Infos für Eltern

Lie­be Eltern,

an die­ser Stel­le schrei­ben besorg­te Eltern für ande­re Eltern. Wir wol­len wis­sen, wie es mit der Schu­le von unse­rem Kind / von unse­ren Kin­dern wei­ter­geht. Dafür sam­meln wir Unter­schrif­ten: Unse­re Fra­gen sol­len von den Abge­ord­ne­ten im Par­la­ment beant­wor­tet wer­den – wir wol­len ernst­haf­te und schrift­lich pro­to­kol­lier­te Ant­wor­ten in öffent­li­chen Anhö­run­gen. Was wir bis­her an Infor­ma­tio­nen zur „Schul­bau-Offen­si­ve“ bekom­men haben, ist völ­lig unzu­rei­chend.

Wenn wir 20.000 Unter­schrif­ten bis etwa Mit­te Juni zusam­men­be­kom­men, muss das Abge­ord­ne­ten­haus uns anhö­ren, so schreibt es das Ber­li­ner Abstim­mungs­ge­setz vor. Die Zahl 20.000 ist aber nur zu schaf­fen, wenn vor allem wir Eltern uns dar­um küm­mern! Wir sind die größ­te Grup­pe von Betrof­fe­nen in der Stadt. Ande­re Betrof­fe­ne wie Leh­re­rin­nen und Leh­rer oder poli­tisch Inter­es­siert kön­nen uns hel­fen, aber die die meis­ten Unter­schrif­ten müs­sen wir selbst sam­meln.

15 Tipps, wie ihr mit­hel­fen könnt, dass die Unter­schrif­ten zusam­men­kom­men:

  1. Immer ein paar Lis­ten dabei­ha­ben
  2. Ist eure Schu­le direkt betrof­fen? Sagt es wei­ter!
  3. Schreibt eine E-Mail an alle Mit-Eltern der Klas­se
  4. Nehmt Unter­schrif­ten­lis­ten mit zur nächs­ten Eltern­ver­samm­lung.
  5. Schafft euch Rück­laufadres­sen für die Lis­ten
  6. Schickt Lis­ten zurück oder werft sie ein
  7. Sprecht ande­re Eltern an der Schu­le an
  8. Sam­melt Samm­le­rIn­nen!
  9. Als Eltern­spre­cher sam­meln
  10. Als Ver­tre­ter im Bezirks­el­tern­aus­schuss sam­meln
  11. Schü­le­rin­nen und Schü­ler ab 16 dür­fen auch unter­schrei­ben!
  12. Sam­melt an eurem Geburts­tag
  13. Schreibt die Kita-Eltern an
  14. Sam­melt bei Eltern in der Nach­bar­schaft
  15. Werft Lis­ten bei euch zu Hau­se in die Brief­käs­ten der Nach­barn

1. Immer ein paar Lis­ten dabei­ha­ben

Druckt euch ein paar Lis­ten aus (Vor­der­sei­te und schwarz-weiss reicht): www.gemeingut.org/Liste. Nehmt die­se Lis­ten in einer klei­nen Map­pe mit und tragt sie immer bei euch. Wenn das Gespräch auf der Arbeit oder sonst­wo auf Schu­le kommt, könnt ihr ohne beson­de­ren Mehr­auf­wand Unter­schrif­ten bekom­men. Die Map­pe dient als fes­te Unter­la­ge. Unse­re Erfah­rung ist: Die meis­ten müs­sen nicht in lan­gen Reden über­zeugt wer­den: „Es geht um unse­re Schu­len? Gib her, wo muss ich unter­schrei­ben“. Bestellt euch auch ger­ne wei­te­re Lis­ten per Post. Durch die hohen Auf­la­gen sind die Druck­kos­ten pro Lis­te ver­schwin­dend gering. Schon bei 15 Lis­ten lohnt das Por­to! Ein­fach eine E-Mail mit eurer Post­adres­se schrei­ben an: info@gemeingut.org und die gewünsch­te Zahl der Lis­ten nen­nen.

