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Kon­fe­renz “Kom­mu­nen und Demo­kra­tie. Für eine betei­li­gungs­ori­en­tier­te kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung”

 Start: am 31. 08. 2018 um 19:30 Uhr  
 Ende: am 01. 09. 2018 um 00:00 Uhr

Frei­tag 31. August 2018 — Abend­ver­an­stal­tung: Film­pro­gramm / Ken­nen­ler­nen ab 19:30 Uhr
Ort:
Saal der Offe­nen Arbeit, Aller­hei­li­gen­stra­ße 9, Erfurt.
Film: “Das Gegen­teil von Grau”. Von Frei­raum- und Wohn­kämp­fen über soli­da­ri­sche Land­wirt­schaft bis hin zur Refu­gees’ Kit­chen. Vor­füh­rung und Dis­kus­si­on mit dem Regis­seur Mat­thi­as Coers.

Sams­tag, 1. Sep­tem­ber 2018 — Kon­fe­renz 10:30 bis 17:00 Uhr
Ort: Thü­rin­ger Land­tag, Jür­gen-Fuchs-Stra­ße 1 — 99096 Erfurt

In Städ­ten und Gemein­den ist Poli­tik unmit­tel­bar ver­wo­ben mit der Lebens­welt ihrer Bür­ge­rIn­nen: dass der nächs­te Arzt einen Tages­aus­flug ent­fernt ist, wel­che Stra­ßen gut in Schuss sind oder ob die Bar­rie­re­frei­heit der ört­li­chen Ver­wal­tung mal ange­gan­gen wer­den müss­te – all das weiß man aus eige­ner Erfah­rung und nicht nur aus der Zei­tung. Aus die­ser Unmit­tel­bar­keit ergibt sich für Städ­te und Gemein­den ein gro­ßes Poten­ti­al, ihre Bür­ge­rIn­nen als Exper­tIn­nen in eige­ner Sache ein­zu­be­zie­hen. Doch wie viel Demo­kra­tie wagen Kom­mu­nen heu­te?

Oft fehlt es an Mit­wir­kungs­mög­lich­kei­ten und der nöti­gen Trans­pa­renz. Zudem beschränkt die schlech­te Finanz­aus­stat­tung vie­ler Kom­mu­nen deren Gestal­tungs­raum.

Mög­lich­kei­ten und Gren­zen kom­mu­na­ler Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten
Im ers­ten Teil der Tagung wol­len wir uns mit den Mög­lich­kei­ten und Gren­zen kom­mu­na­ler Demo­kra­tie beschäf­ti­gen, das Zusam­men­le­ben in den Kom­mu­nen zu gestal­ten. Nach dem Grund­ge­setz dür­fen Kom­mu­nen ihre Ange­le­gen­hei­ten selbst regeln. Das klingt, als hät­ten die Gemein­de­rä­te einen wei­ten Hand­lungs­spiel­raum. In der Rea­li­tät wird ihr Han­deln aller­dings sehr weit­rei­chend von Rege­lun­gen der EU, des Bun­des und der Län­der bestimmt und die klam­men Gemein­de­kas­sen beschrän­ken sie zudem. Das wirft die Fra­ge auf, wie Kom­mu­nen als Orte der demo­kra­ti­schen Selbst­ver­wal­tung gestärkt wer­den kön­nen. Die Fra­ge, wie eine Steu­er­po­li­tik aus­se­hen muss, damit die Kom­mu­nen ihren grund­ge­setz­li­chen Auf­trag (Selbst­ver­wal­tung und Daseins­vor­sor­ge) erfül­len kön­nen, wird dabei eine wich­ti­ge Rol­le spie­len.

Eine leben­di­ge kom­mu­na­le Demo­kra­tie ist mög­lich
Meist den­ken wir nur an Wah­len die alle paar Jah­re statt­fin­den, wenn wir über demo­kra­ti­sche Teil­ha­be für Bür­ge­rIn­nen spre­chen. Die Beschrän­kung dar­auf wird jedoch heu­te von vie­len als unzu­rei­chend emp­fun­den. Bür­ger­haus­hal­te, Genos­sen­schaf­ten oder For­men direk­ter Demo­kra­tie ermög­li­chen es Bür­ge­rIn­nen an poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen zu par­ti­zi­pie­ren. Wie steht es aktu­ell um die­se Par­ti­zi­pa­ti­ons­mög­lich­kei­ten, wel­che Erfah­run­gen wur­den gemacht und was wäre wün­schens­wert? Wie kann der not­wen­di­ge Infor­ma­ti­ons­fluss zwi­schen Bür­ge­rIn­nen und Ver­wal­tun­gen gewähr­leis­tet wer­den? Mit die­sen Fra­gen wer­den wir uns im zwei­ten Teil der Tagung im Rah­men von ver­schie­de­nen Work­shops beschäf­ti­gen:

