Home » Allgemein, Bildung, GiB-Infobrief, Infrastruktur, PPP

GiB-Info­brief: Altes ÖPP in neu­en Schläu­chen

4 Mai 2018

GiB-Akti­ve bei der Über­ga­be des Nega­tiv­prei­ses “Hubert-Lui­se in Gold” am 13.04.2018, Foto Rolf Zöll­ner

Lie­be Freun­din­nen und Freun­de der Gemein­gü­ter,

mit “Ber­lin” wird oft die deut­sche Poli­tik schlecht­hin zusam­men­ge­fasst. “Ber­lin” hat die­ses oder jenes ver­an­lasst oder geäu­ßert – und wir alle sol­len das bit­te­schön zur Kennt­nis neh­men. Nun pas­siert die­ser Tage etwas in Ber­lin, das zwei­fels­oh­ne bun­des­wei­te Bedeu­tung hat. Ver­an­lasst wird es aber nicht von Ange­la Mer­kel oder ihrem Kabi­nett, son­dern von der rot-rot-grü­nen Lan­des­re­gie­rung in Ber­lin.

Der Ber­li­ner Senat hat vor zwei Wochen ein Kon­zept vor­ge­legt, das die Schul­pri­va­ti­sie­rung bun­des­weit hof­fä­hig machen könn­te. Zur Umge­hung der Schul­den­brem­se soll Schul­bau für 1,5 Mil­li­ar­den Euro einer Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft über­tra­gen wer­den, die sich das Geld dafür am Kapi­tal­markt besorgt. Zur Absi­che­rung will man an die­se GmbH auch die Grund­stü­cke über 32 Jah­re per Erb­bau abge­ben. Die Bezir­ke sol­len die Schu­len dann zurück­mie­ten – und dazu 25 Jah­re unkünd­ba­re Ver­trä­ge abschlie­ßen. Die Mie­ten für die 25 Jah­re wer­den den kre­dit­ge­ben­den Ban­ken per Ein­re­de­ver­zicht als Sicher­heit über­ge­ben.

Ein­re­de­ver­zicht, unkünd­ba­re Ver­trä­ge zu Ein­rich­tun­gen der Daseins­vor­sor­ge über drei Jahr­zehn­te — kommt Ihnen das Prin­zip irgend­wie bekannt vor? Tat­säch­lich sind das haar­ge­nau die wesent­li­chen Merk­ma­le Öffent­lich-Pri­va­ter-Part­ner­schaf­ten (ÖPP). Das Vor­ha­ben ist denn auch nach der Auto­bahn­pri­va­ti­sie­rung das größ­te Pri­va­ti­sie­rungs­vor­ha­ben Deutsch­lands. Ein­zi­ger Unter­schied zu den klas­si­schen ÖPPs: Jetzt soll der Staat selbst die pri­vat­wirt­schaft­li­che ÖPP-Pro­jekt­ge­sell­schaft stel­len.

Die­se Ver­än­de­rung am ÖPP-Modell ist aus Groß­bri­tan­ni­en bereits bekannt. Auch dort wur­den Kom­mu­nen und Land­krei­se nach der Finanz­kri­se 2008 viel­fach selbst zu ÖPP-Inves­to­ren. Für Bür­ge­rIn­nen und Beschäf­tig­te änder­te sich dadurch nichts: Die ÖPP-Pro­jek­te führ­ten nach wie vor zu enor­men Kos­ten­stei­ge­run­gen. Kein Wun­der, waren sie doch nach wie vor zu 90 Pro­zent kapi­tal­markt­fi­nan­ziert. Auch die star­ren Ver­trä­ge ver­ur­sach­ten fort­wäh­rend Mehr­kos­ten. Teil­wei­se muss­ten sogar öffent­li­che Kran­ken­häu­ser schlie­ßen, damit die (unkünd­ba­ren) Raten für die ÖPP-Kran­ken­häu­ser wei­ter­be­zahlt wer­den konn­ten.