2. Ist eure Schu­le direkt betrof­fen? Sagt es wei­ter!

Seht euch an, ob schon bekannt ist, dass eure Schu­le direkt betrof­fen ist. Hier ist eine inter­ak­ti­ve Gra­fik der Ber­li­ner Zei­tung www.berliner-zeitung.de/berlin/marode-schulen-in-berlin-das-dubiose-milliarden-versprechen–28763958. Ihr müsst nach unten scrol­len bis zur Kar­te „Schul­sa­nie­rung und -neu­bau“: Rote Punk­te sind Schu­len, die for­mell pri­va­ti­siert wer­den (sol­len), klickt auf eure Schu­le, dann wer­den wei­te­re Infos dar­ge­stellt. Seid ihr betrof­fen, infor­miert die Eltern der Klas­se eures Kin­des / eurer Kin­der per E-Mail! Ihr müsst euch nicht alles neu aus­den­ken — hier fin­det ihr die Vor­la­ge „Unse­re Schu­le ist direkt betrof­fen“ zur Anre­gung.

3. Schreibt eine E-Mail an alle Mit-Eltern der Klas­se

Auch wenn für eure Schu­le noch nicht fest­steht, dass sie an die HOWO­GE geht, kann das den­noch pas­sie­ren, denn es kur­sie­ren wei­te­re Lis­ten. Auch wegen die­ser Unsi­cher­hei­ten wol­len wir offi­zi­el­le Ant­wor­ten. Dazu kommt: Ande­re Eltern haben Kin­der in ande­ren Schu­len, die dann viel­leicht direkt betrof­fen sind. Und vie­le wer­den es ganz gene­rell pro­ble­ma­tisch fin­den, dass der Schul­bau jetzt for­mell pri­va­ti­siert wird und Schu­len ab dann Gewin­ne abwer­fen müs­sen – ganz unab­hän­gig davon, ob die eige­ne Schu­le betrof­fen ist. Schreibt alle Eltern der Klas­se per E-Mail an – hier fin­det ihr eine Vor­la­ge „Schul­bau wird pri­va­ti­siert“ zur Anre­gung!

4. Nehmt Unter­schrif­ten­lis­ten mit zur nächs­ten Eltern­ver­samm­lung.

Mel­det euch auf der nächs­ten Eltern­ver­samm­lung für eine kur­ze Ansa­ge am Anfang, und dann aus­führ­li­cher noch­mal eher am Ende. Bit­tet die ande­ren Eltern zu unter­schrei­ben und mög­lichst auch eine oder meh­re­re Lis­te mit­zu­neh­men – für den Lebens­part­ner und even­tu­ell für wei­te­re. Die letz­te Eltern­ver­samm­lung war gera­de? Dann kün­digt das The­ma per E-Mail für die nächs­te Ver­samm­lung an – mit einem Hin­weis zur Info­sei­te www.gemeingut.org/unsereschule-aktion/!

5. Schafft euch Rück­laufadres­sen für die Lis­ten

Sprecht die Klas­sen­leh­re­rin / den Klas­sen­leh­rer an, ob sie/er Lis­ten für euch ent­ge­gen­nimmt. Dann könnt ihr das über den E-Mail-Ver­tei­ler der Eltern wei­ter­ge­ben: Lis­ten in die Post­map­pen der Kin­der oder an die Klas­sen­leh­re­rin / den Klas­sen­leh­rer! Dort könnt ihr sie nach ein paar Tagen abho­len. Sprecht auch das Sekre­ta­ri­at an, ob man dort Lis­ten für euch ent­ge­gen­nimmt. Rück­laufadres­sen sind wich­tig! Lis­ten ver­tei­len ist ein­fach. Lis­ten mit Unter­schrif­ten zurück­be­kom­men ist schwie­rig – über­legt euch prak­ti­ka­ble Wege dafür!

6. Schickt Lis­ten zurück oder werft sie ein

Wohin mit aus­ge­füll­ten Lis­ten? Am ein­fachs­ten per Post an: Gemein­gut e.V., Wei­den­weg 37, 10249 Ber­lin. Sie­ben Lis­ten zu ver­schi­cken kos­ten 85 Cent (Kom­pakt­brief: bis 50g, Grö­ße bis 125 x 235 mm). Viel­samm­ler neh­men für 1,45 Euro den Groß­brief: bis 500g, Grö­ße bis 250 x 353 mm. Ihr könnt die Lis­ten auch ohne Por­to in der Stadt ein­wer­fen, und zwar hier: www.gemeingut.org/unsereschule-sammlerinneninfos/

