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GiB-Info­brief: Die Unter­schrif­ten sind über­reicht — vie­len Dank!

9 Juli 2018

Wir dan­ken allen, die die Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“ unter­schrie­ben und beim Sam­meln der Unter­schrif­ten mit­ge­macht haben! Das ist ein gro­ßer Erfolg für die direk­te Demo­kra­tie in Ber­lin! Unser Dank geht auch an alle Unter­stüt­ze­rIn­nen, die mit ihrer Spen­de unse­re Arbeit sowie den Druck von Info­ma­te­ri­al und Unter­schrif­ten­lis­ten ermög­licht haben.

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Lie­be Freun­din­nen und Freun­de der Gemein­gü­ter,

am frü­hen Mor­gen des 3. Juli war es soweit: Wir über­reich­ten dem Prä­si­den­ten des Ber­li­ner Abge­ord­ne­ten­hau­ses 30.402 Unter­stüt­ze­rIn­nen-Unter­schrif­ten für unse­re Volks­in­itia­ti­ve. Die gro­ße Anzahl von Unter­schrif­ten ist ein rie­si­ger Erfolg und zeigt, dass vie­le Men­schen in Ber­lin die Pri­va­ti­sie­rung von Schul­ge­bäu­den, -grund­stü­cken und Schul­bau ableh­nen.

Wir dan­ken allen, die unter­schrie­ben und mit­ge­sam­melt haben, die die Volks­in­itia­ti­ve bekann­ter gemacht und dafür gespen­det haben. Nur mit euch war die­ser Erfolg mög­lich!

Wie wei­ter? Erfor­der­lich sind 20.000 gül­ti­ge Unter­schrif­ten. Mit den gesam­mel­ten 30.402 Unter­schrif­ten haben wir einen recht gro­ßen Puf­fer und mit ziem­li­cher Sicher­heit genug gül­ti­ge Unter­schrif­ten. Nach der Über­ga­be wird zunächst unser Antrag auf Aner­ken­nung als Volks­in­itia­ti­ve und im Anschluss die Zahl der erfor­der­li­chen Unter­stüt­ze­rIn­nen-Unter­schrif­ten geprüft. Für die­se Prü­fung hat die Ver­wal­tung des Abge­ord­ne­ten­hau­ses gemäß Abstim­mungs­ge­setz 30 Tage Zeit.

Wenn unse­re Volks­in­itia­ti­ve aner­kannt ist, müs­sen wir in den betrof­fe­nen Aus­schüs­sen des Abge­ord­ne­ten­hau­ses ange­hört wer­den. Wir haben also die Mög­lich­keit, öffent­li­che Anhö­run­gen zu der vom Senat ange­ord­ne­ten Schul­bau­of­fen­si­ve zu erzwin­gen, und wir wer­den dort auf die dro­hen­den Fol­gen des Pri­va­ti­sie­rungs­vor­ha­bens auf­merk­sam machen. Damit das The­ma Schul­pri­va­ti­sie­rung die ver­dien­te Auf­merk­sam­keit bekommt, stre­ben wir eine gan­ze Rei­he von Anhö­run­gen an. Wel­che Aus­schüs­se wir bis­her als betrof­fen anse­hen, haben wir im Antrag auf Aner­ken­nung als Volks­in­itia­ti­ve for­mu­liert. Die Anhö­run­gen wer­den sehr wahr­schein­lich nach der Som­mer­pau­se star­ten, und wir haben ab jetzt Zeit, uns dar­auf vor­zu­be­rei­ten. Wenn ihr Inter­es­se an der inhalt­li­chen Mit­ar­beit habt, Quel­len, Fak­ten und ande­res Mate­ri­al zur geplan­ten Schul­bau­of­fen­si­ve des Senats lie­fern könnt, mel­det euch bei uns unter anhoerung@gemeingut.org. Auch eine ver­schlüs­sel­te Kom­mu­ni­ka­ti­on ist mög­lich.

Mit herz­li­chen Grü­ßen
Kat­rin Kusche und Lau­ra Valen­tu­ke­vici­u­te
für das GiB-Team

P.S.: Auf unse­rer Inter­net­sei­te fin­det ihr die ers­ten Ter­mi­ne für die Vor­be­rei­tungs­tref­fen zu den Anhö­run­gen.