Was „Ber­lin“ der­zeit also aus­ar­bei­tet, kann ab 2020 für die Bun­des­län­der Vor­bild wer­den, wenn dort die Schul­den­brem­se in Kraft tritt. Genau so könn­ten auch Mün­chen, Stutt­gart oder Köln die Umge­hung der Schul­den­brem­se orga­ni­sie­ren. Und aus­ge­rech­net Rot-Rot-Grün ist drauf und dran, die­ser Pri­va­ti­sie­rungs­form den Stem­pel „Geprüft und für gut befun­den“ auf­zu­drü­cken. Wir ver­su­chen der­zeit, mit allem was in unse­ren Kräf­ten steht, gegen­zu­hal­ten. Seit vier Mona­ten sam­meln wir Unter­schrif­ten im Rah­men einer „Volks­in­itia­ti­ve“: Wenn wir 20.000 gül­ti­ge Unter­schrif­ten zusam­men­be­kom­men, muss das Abge­ord­ne­ten­haus uns in den betref­fen­den Aus­schüs­sen anhö­ren. Wir hof­fen, damit den Pro­zess auf­hal­ten zu kön­nen – und durch die öffent­li­che Debat­te den poli­ti­schen Preis für die Pri­va­ti­sie­rung nach oben zu trei­ben. Einen Vor­ge­schmack auf die­sen Preis kann man aus unse­rer Pres­se­schau able­sen – viel Spaß beim Stö­bern wün­schen

Kat­rin Kusche und Carl Waß­muth
für das Gemein­gut-Team

PS: Wäh­rend „Ber­lin“ ver­sucht, dem Modell ÖPP in einem Relaunch neu­es Leben ein­zu­hau­chen, kam der Euro­päi­sche Rech­nungs­hof zu dem Schluss, dass ÖPP nicht als „wirt­schaft­lich trag­fä­hi­ge Opti­on zur Ver­wirk­li­chung öffent­li­cher Infra­struk­tur­vor­ha­ben ange­se­hen wer­den” kann. Der Zen­tral­ver­band der Deut­schen Bau­wirt­schaft (ZDB) nahm das zum Anlass, ÖPP grund­sätz­lich in Fra­ge zu stel­len. Felix Pak­leppa, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des ZDB, erklär­te: „Das ist nach dem Bun­des­rech­nungs­hof der zwei­te wich­ti­ge Rech­nungs­hof, der zu dem Schluss kommt, dass ÖPP nicht wirt­schaft­lich sind und den Steu­er­zah­ler erheb­lich belas­ten. Zu einem ähn­li­chen Ergeb­nis war bereits der Bun­des­rech­nungs­hof 2014 gelangt. Wir for­dern daher die ver­ant­wort­li­chen Poli­ti­ker in Deutsch­land auf, die Ein­wän­de der bei­den Rech­nungs­hö­fe zu berück­sich­ti­gen und erst ein­mal kei­ne wei­te­ren ÖPP-Pro­jek­te in der Ver­kehrs­in­fra­struk­tur auf den Weg zu brin­gen.”

 

**********************************************************************************

PRES­SE­SCHAU (Aus­wahl!)

Zu ÖPP gene­rell war ins­be­son­de­re inter­es­sant:

13. April.ÖPP spie­len poten­zi­el­le Vor­tei­le nicht aus“. Ein Bei­trag von Chris­toph Ber­ger zu den Ergeb­nis­sen des Euro­päi­schen Rech­nungs­hofs, ver­öf­fent­lich auf der Web­site www.springerprofessional.de.

23. April. Der Weser-Kurier hat den Bre­mer Finanz­staats­rat Diet­mar Strehl inter­viewt. Strehl will mit ÖPP bei Kitas die Schul­den­brem­se umge­hen. Er erwähnt auch, dass die “Part­ner­schaft Deutsch­land” GmbH angeb­lich Kom­mu­nen dabei hilft, ÖPP-Pro­jek­te so zu gestal­ten, dass sie am Schluss nicht teu­rer für die Bür­ger sind.

