Am 28. September fand die 8. Sitzung des Runden Tisch SEZ statt. In jeder Sitzung wird eine Erklärung formuliert und verabschiedet. Die am 28. September verabschiedete Erklärung ist im Wortlaut hier zu lesen.
8. Runder Tisch SEZ | 28.09.2026
Erklärung: Abrissstopp, Neustart, Bürgerbeteiligung
In Berlin hat die Wahl zum Abgeordnetenhaus eine Veränderung der Mehrheitsverhältnisse ergeben. Das SEZ wurde durch das Engagement tausender Menschen, die seinen Erhalt fordern, zu einem wichtigen Wahlkampfthema gemacht – ein Beispiel für lebendige Demokratie, dem Respekt gezollt werden sollte.
Vor diesem Hintergrund fordern wir vom noch amtierenden Senat, dass
- die aktuelle Ausschreibung für den Komplettabriss gestoppt wird,
- bis zu einer abschließenden politischen Entscheidung ein Abrissmoratorium verhängt wird,
- auch jegliche anderweitige die Bausubstanz schädigende Arbeiten am SEZ gestoppt werden und das Gebäude vor Vandalismus geschützt wird,
- keine Baumfällungen auf dem Grundstück vorgenommen werden.
Im Hinblick auf die Sondierungen und Koalitionsverhandlungen fordern wir die beteiligten Parteien auf, zu vereinbaren, dass
- die Bürgerinnen und Bürger bei der Auswahl des weiteren Entwicklungsverfahrens am SEZ und der Erarbeitung der Ergebnisse umfassend beteiligt werden und dafür auch Gelder zur Verfügung gestellt werden,
- ein Verfahren erarbeitet wird, in dem die verschiedenen Möglichkeiten für einen Erhalt des SEZ ergebnisoffen geprüft werden,
- zu allen Verfahrensschritten rund um das SEZ vollständige Transparenz hergestellt wird, einschließlich aller relevanten Fakten und Zahlen,
- der WBM für die Dauer dieses Prozesses das Mandat für den Abriss des SEZ entzogen und sie zu die Bausubstanz schützenden Maßnahmen verpflichtet wird,
- Pionier- und Zwischennutzungen eingeplant und umgesetzt werden.