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PRES­SE­SCHAU (Aus­wahl!)

Zur Schul­bau­pri­va­ti­sie­rung in Ber­lin erschie­nen in den letz­ten vier Wochen u.a. fol­gen­de Bei­trä­ge:

3. Juli.Volks­in­itia­ti­ve ‚Unse­re Schu­len‘. Ver­ein GiB will Pri­va­ti­sie­run­gen ver­hin­dern”: In der Ber­li­ner Zei­tung berich­tet Kai Schlie­ter über den erfolg­rei­chen Abschluss der Unter­schrif­ten­samm­lung im Rah­men der Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“. In den letz­ten Tagen traf die Post kilo­wei­se im GiB-Büro ein. Im sei­nem Arti­kel geht Schlie­ter detail­liert auf die Kri­tik­punk­te und die For­de­run­gen von GiB bezie­hungs­wei­se der Volks­in­itia­ti­ve ein.

3. Juli. Die Ber­li­ner Abend­schau des rbb bringt eine kur­ze Film­se­quenz von der Über­ga­be der Unter­schrif­ten der Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len” am 3. Juli im Abge­ord­ne­ten­haus (ab Min. 20:42, nur sie­ben Tage im Archiv unter https://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.html).

1. Juli. Schlech­te Nach­rich­ten von der Klau­sur­ta­gung des Senats: „Die Infor­ma­ti­on, dass es auch bei der Schul­as­nie­rung und -erwei­te­rung lang­sa­mer vor­an­geht als geplant, ver­bes­ser­te die Stim­mung in der Klau­sur­ta­gung nicht“, heißt es im  Bei­trag von Ulrich Zawat­ka-Ger­lach: “Was das (Nicht-)Ergebnis der Senats­klau­sur bedeu­tet”. Dass es auch mit den bis­he­ri­gen Kos­ten­schät­zun­gen Pro­ble­me gibt, ist einem wei­te­ren Tages­spie­gel-Arti­kel “Inten­si­ve Bera­tun­gen – ohne Beschlüs­se“ zu entneh­men.

30. Juni. „Ren­di­te­jä­ger stop­pen“ ist ein Arti­kel von Mag­da von Gar­rel und Diet­rich Antel­mann in Ossietz­ky (Heft 13/2018) über­schrie­ben. Der Bei­trag befasst sich mit der Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve und ihren  ÖPP-Ele­men­ten (online ab 9. Juli im Archiv von www.ossietzky.net).

28. Juni. Anna Klöp­per führ­te für die taz ein Inter­view mit der Grü­nen-Poli­ti­ke­rin Ste­fa­nie Rem­lin­ger zum Schul­bau in Ber­lin. Rem­lin­ger beharrt dar­auf, es gebe kein Pri­va­ti­sie­rungs­ri­si­ko (“Die Sor­ge ist hypo­the­tisch“).

27. Juni. Die jun­ge Welt berich­tet über die noch bis zum 30. Juni lau­fen­de Volks­in­itia­ti­ve “Unse­re Schu­len” von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand. “Pri­va­ti­sie­rung durch die Hin­ter­tür” lau­tet die Über­schrift des Arti­kels von Car­me­la Negre­te.

22. Juni. Die Ber­li­ner Zei­tung schreibt: Ers­tens:  Mit der Howo­ge dau­ert es län­ger. Zwei­tens:  Es ist eine öffent­lich-pri­va­te Part­ner­schaft, also eine Pri­va­ti­sie­rung, davon gehen die Befür­wor­ter intern selbst aus. Drit­tens: Und sie wis­sen (eben­falls intern) auch, dass die Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve unter Ein­be­zie­hung der Howo­ge teu­rer wird und die bekann­ten Nach­tei­le von ÖPP hat (Arti­kel von Kai Schlieter/Martin Kles­mann: “Sanie­rung des Scha­dow-Gym­na­si­ums. Wie der Senat bei sei­ner Schul­bau­of­fen­si­ve ver­sagt”).

22. Juni. Der von Revo­lu­ti­on orga­ni­sier­te Schü­ler­streik am 21. Juni wen­de­te sich unter ande­rem gegen die Schul­pri­va­ti­sie­rung. Flo­ri­an Brand beri­chet im neu­en deutsch­land unter fol­gen­der Über­schrift: “Schul­bau mobi­li­siert Schü­ler”, wobei der Anrei­ßer  “Hun­der­te demons­trier­ten gegen eine angeb­li­che Pri­va­ti­sie­rung durch den Senat” zeigt, dass der Autor offen­bar kei­ne Pri­va­ti­sie­rungs­ge­fahr sieht.