26. April.Das ist für den Steu­er­zah­ler oft eine sau­re Gur­ke“, so das Fazit von Prof. Dr. Hol­ger Müh­len­kamp über ÖPP im Maga­zin für Beam­tin­nen und Beam­te 4/2018.

Zur Schul­bau­pri­va­ti­sie­rung in Ber­lin erschie­nen in den letz­ten vier Wochen u.a. fol­gen­de Bei­trä­ge:

30. April. Inter­view mit Carl Waß­muth zur Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“ im rbb-Info­ra­dio. Titel: „Run­der Tisch zur Schul­bau­of­fen­si­ve des Senats“ (nur 7 Tage nach­hör­bar im rbb-Archiv).

24. April. Mit zwei Bei­trä­gen wid­met sich die Ber­li­ner Zei­tung dem neu­en Schul­bau­fahr­plan des Ber­li­ner Senats: In der Mel­dung „‚Groß­scha­dens­fall‘: Ers­ter Über­blick über Schul­sa­nie­run­gen“ sowie in Mar­tin Kles­manns Arti­kel „‚Groß­scha­dens­fäl­le‘: Die­se 750 Schu­len wer­den saniert oder neu gebaut“.

24. April. Unter der Über­schrift „Hier wer­den in Ber­lin Schu­len gebaut und saniert“ berich­tet Gud­run Mall­witz in der Ber­li­ner Mor­gen­post über das neu­es­te Daten­sam­mel­werk des Ber­li­ner Senats: den „Schul­bau­fahr­plan“. Kri­ti­sche Stim­men zitiert die Autorin auch, unter ande­rem den CDU-Abge­ord­ne­ten Mario Cza­ja. Ein wei­te­rer Bei­trag von Gud­run Mall­witz erschien am 25. April: „Neue Schu­len – wann und wo“.

24. April. Syl­via Vogt gibt den Tages­spie­gel-Lese­rIn­nen einen Über­blick über den 740 Sei­ten umfas­sen­den „Schul­bau­fahr­plan“ des Ber­li­ner Senats („So will Ber­lin sei­ne maro­den Schu­len sanie­ren“).

24. April. Ste­fan Alber­ti berich­tet für die taz vom „Schul­bau­fahr­plan“ („Lan­ge Lis­te für die Trans­pa­renz“).

24. April. Auch der Ber­li­ner Kurier bringt eine dpa-Mel­dung zum „Schul­bau­fahr­plan“ unter dem Titel „60 völ­lig neue Schu­len Für 5,5 Mil­li­ar­den: Die­se 750 Schu­len in Ber­lin wer­den saniert“ .

24. April. Für die B.Z. fragt Hild­burg Bruns im Gegen­satz zu ande­ren Blät­tern, wo die Schü­le­rIn­nen wäh­rend der Sanie­rungs­pha­sen unter­ge­bracht wer­den und titelt: „Geplan­te Sanie­run­gen. Bezir­ke wol­len Schü­ler in die­ser Fabrik par­ken“.

24. April. Im rbb berich­tet Hol­ger Han­sen: „Schul­sa­nie­run­gen erst­mals im kom­plet­ten Über­blick – Ber­lin und sei­ne „Groß­scha­dens­fäl­le’“. Aller­dings soll das Daten­ma­te­ri­al noch unvoll­stän­dig sein, laut Senat haben noch nicht alle Bezir­ke ihre Zah­len gelie­fert.

23. April. Im neu­en deutsch­land ist zu lesen, wer Zwei­fel an der Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve hat und war­um: „Bund der Steu­er­zah­ler zwei­felt an Inves­ti­ti­ons­pro­gramm“.

23. April. Auch die taz greift die dpa-Mel­dung auf: „Steu­er­zah­ler­bund. Pes­si­mis­mus ist ange­bracht“.

23. April. Eben­so gibt es eine Mel­dung in der Ber­li­ner Zei­tung, die vom Pes­si­mis­mus des Steu­er­zah­ler­bun­des hin­sicht­lich des Fort­schritts beim Ber­li­ner Schul­neu­bau- und -sanie­rungs­pro­gramm berich­tet:  „Bund der Steu­er­zah­ler: Ver­zö­ge­rung bei Inves­ti­ti­ons­pro­gramm“.

