusern haben sogar mehr Corona-Patienten behandelt als die Maximalversorger.“

Den Schließungsvorschlag kommentiert Klaus Emmerich, Vorstand (i.R.) von zwei Kliniken in Bayern und aktiv im

„Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) ist ausführendes Organ des Bundesgesund­heitsministeriums und muss unparteiisch bleiben. 700 Schließungen würden aber an 700 Orten zu einer stationären Unterversorgung führen. Ländliche Regionen würden von der wohnortnahen klinischen Versorgung ausgeschlossen , den Nutzen hättendabei nur private Klinik-Großkonzernen, die ihr Leistungsangebot nach entsprechenden Gewinnaussichten ausrichten. Eine Zentralisierung kostet zudem Milliarden Euro. Als Bündnis Klinikrettung fordern wir eine vollumfängliche  Selbstkostenfianzierung der Krankenhäuser und eine flächendeckenden klinische Versorgung, ausgerichtet am Bedarf der Bürgerinnen  und Bürger  und ihrer Regionen. Das Geld  aus eingesparten Gewinnen kann der Bund ohne Zentralisierung s denjenigen Krankenhäuser bereitstellen, die eine breite und flächendeckende klinische Basisversorgung anbieten.“

Für Rückfragen:

Carl Waßmuth, carl.wassmuth@gemeingut.org

Klaus Emmerich, klaus_emmerich@gmx.de

Hintergrund

1) Zahl von Covid-PatientInnen 2020, Vergleich kleine Krankenhäuser – Maximalversorger:

  • 0 bis 299 Betten (kleine Krankenhäuser): 27,6 Prozent Covid-PatientInnen
  • über 800 Betten (Maximalversorger): 20,7 Prozent Covid-PatientInnen

2). Lt. Geschäftsordnung wird der Gemeinsame Bundesausschuss von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen besetzt. Er ist zur unparteiischen Leitung verpflichtet,  siehe  Geschäftsordnung des Gemeinsamen Bundesausschusses, in der Fassung vom 17. Juli 2008, veröffentlicht im Bundesanzeiger Nr. 134 (S. 3256) vom 4. September 2008, zuletzt geändert am 21. Januar 2021, veröffentlicht im Bundesanzeiger BAnz AT 16.03.2021 B4, in Kraft getreten am 17. März 2021, § 1 Abs. 1, § 4 Abs. 1, https://www.g-ba.de/downloads/62-492-2423/GO_2021-01-21_iK-2021-03-17.pdf

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Das Bündnis Klinikrettung hat sich im Jahr 2020 auf Initiative von Krankenhauspersonal und anderen politisch aktiven Menschen gegründet, die sich für den flächendeckenden Erhalt der stationären klinischen Versorgung einsetzen. Das Bündnis Klinikrettung ist – insbesondere angesichts der Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie – davon überzeugt, dass die aktuelle Anzahl der Krankenhausbetten unverzichtbar ist und nicht weiter reduziert werden darf. Mehr Informationen zum Bündnis und weitere Hintergrundinformationen unter: https://www.gemeingut.org/wordpress/krankenhausschliessungen/

https://www.gemeingut.org/wordpress/krankenhausplanung-muss-im-breiten-buergerinnendialog-erfolgen-und-laendliche-stationaere-versorgung-sichern/

Petition gegen die Klinikschließungen: www.gemeingut.org/krankenhausschliessungen-stoppen.

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Gemeingut in BürgerInnenhand ist die Trägerorganisation des Bündnisses. GiB arbeitet seit zehn Jahren zu den Themen Privatisierung/öffentlich-private Partnerschaften und Schutz der Daseinsvorsorge. VertreterInnen der privatisierungskritischen Organisation wurden mehrfach als Sachverständige zu Anhörungen zum Thema Privatisierung der Daseinsvorsorge eingeladen.

Frisch ausgepackt: Beilage gegen S-Bahn-Privatisierung

Das Aktionsbündnis EINE S-Bahn für ALLE, zu dessen Gründerorganisationen Gemeingut in BürgerInnenhand gehört, hat eine vierseitige Zeitung mit dem Titel „S-Bahn-Roulette. Privatisierung jetzt stoppen“ erstellt. Sie erschien am 22. Juni als Beilage der taz im Vertriebsgebiet Berlin und neue Bundesländer.

Aus dem Inhalt:

  • S-Bahn-Roulette. Privatisierung jetzt stoppen | von Carl Waßmuth
  • Eine S-Bahn mit Geschichte | von Janek Neuendorf
  • S-Bahn-Privatisierung. Wir wissen was uns erwartet | von Benedikt Hopmann
  • Zukunft ungewiss | von Janek Neuendorf
  • Mogelpackung kommunaler Fuhrpark | von Jorinde Schulz
  • Ausstiegsszenarien aus dem aktuellen Vergabeverfahren | von Benno Reinhardt
  • Stimmen aus und Infos zum Aktionsbündnis EINE S-Bahn für ALLE

Gemeingut in BürgerInnenhand hat die Erstellung der Zeitung unterstützt. Die S-Bahn-taz-Beilage kann kostenlos bestellt werden unter info@bahn-fuer-alle.de, gern auch in größerer Menge zum Verteilen. Wir freuen uns über eine Spende unter dem Kennwort „S-Bahn-taz“.