Neues Bündnis Klinikrettung.de fordert sofortigen Stopp der Schließungen von Krankenhäusern

Pressemitteilung Bündnis Klinikrettung:

In einer bundesweiten Videokonferenz hat sich heute das Bündnis Klinikrettung der Öffentlichkeit vorgestellt. Ziel des Bündnisses ist es, den sofortigen Stopp von Schließungen von Krankenhäusern zu bewirken. In Deutschland werden zum Jahresende zwanzig Krankenhäuser geschlossen sein, doppelt so viele wie im Durchschnitt der letzten Jahre. Betroffen sind im Corona-Jahr 2.144 Betten und circa 4.000 Stellen.

Dazu Laura Valentukeviciute, Vorstand von Gemeingut in BürgerInnenhand:

„Das Bündnis Klinikrettung hat sich gegründet, um klar machen: Die Menschen in Deutschland brauchen wohnortnahe stationäre Versorgung. Durch die aktuelle Politik gibt es immer weniger Kliniken. Aber es gibt nicht weniger Kranke. Im Gegenteil: Aktuell füllen sich die Intensivstationen mit beängstigendem Tempo.“

Klaus Emmerich, Klinikvorstand i.R. und aktiv im Bündnis Klinikrettung, führt aus:

„Östlich der Metropolregion Nürnberg schlossen seit 2004 zehn von 34 Krankenhäusern, vier allein im Jahr 2020, drei seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Es ist Wahnsinn, dass das Krankenhaus Vohenstrauß im März und April noch Corona-Patienten intensivmedizinisch betreute, im zweiten Lockdown aber nicht mehr zur Verfügung steht.“

Manuel Humburg von der Initiative Krankenhaus Groß-Sand bleibt!“:

„Für Groß-Sand in Hamburg Wilhelmsburg sucht das Erzbistum Hamburg einen neuen Träger. Für uns kommt dafür nur ein Träger in Frage, der nicht Rendite-orientiert ist. Dafür sind der Erhalt von Grund-Regel und Notfallversorgung in Wilhelmsburg unverzichtbar. Sollte sich das ’nicht rechnen‘ muss die Versorgung durch eine städtische Übernahme sichergestellt werden. Gegen den akuten Pflegenotstand sollte die Pflegeschule als ‚Pflegecampus Wilhelmsburg‘ wieder eröffnet werden.“

Carl Waßmuth, Sprecher von Gemeingut in BürgerInnenhand ergänzt:

„Wir brauchen eine landesweite Klinikrettung. Sofort! Die fehlende Quantität schlägt sonst in fürchterliche Qualität um, bis hin zu steigenden Mortalitätsraten. Wir fordern Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf, zu garantieren, dass keine einzige Klinik mehr schließt.“


Pressekontakt: Carl Waßmuth, carl.wassmuth@gemeingut.org


Hintergrundinformationen:

Bündnispartner (Stand: 21.12.2020)

Gemeingut in BürgerInnenhand (Träger des Bündnisses)
Weidenweg 37, 10249 Berlin
Tel.: 030 37 300 442, E-Mail: info@gemeingut.org,
Web: https://gemeingut.kunden.heinlein-hosting.de/wordpress/

Initiative Regionale Krankenhausinfrastruktur erhalten
E-Mail: info@regionale-krankenhausinfrastruktur.de
Web: https://regionale-krankenhausinfrastruktur.de

Werkstatt für internationale Kultur und Politik (W3)
Nernstweg 32–34 (1. Stock), 22765 Hamburg
E-Mail: hamburg@attac.de
Web: https://attac.hamburg/

Hamburger Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus
c/o Stadtteilbüro St. Georg
Hansaplatz 9, 20099 Hamburg
E-Mail: info@pflegenotstand-hamburg.de,
Web: https://pflegenotstand-hamburg.de/

Selbsthilfe Schlafapnoe Deutschland e. V. GSD
Helmut Dendl, stellv. Vorsitzender
Ottostraße 1, 94474 Vilshofen
Tel.: 01785969844, E-Mail: helmut.dendl@gsdschlafapnoe.de,
Web: https://gsdschlafapnoe.de

Katholische Arbeitnehmer Bewegung (KAB)
Diözesanverband Regensburg e. V., Obermünsterplatz 7, 93047 Regensburg
Tel.: 0941 5972285, E-Mail: info@kab-regensburg.de
Web: www.kab-regensburg.de

Aktion Krankenhaus Groß-Sand bleibt!
Zukunft Elbinsel Wilhelmsburg e. V., Rotenhäuser Damm 72c, 21107 Hamburg
Tel.: 040 / 317 68 663, E-Mail: info@zukunft-elbinsel.de oder aktion-gross-sand-bleibt@web.de
Web: https://zukunft-elbinsel.de/

Liste der 2020 geschlossenen Krankenhäuser:
Tag/Stadt/Bundesland
01.02. Parsberg/Bayern
15.06. Schneeberg/Sachsen
01.07. Riedlingen/Baden-Württemberg
01.07. Waldsassen/Bayern
31.07. Vohenstrauß/Bayern
01.08. Wedel/Schleswig-Holstein
01.09. Bochum-Linden/Nordrhein-Westfalen
01.09. Havelberg/Sachsen-Anhalt
30.09. Weingarten/Baden-Württemberg
01.10. Oberwesel/Rheinland-Pfalz
01.10. St. Goar/Rheinland-Pfalz
31.10. Nürnberg Fürth/Bayern
01.12. Essen-Altenessen/Nordrhein-Westfalen
20.12. Mannheim/Baden-Würtemberg
31.12. Lehnin/Brandenburg
31.12. Essen-Stoppenberg/Nordrhein-Westfalen
31.12. St. Tönis/Nordrhein-Westfalen
31.12. Ingelheim/Rheinland-Pfalz
31.12. Ottweiler/Saarland
31.12. Losheim/Saarland

Präsentation: „Klinikschließungen“ / Laura Valentukeviciute (GiB)

Präsentation „Klinikschließungen“, Folien 1-5, Carl Waßmuth (GiB)

Präsentation „Klinikschließungen“, Folien 6-9, Carl Waßmuth (GiB)

Präsentation „Klinikschließungen“, Klaus Emmerich

Präsentation „Gesundheit darf keine Ware sein!“, Willi Dürr (KAB Regensburg)

Präsentation „Aktion Krankenhaus Groß-Sand bleibt!“, Manuel Humburg

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