22. April. Die Ber­li­ner Mor­gen­post bringt eine aus­führ­li­che dpa-Mel­dung mit der Kri­tik des Steu­er­bun­des an der Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve: „Steu­er­zah­ler­bund sieht Inves­ti­ti­ons­pro­gram­me skep­tisch“.

18. April. Susan­ne Vieth-Ent­us berich­tet für die Pots­da­mer Neu­es­ten Nach­rich­ten über das aktu­el­le Kon­zept des Senats für die Schul­bau­of­fen­si­ve. Sie erwähnt  in ihrem Bei­trag „Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft baut für 1,5 Mil­li­ar­den Euro Schu­len“ auch kri­ti­sche Stim­men: die Rech­nungs­hö­fe von Bund und Län­dern, Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand sowie den Schul­bau­ex­per­ten der CDU, Mario Cza­ja.

18. April. Im Tages­spie­gel lis­tet Syl­via Vogt in ihrem Bei­trag „Wo Schu­len neu gebaut wer­den – und von wem“ auf, an wel­chen Orten die HOWO­GE laut vor­läu­fi­gem Senats­kon­zept beim Bau­en zum Zuge kom­men soll. Eine wei­te­re Lis­te ent­hält die Über­sicht der Schu­len, die von der Senats­ver­wal­tung gebaut wer­den sol­len.

18. April. Mar­tin Krö­ger stellt den Lese­rIn­nen des neu­en deutsch­lands in einem kur­zen Bei­trag (HOWO­GE soll 29 neue Schu­len bau­en“) die Rah­men­da­ten der am 17. April vom Finanz­se­na­tor Mat­thi­as Kol­latz-Ahnen gebil­lig­ten Vor­la­ge zur soge­nann­ten Schul­bau­initia­ti­ve vor und zitiert sowohl den Finanz­se­na­tor als auch die Geschäfts­füh­re­rin der HOWO­GE. Kurz erwähnt wird auch die Kri­tik am Kon­zept, die vom Steu­er­zah­ler­bund sowie von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand kommt.

18. April. Unkri­tisch sieht Isa­bell  Jür­gens für die Mor­gen­post das Senats­kon­zept für die soge­nann­te Schul­bau­of­fen­si­ve und berich­tet: „So will Ber­lin neue Schu­len bau­en in neu­er Part­ner­schaft“.

17. April. Mar­tin Kles­mann und Kai Schlie­ter von der Ber­li­ner Zei­tung berich­ten umfang­reich und kri­tisch zu dem neu vor­ge­stell­ten Kon­zept zur Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve. Der Arti­kel „‚Schul­bau-Offen­si­ve‘ Howo­ge soll 29 Schu­len selbst bau­en“ ver­deut­licht auch, wie weit­rei­chend das Kon­zept in bis­he­ri­ge Eigen­tums­rech­te ein­greift.

17. April. „Jetzt wird ran­ge­klotzt!“ – so beginnt Hild­burg Bruns ihren B.Z.-Arti­kel „Der Senat plant 60 neue Schu­len, 29 soll die HOWO­GE bau­en“.  Lei­der steht im Bei­trag nicht, dass frü­hes­tens 2020 mit dem ers­ten Spa­ten­stich zu rech­nen ist, wenn die Rea­li­sie­rung über die HOWO­GE GmbH erfolgt. Hier bekommt „ran­klot­zen“ eine neue Bedeu­tung.

16. April. Auch wenn die Arti­kel­über­schrift „Ber­li­ner LIN­KE will das Öffent­li­che stär­ken“ im neu­en deutsch­land es nicht ver­mu­ten lässt: Der Bei­trag von Mar­tin Krö­ger zeigt die inner­par­tei­li­che Kon­tro­ver­se der Ber­li­ner Lin­ken zum The­ma Schul­bau­of­fen­si­ve auf und lässt auch die Wider­sprü­che zwi­schen von der Par­tei prak­ti­zier­ter Poli­tik und einer abs­trakt gefor­der­ten Ver­an­ke­rung einer Pri­va­ti­sie­rungs­brem­se in der Ber­li­ner Ver­fas­sung auf­schei­nen.

