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Ber­li­ner Schul­tisch gegrün­det: direk­te Demo­kra­tie statt “Bei­ra­ti­tis” der Schul­se­na­to­rin Schee­res

31 Januar 2018

Pres­se­mit­tei­lung von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB) e.V.

Am Don­ners­tag, den 25. Janu­ar, haben Akti­ve von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand (GiB) und Unter­stüt­ze­rIn­nen der Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len” beschlos­sen, die wei­te­ren Tref­fen unter dem Namen “Ber­li­ner Schul­tisch” abzu­hal­ten. Dazu Doro­thea Här­lin, Mit-Initia­to­rin des Ber­li­ner Schul­tischs und Vor­stand von GiB:

Der Ber­li­ner Schul­tisch wird die unsäg­li­chen Pri­va­ti­sie­rungs­plä­ne für die Ber­li­ner Schu­len gehö­rig auf­mi­schen. Dazu muss man wis­sen: Wir sind ein Zusam­men­schluss akti­ver und enga­gier­ter Ein­zel­per­so­nen, kein Bünd­nis. Mit­ma­chen kann jede und jeder, die und der unser Ziel, die Pri­va­ti­sie­rung des Schul­baus in Ber­lin zu ver­hin­dern, unter­stützt.”

Die Tra­di­ti­on der “Tische” ist inspi­riert von basis­de­mo­kra­ti­schen Orga­ni­sa­tio­nen in den sozia­len Bewe­gun­gen Süd­ame­ri­kas. Gleich­zei­tig knüpft der Ber­li­ner Schul­tisch an erfolg­rei­che Bewe­gun­gen in Ber­lin an, wie sie vom Ber­li­ner Was­ser­tisch, vom Ber­li­ner S-Bahn-Tisch und vom Ber­li­ner Ener­gie­tisch reprä­sen­tiert wer­den. Das ers­te öffent­li­che Tref­fen des Ber­li­ner Schul­tischs ist am 1. Febru­ar 2018 um 19 Uhr im Nach­bar­schafts­treff der Wer­ner-Dütt­mann-Sied­lung, Kreuz­berg 10967, Urban­stra­ße 48E.
Carl Waß­muth, Spre­cher von GiB zum Ver­hält­nis des Ber­li­ner Schul­tischs zum neu­en “Lan­des­schul­bei­rat”:

Schul­se­na­to­rin San­dra Schee­res hat einen soge­nann­ten ‘Lan­des­schul­bei­rat’ ein­be­ru­fen. Das hät­te sie sich bes­ser gespart. Was Ber­lin als letz­tes braucht, ist noch ein unver­bind­li­cher Bei­rat, der am Tropf einer Sena­to­rin bau­melt. Der Lan­des­schul­bei­rat hat im Gegen­satz zu Bezirks­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lun­gen, den Schul­kon­fe­ren­zen und den Bezirks­el­tern­aus­schüs­sen kei­ne gesetz­li­che Grund­la­ge, um irgend­et­was legi­ti­miert abzu­stim­men. Der Ber­li­ner Schul­tisch wird im Unter­schied zur Sena­to­rin die ver­bind­li­chen Rege­lun­gen im Ber­li­ner Abstim­mungs­ge­setz nut­zen: direk­te Demo­kra­tie zum Mit­ma­chen statt ‘Bei­ra­ti­tis’.”

Zum Hin­ter­grund:

Seit dem 3. Janu­ar 2018 sam­melt die Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“ Unter­schrif­ten. Sobald 20.000 gül­ti­ge Unter­schrif­ten gesam­melt sind, kann die Anhö­rung in den betrof­fe­nen Aus­schüs­sen des Abge­ord­ne­ten­hau­ses bean­tragt wer­den. Die Akti­ven wol­len zusam­men mit ande­ren Initia­ti­ven in der Stadt auf die­sem Wege der GmbH-Aus­grün­dung von Schu­len Ein­halt gebie­ten – mög­lichst bevor die­se Pra­xis auf ganz Deutsch­land über­greift. Die zen­tra­len For­de­run­gen sind:

Schu­len end­lich sanie­ren: JA! Neue Schu­len bau­en: JA! Schu­len in öffent­li­cher Hand: JA! Über­tra­gung von Schul­im­mo­bi­li­en in das Pri­vat­recht: NEIN! Grün­dung einer Schul-GmbH: NEIN! Unse­re Schu­len müs­sen öffent­lich blei­ben! Kei­ne Über­tra­gung von Schul­im­mo­bi­li­en in das Pri­vat­recht! Wir for­dern:

  • Schu­len öffent­lich bau­en, erhal­ten, betrei­ben und finan­zie­ren statt Über­tra­gung von Schu­len in eine pri­vat­recht­li­che GmbH
  • Aus­bau des Per­so­nals in den Schu­len und Bau­äm­tern in öffent­li­cher Hand statt Spar­dik­tat und Abwer­ben von Fach­kräf­ten durch die GmbH
  • Schul­grund­stü­cke im Eigen­tum der Bezir­ke belas­sen, statt die Bezir­ke zu Mie­tern ihrer Schu­len zu machen“

Wei­te­re Infos zur Volks­in­itia­ti­ve sind hier zu fin­den.

 

 

3 Kommentare »

  • Gemeingut » Blog Archive » GiB-Infobrief Berlin: Noch heute unterschreiben: Volksinitiative „Unsere Schulen“ sagt:

    […] 31. Janu­ar. „Ber­li­ner Schul­tisch gegrün­det: direk­te Demo­kra­tie statt „Bei­ra­ti­tis“ der Schul­se­na­to­rin Schee­re…“ […]

  • Carsten sagt:

    Bil­dung ist Sache der Stadt oder des Lan­des und nicht die Auf­ga­be einer GmbH.

  • Gabriele Fuchs sagt:

    Damit haben dann nur Kin­der die Chan­ce auf eine Schu­le zu gehen wo die Eltern das finan­zie­ren kön­nen. Wir ent­wi­ckeln uns immer mehr zurück😠Leute wer­det wach und wehrt euch gegen die­se Poli­tik

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