  • Wie muss Trans­pa­renz in den Kom­mu­nen gestal­tet sein, damit sie demo­kra­ti­sche Teil­ha­be ermög­licht?
  • Wel­chen Bei­trag kön­nen Bür­ger­haus­hal­te zur Demo­kra­ti­sie­rung leis­ten und wel­che Bedin­gun­gen müs­sen sie dafür erfül­len?
  • Wel­che For­men direk­ter Demo­kra­tie sind in den Kom­mu­nen vor­han­den und wel­che wei­te­ren wären wün­schens­wert?
  • Mit wel­chen Argu­men­ten und Stra­te­gi­en kann gegen Pri­va­ti­sie­run­gen gekämpft und für Rekom­mu­na­li­sie­run­gen als Mit­tel zur Demo­kra­ti­sie­rung bei­getra­gen wer­den?
  • Wel­chen Bei­trag kön­nen Genos­sen­schaf­ten, genos­sen­schafts­ähn­li­che Gesell­schaf­ten und Stadt­wer­ke, Ver­kehrs­be­trie­be oder Gesell­schaf­ten in kom­mu­na­lem Eigen­tum zu einer Demo­kra­ti­sie­rung leis­ten, wenn sie ent­spre­chend aus­ge­rich­tet sind?

Kom­mu­na­le Demo­kra­tie erstrei­ten
Die Demo­kra­ti­sie­rung der Kom­mu­nen bleibt nicht nur from­mer Wunsch. Bür­ge­rIn­nen-Initia­ti­ven erkämp­fen sich immer wie­der den Ein­fluss auf kom­mu­nal­po­li­ti­sche Ent­schei­dun­gen. Der letz­te Teil der Tagung wird von zwei Best-Prac­tice-Bei­spie­len für erfolg­rei­che kom­mu­nal­po­li­ti­sche Initia­ti­ven ein­ge­lei­tet, anhand derer wir anschlie­ßend im Ple­num dis­ku­tie­ren wer­den, wie eine erfolg­rei­che Stra­te­gie zur Errei­chung einer leben­di­gen kom­mu­na­len Demo­kra­tie aus­se­hen kann.

Kul­tur­pro­gramm
Am Vor­abend der Tagung wird der Film „Das Gegen­teil von Grau“ gezeigt. Der Film will Wege auf­zei­gen, die aus­ge­hend von loka­len Initia­ti­ven ver­su­chen, den glo­ba­len öko­lo­gi­schen und sozia­len Kol­laps zu ver­hin­dern.

Umge­bung
Nicht zuletzt ist Erfurt eine sehens­wer­te Stadt und der Land­tag bie­tet einen attrak­ti­ven und anre­gen­den Rah­men für unse­re Kon­fe­renz.

Anmel­dung und Kos­ten:
Teil­nah­me­bei­trag 15.-€, Anmel­dung nur über die Inter­net­sei­te www.kommunenkonferenz.de.
Die Kon­fe­renz rich­tet sich an Enga­gier­te in der kom­mu­na­len Arbeit (Gemein­de­rä­te, Ver­wal­tun­gen, kom­mu­na­le Betrie­be, Fach­leu­te) und alle inter­es­sier­ten Bürger*innen.

Anrei­se
DB-Anrei­se Erfurt: gut mit Früh­ver­bin­dun­gen aus Ber­lin, Frank­furt, Ham­burg, Han­no­ver, Kas­sel, Köln, Mün­chen oder Stutt­gart zu errei­chen (Ankunft zwi­schen 9:30 — 10:30 Uhr).

Der Thü­rin­ger Land­tag ist vom Erfur­ter Haupt­bahn­hof aus in ca. 15 Minu­ten zu Fuß zu errei­chen. Bit­te ver­las­sen Sie den Bahn­steig Rich­tung Süd­aus­gang und bie­gen dort nach rechts in die Schil­ler­stra­ße und fol­gen Sie die­ser bis kurz vor der Stra­ßen­bahn­hal­te­stel­le (Kaf­feetrich­ter). Dort bie­gen sie nach links, berg­auf in die Sem­mel­weis­stra­ße ab. Nach ca. 500m errei­chen Sie einen gro­ßen Platz und sehen rechts den Haupt­ein­gang des Land­ta­ges. Park­mög­lich­kei­ten sind in der Umge­bung vor­han­den.

Die Offe­ne Arbeit ist vom Erfur­ter Haupt­bahn­hof aus in ca. 15 Minu­ten zu Fuß zu errei­chen. Bit­te ver­las­sen Sie den Bahn­steig Rich­tung Innen­stadt / Zen­trum und fol­gen Sie der Bahn­hof­stra­ße. Auf dem Anger ange­kom­men lau­fen Sie wei­ter gera­de­aus bis zum Fisch­markt. Dort bie­gen Sie nach dem Rat­haus (rech­te Sei­te) rechts ab, gehen ein kur­zes Stück bis zum nächs­ten, klei­ne­ren Platz
(Bene­dikts-platz) und lau­fen dort nach links in die Michae­lis­stra­ße. Dort neh­men Sie direkt auf der lin­ken Sei­te die ers­te Gas­se (Waa­ge­gas­se) und gehen vor­bei an der Alten Syn­ago­ge bis zur nächs­ten T-Kreu­zung. Dann sind Sie auf der Aller­hei­li­gen­stra­ße und gelan­gen dort ein kur­zes Stück wei­ter nach rechts zur Offe­nen Arbeit. Park­mög­lich­kei­ten sind in der Umge­bung nur sehr begrenzt  vor­han­den.

Mehr Infor­ma­tio­nen auf der Web­site: https://www.kommunenkonferenz.de/startseite/ 


 
 
 

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