14. April. In der Ber­li­ner Woche ist ein Inter­view von Alla Schis­sel mit Doro­thea Här­lin zur Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“ abge­druckt. Es erklärt unter dem Titel „Wenn das Pri­vat­recht in den Schu­len regiert, ist Bil­dung zweit­ran­gig“ kurz und ver­ständ­lich, was durch die Pri­va­ti­sie­rung der Schul­ge­bäu­de und -grund­stü­cke droht.

14. April. Ralf Wurz­ba­cher the­ma­ti­siert in sei­nem Bei­trag „Kei­ne Büh­ne für Kri­tik an Ren­di­te­jä­gern“ für die jun­ge Welt die Wider­sprü­che inner­halb der Lin­ken: Auf dem Par­tei­tag der Ber­li­ner Lin­ken wird  die „Rück­erobe­rung des Öffent­li­chen“ The­ma sein. Die Plä­ne zur Schul­pri­va­ti­sie­rung in Ber­lin wei­sen aber in eine ande­re Rich­tung.

14. April. Sabi­ne Bei­kler berich­tet für den Tages­spie­gel unter der Über­schrift „Soli­da­risch mit Mie­tern, Erzie­hern und Feu­er­wehr­leu­ten“ über den Par­tei­tag der Ber­li­ner Lin­ken, auf dem auch meh­re­re Anträ­ge zur Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve debat­tiert und abge­stimmt wur­den. Die die Neu­köll­ner Lin­ken konn­te in Sachen Trans­pa­renz punk­ten und erreich­te einen Beschluss, nach­dem alle Ver­trä­ge und unter­schrifts­rei­fen Ver­trags­ent­wür­fe offen­ge­legt wer­den müs­sen.

April 2018. In der Aus­ga­be 1 des sechs­ten Jahr­gangs der ver.di-Zeitschrift Die Quer­köp­pe, einem ePa­per der Senio­rin­nen und Senio­ren im Fach­be­reich 8 Medi­en, Kunst und Indus­trie ― Lan­des­be­zirk Ber­lin-Bran­den­burg, berich­tet Mag­da von Gar­rel in ihrem Bei­trag „Droht die Pri­va­ti­sie­rung öffent­li­cher Schu­len?“ über die Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve und ihre Fol­gen.

12. April. Das neue deutsch­land mel­det, dass Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand Finanz­se­na­tor Klaus Fei­ler die Unter­schrif­ten einer der Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“ vor­ge­schal­te­ten Peti­ti­on gegen die Ber­li­ner Schul­pri­va­ti­sie­rung über­reicht hat.

10. April. Die Ber­li­ner Mor­gen­post hat offen­bar der­zeit den bes­ten Draht zum Senat. Gud­run Mall­witz kann vor­ab über eini­ge Details einen neu­en Kon­zepts berich­ten. So soll es nun doch Erb­bau geben, der (stets nicht-öffent­lich tagen­de!) Betei­li­gungs­aus­schuss soll die par­la­men­ta­ri­sche Kon­trol­le erset­zen und „natür­lich“ sol­len die Bezir­ke nicht schlech­ter gestellt wer­den. Fragt sich nur wie… Mehr dazu soll es in einer Woche geben, so steht es in „Howo­ge soll neue Schu­len bau­en und sie ver­mie­ten“

10. April. Unter dem Titel „Der gro­ße Coup“ berich­tet Mag­da von Gar­rel  im Online-Maga­zin Rubi­kon detail­liert über den aktu­ells­ten Stand der Ber­li­ner Schul­pri­va­ti­sie­rungs­plä­ne.

