Aktionstag zur Weltgesundheit (Teil 2)

Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Gesundheit ist keine Ware, sondern ein Bereich der Daseinsvorsorge. Unsere Krankenhausversorgung wurde an vielen Stellen kaputtgespart und privatisiert. Damit muss Schluss sein! Wir brauchen ein Ende der Schließungen, mehr Kapazitäten bei den Intensivbetten sowie höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen für das Personal!

Auf Anregung von Gemeingut in BürgerInnenhand haben viele Leute Briefe an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geschrieben und Fotos von Aktionen oder Schildern mit Forderungen gemacht. Hier ist die zweite Auswahl der eingegangenen Bilder und E-Mails.

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Sehr geehrter Herr Bundesgesundheitsminister Spahn, 

sichern Sie zu, dass in Deutschland kein Krankenhaus mehr geschlossen wird? Setzen Sie sich dafür ein, dass die Arbeitsbedingungen für alle Arbeitenden in den Krankenhäuser verbesssert und die finanzielle Entlohnung fair neu verhandelt und erhöht wird? 
Richten Sie einen runden Tisch GESUNDHEIT ein im Sinne einer partizipativen ständigen Beratung führender Köpfe, um stetig aktuelle Entwicklungen in gemeinwohlorientierte und grundrechtebasierte Konzepte zur allgemeinen Gesundheitsversorgung bis hin zur Pandemievorsorge zu übersetzen und die entsprechenden Empfehlungen an die Politik zu liefern? Und eine TRANSPARENTE, VERSTÄNDLICH AUFBEREITETE UND MIT  VERGLEICHSZAHLEN VERSEHENE Aufklärung der Bevölkerung zu gewährleisten?Oder polemisch (!!): Wen gibt es eigentlich noch außer Herrn Drosten?
Mit österlichen Grüßen

Sehr geehrter Herr Spahn,

anlässlich des heutigen Weltgesundheitstags wende ich mich heute an Sie als Bundesgesundheitsminister.

Unsere Krankenhäuser befinden in den letzten 30 Jahren auf einem gefährlichen Kurs: Schließung zahlreicher Kliniken, Primat des Geldes vor Patientenwohl durch das unsägliche System der Fallpauschalen,
massive Verschlechterung des Verhältnisses von Pflegekräften zu
Patienten, schlechte Bezahlung der Pflegekräfte.

Gerade die aktuelle Krise zeigt, wie wichtig eine gute Gesundheitsversorgung ist. Ein Krankenhaus bekommt jedoch im Regelfall kein Geld dafür, leerstehende Intensivbetten für den Krisenfall
vorzuhalten – das braucht auch eine nachhaltige Finanzierung. Das System der Fallpauschalen hat zudem dazu geführt, dass sich de facto nur noch Spezialkliniken und Kliniken der Maximalversorgung wirtschaftlich betreiben lassen, während Kliniken der Grund- und Regelversorgung erheblich unterfinanziert sind. Dem Mangel an Pflegekräften kann sicher nicht dadurch begegnet werden, dass durch eine bundesweite Aufstockung der Planstellen die unbesetzten Stellen von 15.000 auf 27.000 erhöht werden, sondern vor allem durch bessere Arbeitsbedingungen in den Kliniken, familienfreundliche Arbeitsbedingungen und eine gute Bezahlung.

Stellen Sie jetzt dafür bitte die Weichen: Für eine gute Gesundheitsversorgung für uns Patienten, für gute Arbeitsbedingungen in den Kliniken und eine gerechte Bezahlung der Krankenhausbeschäftigten.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ihrer Antwort sehe ich mit
größtem Interesse entgegen und verbleibe

mit gesunden Grüßen

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