21. Juni. Zwar wach­sen die Schü­le­rIn­nen­zah­len in Ber­lin wei­ter an, aber die neu­es­te Pro­gno­se geht davon aus, dass die Schü­le­rIn­nen­zah­len nicht in dem Maße wach­sen, wie bis­her vom Senat ange­nom­men. Dar­über sowie über Hel­lers­dor­fer Schu­len, an denen es bereits jetzt eng ist, berich­tet die Ber­li­ner Zei­tung:Neue Schät­zung. Schü­ler­prg­no­se nach unten kor­ri­giert“.

18. Juni. Die Ber­li­ner Zei­tung greift erneut das The­ma Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve auf. Niko­laus Ber­nau for­mu­liert unter ande­rem: „Um das Ver­sa­gen im Schul­bau zu kor­ri­gie­ren, soll die Ver­fas­sung min­des­tens gebeugt wer­den. Der gute Zweck macht das offen­bar juris­tisch, poli­tisch und mora­lisch bis weit in die Oppo­si­ti­on hin­ein akzep­ta­bel. Wer ist schon gegen gute Schu­len? Was aber unter­bleibt, ist eine Ana­ly­se der Ursa­chen des Schul­bau­de­sas­ters und eine Selbst­kri­tik.“ Hier der Link zum kom­plet­ten Arti­kel mit dem Titel: „Schul­bau in Ber­lin – Klas­sen­zim­mer für Kin­der dür­fen nicht bil­lig und banal sein„.

18. Juni. Anna Klöp­per von der taz berich­tet über unse­re Unter­schrif­ten­samm­lung: “Initia­ti­ve will Anhö­rung erzwin­gen“.  Dabei zitiert sie Rechts­an­walt Ben­no Rein­hardt, der dar­auf hin­weist, dass die Howo­ge eine GmbH ist und daher Auf­sichts­rat und Vor­stand nur dem Unter­neh­men ver­pflich­tet sind. In einem wei­te­ren Bei­trag schil­dert Anna Klöp­per, wie Bezirks­bür­ger­meis­ter Hel­mut Klee­bank (SPD) die Teil­nah­me von  Medi­en­ver­tre­te­rin­nen an einem Rund­gang durch Car­lo-Schmid-Ober­schu­le unter­sagt. Klee­bank meint, die aktu­ell zu besich­ti­gen­den Schä­den im Schul­ge­bäu­de hät­ten “fast nichts” mit der mil­li­ar­den­schwe­ren Schul­bau­of­fen­si­ve zu tun, die an die­sem Mor­gen The­ma sein soll. Klöp­per nennt das die “Span­dau­er Schul­bau­de­fen­si­ve”.

16. Juni. In der Ber­li­ner Zei­tung infor­miert Kai Schlie­ter, wie der Ber­li­ner Senat bei sei­nem größ­ten Infra­struk­tur­pro­jekt, der “Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve” (BSO), immer wei­ter in Bedräng­nis gerät.
Nach Infor­ma­tio­nen der Ber­li­ner Zei­tung prü­fe die Ber­li­ner Archi­tek­ten­kam­mer, ob die Aus­schrei­bun­gen im Rah­men der BSO rechts­kon­form sind. Dabei geht es dar­um, ob das Gebot der Mit­tel­stands­freund­lich­keit ver­letzt wer­de, weil sich die Aus­schrei­bung bis­lang nur an Gene­ral­pla­ner rich­te. Micha­el Macken­rodt, Vor­stand der Archi­tek­ten­kam­mer, sag­te gegen­über der Ber­li­ner Zei­tung, dass der jet­zi­ge Aus­schrei­bungs­ent­wurf “95 Pro­zent der Ber­li­ner Archi­tek­ten aus­schlie­ße“. Die Typen­bau­ten wer­den vor allem durch die Howo­ge GmbH dik­tiert, sind also eine der nega­ti­ven Fol­gen der geplan­ten Schul­pri­va­ti­sie­rung. Erneut ver­weist der Bei­trag auf die Pikan­te­rie, dass sich der Finanz­se­na­tor Kol­latz-Ahnen zur BSO von Bern­ward Kul­le bera­ten ließ. Er war Vor­stand des Bau­rie­sen Hoch­tief und Pri­va­ti­sie­rungs­lob­by­ist.  Der Arti­kel ist über­schrie­ben mit: “Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve‘ – Senat plant Bil­lig­bau­ten in Serie„.

