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14. März: Lena Sto­ehr­fak­tor & Wuns­tra unter­stütz­ten die Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len” mit Soli-Kon­zert und star­ten Sam­mel­ma­ra­thon

13 März 2018

Pres­se­mit­tei­lung Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB) e.V.

Am Mitt­woch, den 14. März, fin­det von 18 bis 21 Uhr im Unab­hän­gi­gen Jugend­zen­trum Pan­kow (JUP), Flo­ra­stra­ße 84, 13187 Ber­lin, ein Soli-Kon­zert statt mit der rot­zi­gen Rap­pe­rin aus Ber­lin, Lena Sto­ehr­fak­tor, und dem rap­pen­den Wort­künst­ler im Wider­stand, Wuns­tra. Mit dem Kon­zert unter­stüt­zen die bei­den die Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len”. Der Ein­tritt zum Kon­zert ist frei. Ein­ge­la­den sind nicht nur jun­ge Berliner*innen, die die Musik von Lena Sto­ehr­fak­tor & Wuns­tra mögen und etwas über direk­te Demo­kra­tie erfah­ren wol­len.

Wäh­rend der Ver­an­stal­tung gibt’s neben Musik auch Infor­ma­tio­nen vom Ber­li­ner Schul­tisch über das Anlie­gen der Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len”, die das Netz­werk Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB) am 3. Janu­ar 2018 gestar­tet hat. Mit der Volks­in­itia­ti­ve, für die inner­halb von sechs Mona­ten 20.000 Unter­schrif­ten gesam­melt wer­den müs­sen, will GiB Anhö­run­gen vor den betrof­fe­nen Aus­schüs­sen des Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­hau­ses erzwin­gen.

Dazu sagt Carl Waß­muth, Vor­stand von GiB (Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand):

Der Ber­li­ner Senat macht aus den Details der geplan­ten Schul­bau­of­fen­si­ve ein rie­si­ges Geheim­nis. Und das nicht ohne Grund: Zur Bewäl­ti­gung der gro­ßen Sanie­rungs- und Neu­bau­vor­ha­ben will der Senat auf die Howo­ge GmbH set­zen und damit auf eine Pri­va­ti­sie­rung der Schu­len. Die Bezir­ke wer­den dann Mie­ter der Schu­len, und die Schü­le­rin­nen und Schü­ler wer­den gleich­zei­tig jeg­li­cher Mit­spra­che beraubt. Der Schul­all­tag in künf­tig pri­va­ti­sier­ten Schu­len kann schlimm wer­den! Es ist wich­tig, dass jetzt end­lich die unmit­tel­bar Betrof­fe­nen infor­miert wer­den, was der Senat vor hat und wel­che Fol­gen das haben kann.”

Eine Initia­to­rin des Ber­li­ner Schul­tischs, Doro­thea Här­lin, setzt noch einen wei­te­ren Akzent:

Das ist auch ein biss­chen prak­ti­scher poli­ti­scher Pro­jekt­un­ter­richt“, sagt die pen­sio­nier­te PW-Leh­re­rin, „denn durch die Volks­in­itia­ti­ve ler­nen die jun­gen Berliner*innen ein offi­zi­ell zuge­las­se­nes Mit­tel der direk­ten Demo­kra­tie ken­nen. Es wäre aller­dings fatal, wenn der Senat Ent­schei­dun­gen fäl­len wür­de vor der durch die Volks­in­itia­ti­ve vor­ge­se­he­nen Mög­lich­keit einer Anhö­rung in den Aus­schüs­sen des Abge­ord­ne­ten­hau­ses. Die sowie­so schon durch selbst­herr­li­che Poli­tik recht ange­schla­ge­ne Demo­kra­tie, könn­te so wei­ter Scha­den neh­men. Das ist hoch gefähr­lich in Zei­ten zuneh­men­der rech­ter Rat­ten­fän­gern.”

Auf der bun­ten Ver­an­stal­tung wird ein Sam­mel­ma­ra­thon für jun­ge Berliner*innen ein­ge­läu­tet, der bis Mit­te Juni lau­fen wird.

Pres­se­kon­takt: Doro­thea Här­lin

Hin­ter­grund:

Unver­ges­sen ist in Ber­lin die Pri­va­ti­sie­rung der ehe­mals lan­des­ei­ge­nen Gemein­nüt­zi­gen Sied­lungs- und Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft (GSW): Über 65.000 Woh­nun­gen lan­de­ten bei der von der Deut­schen Bank gegrün­de­ten „Deut­sche Woh­nen“. Jetzt soll die Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft HOWO­GE im Rah­men der Ber­li­ner Schul­bau — offen­si­ve die groß­vo­lu­mi­gen Sanie­run­gen von Schu­len sowie ca. 40 Schul­neu­bau­ten über­neh­men. Dafür soll die HOWO­GE für 1,2 Mil­li­ar­den Euro Kre­di­te auf­neh­men.

Als Sicher­heit für die Ban­ken sol­len lang­fris­ti­ge Miet­ver­trä­ge die­nen. Statt die Kom­pe­ten­zen in der Ber­li­ner Ver­wal­tung aus­zu­bau­en, sol­len die Fach­kräf­te ange­heu­ert und die Pro­jek­te euro­pa­weit aus­ge­schrie­ben wer­den.

Im Klar­text: Unse­re Schu­len wer­den dann von öffent­li­chem Eigen­tum in eine pri­vat­recht­li­che GmbH über­führt. Juris­tisch ist das eine for­mel­le Pri­va­ti­sie­rung. Unse­re Schu­len wer­den damit dem inter­na­tio­na­len Kapi­tal­markt unter­wor­fen, und ört­li­ches Fach­wis­sen geht ver­lo­ren.
Wir stel­len uns dage­gen!

 

Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB) tritt ein für die Bewah­rung und Demo­kra­ti­sie­rung öffent­li­cher Ein­rich­tun­gen der Daseins­vor­sor­ge. Gemein­gü­ter wie Was­ser, Bil­dung, Mobi­li­tät, Ener­gie, öffent­li­chem Grün und vie­les ande­re soll zurück­ge­führt wer­den unter demo­kra­ti­sche Kon­trol­le. Ein inhalt­li­cher Schwer-punkt unse­rer Arbeit gegen Pri­va­ti­sie­rung ist die Auf­klä­rung über ÖPP.

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