9. April. Weni­ge Tage vor ihrem Lan­des­par­tei­tag will die Lin­ke Kri­ti­ke­rIn­nen offen­bar beru­hi­gen: Sie will mit einer gesetz­li­chen Pri­va­ti­sie­rungs­brem­se errei­chen, dass vor jeder Ver­äu­ße­rung von Lan­des­be­sitz oder auch von Unter­neh­mens­tei­len die Zustim­mung des Par­la­ments ein­ge­holt wer­den muss. Das wird Pri­va­ti­sie­run­gen nicht ver­hin­dern. Für die Ber­li­ner Mor­gen­post berich­tet Gud­run Mall­witz unter dem Titel „Lin­ke wol­len Pri­va­ti­sie­run­gen ver­hin­dern“. Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand wird mit sei­ner Kri­tik an der for­mel­len Pri­va­ti­sie­rung zitiert, es wird aus­drück­lich auf die Volks­in­itia­ti­ve und die Unter­schrif­ten­samm­lung hin­ge­wie­sen.

6. April. Für die Ber­li­ner Mor­gen­post greift Andre­as Abel die The­ma­tik des Tages­spie­gels (s.u.) auf unter der Über­schrift: „Bezir­ke geben Mil­lio­nen für Schul­sa­nie­run­gen nicht aus“. Abel berich­tet: Die Behör­den kön­nen fast 9,7 Mil­lio­nen Euro nicht ver­bau­en. Davon pro­fi­tiert Char­lot­ten­burg-Wil­mers­dorf. Dort wur­de mehr Geld aus­ge­ge­ben.

4. April. Die Zit­ty berich­tet über die „Ber­li­ner Dau­er-Ärger­nis­se“. Auf Platz 2: die maro­den Schu­len. Ohne Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand nament­lich zu nen­nen, wird aber die Kri­tik des Ver­eins kurz erwähnt. Ein Bei­trag von Julia Lorenz, Cle­mens Nie­den­thal, Fried­helm Tei­cke, Mar­tin Schwarz­beck, Jacek Sla­ski, Lina Lux und Erik Hei­er.

3. April. Susan­ne Vieth-Ent­us berich­tet im Tages­spie­gel, wel­che Sum­men die Ber­li­ner Bezir­ke im Bereich Schul­bau/-sanie­rung 2018 nicht ver­bau­en konn­ten: „Mil­lio­nen­sum­men für Ber­li­ner Schul­bau ver­puf­fen“. Die Zah­len zei­gen, dass es drin­gend gebo­ten wäre, das Per­so­nal in den Bau­äm­tern der Stadt­be­zir­ke auf­zu­sto­cken. Außer­dem dort auch ver­linkt: Die Ant­wort des Senats auf die schrift­li­che Anfra­ge des Abge­ord­ne­ten Mario Cza­ja zum The­ma Schul­sa­nie­run­gen (Druck­sa­che 18/13677).

GiB ver­öf­fent­lich­te seit März fol­gen­de Pres­se­mel­dun­gen:

18. April. „Senat will mit 15 Stel­len der HOWO­GE den Ber­li­ner Schul­bau ret­ten

13. April. „Nega­tiv­preis für Aus­schrei­bung „Ober­re­gie­rungs­rat Öffent­lich­keits­ar­beit Task­force Schul­bau“ ver­lie­hen

11. April. Unter­schrif­ten­über­ga­be an den Ber­li­ner Senat: Pri­va­ti­sie­rung der Schu­len in Ber­lin stop­pen

13. März.14. März: Lena Sto­ehr­fak­tor & Wuns­tra unter­stütz­ten die Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“ mit Soli-Kon­zert und star­ten Sam­mel­ma­ra­thon

6. März.Öffent­li­che Biblio­the­ken im Aus­ver­kauf

4. März.Schul­stadt­rat rudert zurück – Argu­men­ta­ti­on von GiB doch nicht ‚unsäg­lich‘“

Kommentar hinterlassen:

Hinterlasse dein Kommentar. Du kannst die Kommentare auch via RSS abonnieren.

Sei freundlich. Bleib beim Thema. Kein Spam.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.