16. Juni. Der Lan­des­rech­nungs­hof hat sich jetzt auch erst­mals zur Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve posi­tio­niert, berich­tet Joa­chim Fah­run für die Ber­li­ner Mor­gen­post: “Kri­tisch äußer­te sich der Rech­nungs­hof auch zur Poli­tik des rot-rot-grü­nen Senats, staat­li­che Auf­ga­ben in Betei­li­gungs­un­ter­neh­men aus­zu­la­gern. […] Auch die Über­tra­gung grö­ße­rer Schul­bau­vor­ha­ben an die Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft Howo­ge sehen die Prü­fer skep­tisch. Sol­che Kon­struk­tio­nen führ­ten zu einem Ver­lust von Trans­pa­renz und Kon­troll­rech­ten des Par­la­ments. Zudem dür­fe eine Aus­la­ge­rung nicht zu einer ‚Flucht aus dem Bud­get‘ füh­ren, indem die Lan­des­un­ter­neh­men Kre­di­te auf­neh­men, um die für das Land selbst gel­ten­de Schul­den­brem­se zu umge­hen.” (Titel des Arti­kels: “Rech­nungs­hof rügt. Bezir­ke kon­trol­lie­ren Stand­si­cher­heit ihrer Gebäu­de nicht”)

15. Juni. Kai Schlie­ter belegt in der Ber­li­ner Zei­tung haar­klein anhand bis­her unver­öf­fent­lich­ter Doku­men­te, die sich die Zei­tung mit­tels Akten­ein­sicht in der Senats­ver­wal­tung für Finan­zen ver­schaff­te, dass im Rah­men der Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve (BSO) nicht nur eine for­mel­le Pri­va­ti­sie­rung geplant ist, son­dern auch eine öffent­lich-pri­va­te Part­ner­schaft, und zwar von Anfang an! Auch die pro­ble­ma­ti­sche Rol­le der Bera­ter wird erwähnt und dass Finanz­se­na­tor Kol­latz-Ahnen bei Pri­ce­wa­ter­house­Coo­pers und Howo­ge-Che­fin Ste­fa­nie Frensch bei Ernst & Young gear­bei­tet haben. Dar­über hin­aus wird auf die Kri­tik von Gemein­gut in Bür­ge­rIn­nen­hand an den Pri­va­ti­sie­rungs­as­pek­ten der BSO ein­ge­gan­gen. Titel des Bei­trags: „Öffent­lich-pri­va­te Part­ner­schaf­ten. Der gro­ße Bluff der Ber­li­ner ‚Schul­bau­of­fen­si­ve‘„.

14. Juni. Boris Buch­holz berich­tet im Bezirks-News­let­ter Ste­glitz-Zehlen­dorf des Tages­spie­gel von Bau­stopps bei Schu­len und ande­ren öffent­li­chen Gebäu­den, weil Elek­tro­in­ge­nieu­re feh­len. Sein Fazit: „Kol­laps im Hoch­bau­amt.“ Beson­ders pikant: Der Stel­len­man­gel ist offen­bar selbst ver­schul­det, denn das Geld ist da. Trotz­dem wird ein Hoch­bau­in­ge­nieur im Bezirk nach der Ent­gelt­grup­pe 11 TV-L aus­ge­schrie­ben. War­um das so ist, konn­te bis­her auch der Per­so­nal­rats­vor­sit­zen­de nicht her­aus­be­kom­men.

8. Juni. Neu­es von der Ber­li­ner Schul­bau­of­fen­si­ve: Die Archi­tek­ten­kam­mer kün­digt eine recht­li­che Prü­fung an, schreibt Susan­ne Vieth-Ent­us im Tages­spie­gel. Nach­dem vor weni­gen Tagen die Ver­teue­rung eines der gro­ßen Sanie­rungs­pro­jek­te bekannt gewor­den war, schlägt jetzt die Ber­li­ner Archi­tek­ten­kam­mer Alarm. Grund ist die Aus­lo­bung der ers­ten Typen­wett­be­wer­be. Titel des Arti­kels: „Archi­tek­ten rügen Senat: Mas­si­ve Kri­tik am Wett­be­werbs­ver­fah­ren„.

