Home » War­um soll Hugen­du­bel der ZLB die Bücher aus­su­chen? Vor­trag und Dis­kus­si­on über Pri­va­ti­sie­rung in Biblio­the­ken mit Ulri­ke von Wie­sen­au, Peter Delin und Heinz Bal­zer

War­um soll Hugen­du­bel der ZLB die Bücher aus­su­chen? Vor­trag und Dis­kus­si­on über Pri­va­ti­sie­rung in Biblio­the­ken mit Ulri­ke von Wie­sen­au, Peter Delin und Heinz Bal­zer

 Start: am 03. 04. 2018 um 20:30 Uhr  
 Ende: am 03. 04. 2018 um 22:00 Uhr

War­um soll Hugen­du­bel der ZLB die Bücher aus­su­chen?

3. April 2018: Vor­trag und Dis­kus­si­on zur Pri­va­ti­sie­rung der Medi­en­be­schaf­fung der Öffent­li­chen Biblio­the­ken im Buch­händ­ler­kel­ler

Der Ber­li­ner Kul­tur­se­nat treibt die Pri­va­ti­sie­rung der Buch­aus­wahl vor­an. Die Zen­tral- und Lan­des­bi­blio­thek Ber­lin (ZLB) soll zur Event­bi­blio­thek umge­baut wer­den. Die ZLB hat den größ­ten und viel­fäl­tigs­ten aus­leih­ba­ren Buch­be­stand aller öffent­li­chen Biblio­the­ken Euro­pas. Sie ist die meist­ge­nutz­te Kul­tur­ein­rich­tung des Lan­des. Damit dürf­te es bald vor­bei sein. Das 2012 neu ein­ge­setz­te “Manage­ment” der ZLB ver­folgt ein völ­lig “neu­es” Kon­zept: Nicht mehr die Biblio­thek son­dern Events sol­len jetzt das Publi­kum anzie­hen. Zunächst wur­de ein Teil der Medi­en­be­schaf­fung — noch unter dem rot-schwar­zen Senat – pri­va­ti­siert. Unter dem neu­en lin­ken Kul­tur­se­na­tor geht es nun mun­ter wei­ter. Inzwi­schen wird der größ­te Teil der Buch­aus­wahl und die Bestands­pfle­ge an die Fir­ma Hugen­du­bel, einen der größ­ten Buch­han­dels­kon­zer­ne Deutsch­lands, aus­ge­la­gert.

Zu Las­ten des loka­len Buch­han­dels, der bis­her eine gro­ße Rol­le bei der Beschaf­fung spiel­te. Es pro­fi­tiert ein Kon­zern, die Buch­händ­ler vor Ort wer­den zuguns­ten von Hugen­du­bel ver­drängt. Hier wird ein wesent­li­cher Bestand­teil unse­rer lite­ra­ri­schen Kul­tur und Bil­dung im Pro­fit­in­ter­es­se “umfunk­tio­niert”. Die­ser neo­li­be­ra­len Pri­va­ti­sie­rung, die erklär­ter­ma­ßen bei­spiel­ge­bend für ande­re Groß­stadt-Biblio­the­ken sein soll, gilt es, sich ent­ge­gen­zu­stel­len.

Peter Delin, Ver­di-Betriebs­grup­pe, lang­jäh­ri­ger Lek­tor an der ZLB, erklärt die Aus­wir­kun­gen einer pri­va­ti­sier­ten Medi­en­be­schaf­fung und die Stra­te­gie des Ber­li­ner Senats.

Ulri­ke von Wie­sen­au, Kul­tur-Refe­ren­tin des Ver­eins Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand  (GiB) und Vor­stand des Frei­bur­ger Insti­tuts für sozia­le Gegen­warts­fra­gen, berich­tet über die Aneig­nung öffent­li­cher Insti­tu­tio­nen und Auf­ga­ben durch pri­va­te Kon­zer­ne und deren poli­ti­sche Voll­stre­cker als Teil der welt­wei­ten Stra­te­gie des Neo­li­be­ra­lis­mus.

Dr. Klaus Lede­rer, Kul­tur­se­na­tor (ange­fragt)

Heinz Bal­zer, attac Ber­lin, mode­riert.

Die Lin­ke Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf berich­te­te über die Ver­an­stal­tung, hier der Link.


 Buch­händ­ler­kel­ler
 Car­mer­stra­ße 1
 10623 Ber­lin-Char­lot­ten­burg

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