7. Sprecht ande­re Eltern an der Schu­le an

Ihr habt ein Grund­schul­kind? Sam­melt auf dem Kuchen­ba­sar! An den meis­ten Grund­schu­len fin­den dem­nächst sol­che Basa­re statt, um den För­der­ver­ein oder die Klas­sen­kas­se auf­zu­bes­sern. Am bes­ten backt ihr einen Kuchen und ver­kauft selbst — und legt dabei Unter­schrif­ten­lis­ten neben euch aus. Euer Kind wird von euch noch zur Schu­le gebracht oder abge­holt? Das ist ein pri­ma Zeit­punkt, ent­spannt ande­re Eltern anzu­spre­chen. Ihr könnt euch auch unser Pla­kat schi­cken las­sen. Das hängt ihr für eine hal­be Stun­de neben euch auf, ergänzt um ein A4-Blatt mit der Auf­schrift: „Hier unter­schrei­ben und Lis­ten abge­ben“.

8. Sam­melt Samm­le­rIn­nen!

Schreibt ande­re Eltern in eurem Freun­des­kreis und sol­che, die ihr gut kennt, per­sön­lich an und bit­tet sie, in ihren Krei­sen auch zu sam­meln. Lis­ten kön­nen sie von euch bekom­men, aus­dru­cken (www.gemeingut.org/Liste) oder bestel­len bei info@gemeingut.org. Vie­le Eltern haben mehr als ein Schul­kind, sind in wei­te­ren Klas­sen-E-Mail-ver­tei­lern oder haben ein Kind an einer ande­ren Schu­le. So ver­brei­tert sich das Sam­meln und ver­grö­ßert sich euer Sam­mel­er­folg! Freun­de hel­fen ein­an­der! Eure Kin­der benö­ti­gen jetzt Hil­fe in Form von Unter­schrif­ten. Und die befreun­de­ten Eltern sol­len selbst E-Mails an ande­re Eltern schrei­ben. Hier ste­hen Vor­la­gen dazu: Vor­la­gen „Unse­re Schu­le ist direkt betrof­fen“ und „Schul­bau wird pri­va­ti­siert“.

9. Als Eltern­spre­cher sam­meln

Seid ihr Eltern­spre­cher? Sprecht doch das The­ma auf der nächs­ten Ver­samm­lung der Eltern­spre­cher an. Nehmt Lis­ten mit und ver­teilt sie. Ver­gesst nicht, eine gute Rück­laufadres­se anzu­ge­ben (wenn mög­lich im Schul­se­kre­ta­ri­at UND bei euch zu Hau­se). Am bes­ten berei­tet ihr euch klei­ne Auf­kle­ber („Post-it“-Zettel) vor, auf denen Rück­laufadres­sen ste­hen, für die kein Por­to benö­tigt wird. Vie­le haben Hem­mun­gen, eine ein­zel­ne Lis­te (mit even­tu­ell nur einer oder zwei Unter­schrif­ten) per Post zu ver­schi­cken. Aber irgend­wo abge­ben macht man ger­ne, wenn man das Gefühl hat, dass das ein ver­trau­ter Raum ist (Ach­tung Daten­schutz! Man muss ja Adres­se und Geburts­da­tum ange­ben).

10. Als Ver­tre­ter im Bezirks­el­tern­aus­schuss sam­meln

Seid ihr Ver­tre­te­rin oder Ver­tre­ter im Bezirks­el­tern­aus­schuss (BEA)? Bestellt euch wenigs­tens 50 bis 100 wei­te­re Unter­schrif­ten­lis­ten und eini­ge Fly­er und Auf­kle­ber, denn ihr seid eine Mul­ti­pli­ka­to­rin / ein Mul­ti­pli­ka­tor! Bean­tragt, dass das The­ma auf der nächs­ten BEA-Sit­zung auf die Tages­ord­nung genom­men wird. Geht hin, nehmt vie­le Lis­ten mit und infor­miert dann dort kurz, dass es die Volks­in­itia­ti­ve gibt und dass Unter­schrif­ten gesam­melt wer­den. Ihr müsst kei­ne lan­ge Reden hal­ten, wenn euch das nicht liegt. Haupt­sa­che, alle wis­sen, dass es die Initia­ti­ve gibt. Lasst Lis­ten zum Unter­schrei­ben durch­ge­hen. Bleibt am Ende noch da und ver­teilt wei­te­re Lis­ten und even­tu­ell Fly­er. Jede und jeder Inter­es­sier­te soll­te fünf bis 20 Lis­ten und einen Fly­er mit­neh­men!