6. Juni. Am Bei­spiel der Span­dau­er Car­lo-Schmid-Schu­le berich­tet Susan­ne Vieth-Ent­us für den Tages­spie­gel, wie wenig belast­bar die bis­he­ri­gen Kos­ten­schät­zun­gen für die Schul­bau­sa­nie­run­gen sei­en. Im vor­lie­gen­den Fall rech­net die Howo­ge statt mit bis­her geschätz­ten 12,7 Mil­lio­nen mit 28 bis 35 Mil­lio­nen Euro. Ein Fass ohne Boden …: “Kos­ten für Schul­sa­nie­rung explo­die­ren”. GiB warnt seit Mona­ten vor einem neu­en „BER“.

GiB ver­öf­fent­lich­te fol­gen­de Pres­se­mit­tei­lun­gen zum The­ma Schul­pri­va­ti­sie­rung:

3. Juli. Volks­in­itia­ti­ve „Unse­re Schu­len“ über­gibt 30.402 Unter­schrif­ten

21. Juni. Ber­li­ner Senat schweigt und lässt Sach­ver­stän­di­ge auf­lau­fen

7. Juni. Abge­ord­ne­te ver­wei­gern wei­ter fun­dier­te Ant­wor­ten zum Schul­bau, des­we­gen jetzt bis zum 30. Juni für ech­te öffent­li­che Anhö­run­gen unter­schrei­ben!

Zu ÖPP gene­rell war ins­be­son­de­re inter­es­sant:

4. Juli. Der Frei­tag ver­öf­fent­lich­te unter dem Titel “Ach­tung, Ren­ten­fres­ser” einen Bei­trag von Pau­lo Pena und Harald Schu­mann über die geplan­te EU-wei­te Pri­vat­ren­te PEPP (Pan-European Per­so­nal Pen­si­on), die die gesetz­li­chen Ren­ten des Umla­ge­ver­fah­rens kan­ni­ba­li­siert. Die EU-Kom­mis­si­on setzt dabei — wie so oft — die Wün­sche von Finanz­kon­zer­nen wie Black­Rock um. Wich­tig in dem Zusam­men­hang: Die PEPP-Ver­ord­nung der EU-Kom­mis­si­on ist noch nicht ange­nom­men und könn­te daher noch ver­hin­dert wer­den.

12. Juni. Wer­ner Rüge­mer nimmt in sei­nem Bei­trag “Erpres­sungs­in­stru­ment der Inves­to­ren” die pri­va­ten Schieds­ge­rich­te und das neu­es­te Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs unter die Lupe. Wer­ner Rüge­mer schreibt dazu: “Am 6. März ent­schied der Euro­päi­sche Gerichts­hof: Die pri­va­te Schieds­klau­sel, die im Inves­ti­ti­ons­schutz-Abkom­men zwi­schen den Nie­der­lan­den und der Slo­wa­kei ent­hal­ten ist, ver­stößt gegen das Recht der Euro­päi­schen Uni­on. […] Mit pri­va­ten Schieds­ge­rich­ten des­avou­iert der Staat sein eige­nes Jus­tiz­sys­tem. Er gibt damit das Rechts­staats- und Demo­kra­tie­prin­zip auf. […] Der EuGH hat das Finan­zie­rungs­in­stru­ment ÖPP nicht erwähnt, weil es im ver­han­del­ten Fall kei­ne Rol­le spiel­te. Aber rechts­lo­gisch ist klar: Auch bei ÖPP  ist eine nicht­öf­fent­li­che, pri­va­te Par­al­lel­jus­tiz mit den rechts­staat­li­chen Prin­zi­pi­en in der EU und in Deutsch­land nicht ver­ein­bar.”

GiB ver­öf­fent­lich­te fol­gen­de Pres­se­mit­tei­lung zum The­ma Pri­va­ti­sie­rung öffent­li­cher Biblio­the­ken:

5. Juli. Biblio­thek ohne Bücher. Die Biblio­thek von Aar­hus als Blau­pau­se für Ber­lins öffent­li­che Biblio­the­ken?

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