11. Schü­le­rin­nen und Schü­ler ab 16 dür­fen auch unter­schrei­ben!

Ihr habt ein Schul­kind, das schon 16 ist? kein leich­tes Alter! Aber viel­leicht will eure jugend­li­che Toch­ter / euer puber­tie­ren­der Sohn sich ja auch ger­ne ein­mi­schen in die Din­ge der Welt! Ver­sorgt euer Kind mit Lis­ten und fragt nach, wo die Lis­ten geblie­ben sind. Schü­le­rin­nen und Schü­ler ab 16 Jah­ren dür­fen auch unter­schrei­ben! Und es geht um ihre Zukunft – sie sind unmit­tel­ba­rer betrof­fen als alle ande­ren.

12. Sam­melt an eurem Geburts­tag

Ihr habt in den nächs­ten vier Mona­ten Geburts­tag? Bestellt gleich wei­te­re 20 bis 30 Lis­ten! Wenn euch Freun­de zum Gra­tu­lie­ren und Fei­ern besu­chen kom­men – drückt ihnen zwei bis fünf Lis­ten in die Hand! Und natür­lich soll­ten auf einem schön deko­rier­ten Tisch­chen (dem Geschen­ke-Tisch?) auch ein paar Lis­ten zum Sofort-Unter­schrei­ben lie­gen.

13. Schreibt die Kita-Eltern an

Wann habt ihr euch zuletzt bei den Freun­den und Bekann­ten aus der alten Kita gemel­det? Jetzt ist eine gute Gele­gen­heit! Sucht die alten mail-Adres­sen her­aus und schreibt allen von der Volks­in­itia­ti­ve. Oder habt ihr selbst noch ein Kita-Kind? Es geht auch um die künf­ti­gen Schu­len der jet­zi­gen Kita-Kin­der! Je per­sön­li­cher ihr schreibt, des­to bes­ser wirkt es. Hier wol­len wir dem­nächst Vor­la­gen ein­stel­len sowie und Bei­spiel­schrei­ben von ande­ren, die so eine E-Mail schon geschrie­ben haben. Ihr habt so eine Bei­spiel­mail? Schickt sie uns: an info@gemeingut.org!

14. Sam­melt bei Eltern in der Nach­bar­schaft

Bei euch im Haus oder neben­an woh­nen ande­re Fami­li­en mit Kin­dern? Sprecht sie unbe­dingt an! Der bes­te Ver­brei­tungs­weg für die Volks­in­itia­ti­ve ist direkt von Mund zu Ohr. Spä­ter könnt ihr die­sen Nach­barn zwei Lis­ten in den Brief­kas­ten ste­cken. Am bes­ten mit einem freund­li­chen Wort auf einem Zet­tel, den ihr dar­an hef­tet / dar­auf klebt. Mit Rück­sen­de­adres­se.

15. Werft Lis­ten bei euch zu Hau­se in die Brief­käs­ten der Nach­barn

Ihr wohnt schon eine Wei­le bei euch im Haus und ver­steht euch gut mit euren Nach­barn – auch mit sol­chen ohne Kin­der oder mit schon gro­ßen Kin­dern? Dann steckt ihnen doch auch zwei Lis­ten in den Brief­kas­ten — mit einem Zet­tel, auf dem steht „Lie­be Frau … / lie­ber Herr …, ich samm­le Unter­schrif­ten für eine Volks­in­itia­ti­ve für unse­re Schu­len. Wol­len Sie auch unter­schrei­ben? Dann wer­fen Sie mir die Lis­te ein­fach wie­der in den Kas­ten. Wei­te­re Infos fin­den Sie auf der Lis­te.“

 

Ihr habt wei­te­re Ide­en oder gute Erfah­run­gen mit einem bestimm­ten Sam­mel­trick gemacht? Schreibt uns: an info@gemeingut.org!

 

Bonus­track: Whats­App-Grup­pe und Face­book

Ihr habt eine Whats­App-Grup­pe oder eine Face­book-Grup­pe der Klas­se? Pos­tet nach und nach Infos über die Volks­in­itia­ti­ve. Nicht alles hin­ter­ein­an­der! Nie­mand will sich ner­ven las­sen. Aber was inter­es­sant ist, wird auch gele­sen. Wich­tig ist: am Ende soll­te immer die Lis­te ver­linkt sein: www.gemeingut.org/Liste

Keine Kommentare zugelassen.